Arbeiten im Homeoffice: Vor- und Nachteile

Arbeiten im Homeoffice ist mit Vor- und Nachteilen verbunden. Eine klare Struktur und Organisation ist notwendig, damit die Arbeit auch von zu Hause aus zuverlässig erledigt werden kann.


Immer mehr Arbeitnehmer erhalten die Möglichkeit, direkt von zu Hause aus zu arbeiten. Dies ist mit einigen Vorzügen verbunden, aber ebenso sind die Nachteile zu beachten. Wer die Risiken und Fallstricke kennt, für den kann sich das Arbeiten im Homeoffice auch langfristig gesehen als Vorteil erweisen.

Die Vor- und Nachteile vom Homeoffice

Durch den Heimarbeitsplatz erhalten Arbeitnehmer bessere Möglichkeiten, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Sie ersparen sich Anfahrtszeiten und schaffen dadurch mehr Spielraum für eine flexible Gestaltung. Wer sich den heimischen Arbeitsplatz so einrichtet, dass er ohne Ablenkung arbeiten kann, kann konzentrierter und kreativer tätig sein. Vielen Arbeitnehmern fällt es in dieser Situation leichter, sich zwischendurch zu entspannen. Dieser Umstand kann zu einer produktiveren Arbeitsweise beitragen.

Auf der anderen Seite ist diese Art der Arbeit mit einer Umstellung verbunden. Insbesondere in der Anfangszeit macht sich häufig die fehlende Struktur bemerkbar. Arbeitnehmer müssen die Organisation und Verantwortung selbst übernehmen. Trotz der scheinbar neuen Freiheit sind Arbeitszeiten einzuhalten. Das Halten an diese Zeiten und das Engagement kann von Kollegen und Vorgesetzten nicht immer gesehen werden. Dadurch ist es manches Mal aufwendiger, seinen Einsatz zu zeigen und auch zu dokumentieren.

Erfolgreich im Homeoffice arbeiten

Damit das Homeoffice tatsächlich für die Arbeit und mit Erfolg genutzt werden kann, sind einige Dinge zu beachten. Dies betrifft zunächst die Lage und Ausstattung des Heimarbeitsplatzes sowie die Organisation. Im besten Fall lässt sich das Homeoffice durch einen abschließbaren Raum klar vom Wohnbereich abgrenzen. Wer sich ein Zimmer auswählen kann, sollte beachten, dass Geräusche von der Straße oder von Nachbarn während der Arbeitszeit stören könnten. Alltagsmöbel haben im Bürobereich nichts zu suchen und können sich negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirken.

Ist der Arbeitsplatz eingerichtet, kommt es auf die Organisation und Struktur an. Ein klarer Tagesablauf mit festen Arbeitszeiten und Pausen kann helfen, dauerhaft produktiv und motiviert zu arbeiten. Zu einer klaren Struktur zählt auch, tatsächlich Feierabend zu machen, um nicht das Gefühl zu haben, ständig zu arbeiten. Wer seine Ziele genau definiert, kann am Ende des Tages besser sehen, was er geleistet hat. Dies ist auch für die Dokumentation gegenüber Kollegen und Vorgesetzten wichtig. Zugleich sollten die Kollegen und Vorgesetzten im Büro nicht vergessen werden. Wer regelmäßig die Kommunikation sucht, wird trotz physischer Abwesenheit nicht so schnell vergessen. Präsenz und Einsatz lassen sich zum Beispiel zeigen:

  • indem Kollegen durch E-Mails auf dem Laufenden gehalten werden,
  • virtuelle Meetings organisiert werden, wodurch ein Austausch stattfinden kann
  • und Bürotage sinnvoll genutzt werden. Eine gute Vorbereitung und Absprache mit Kollegen kann helfen, an Präsenztagen positiv aufzufallen.

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Oliver Schoch

Oliver Schoch

Oliver ist gelernter Bankkaufmann und war über zehn Jahre bei mehreren Banken in verschiedenen Bereichen tätig, unter anderem in der Kundenbetreuung. Seit 2008 ist er als freiberuflicher Finanz-Journalist und Fachredakteur tätig.

Schlagwörter: Arbeitsplatz, Beruf, Job, Homeoffice