CoWorking Spaces: Auch für Angestellte eine Option

CoWorking Spaces sind Orte, an denen Menschen gemeinschaftlich arbeiten. Sie sind weitestgehend offen gestaltet, sodass ein kreativer und produktiver Austausch stattfinden kann. Nicht nur Selbstständige, sondern auch immer mehr Angestellte nehmen diesen Service in Anspruch.


Die Arbeitswelt befindet sich in einem Umbruch. Die Digitalisierung und Dezentralisierung vom Arbeitsplatz sorgen dafür, dass Präsenz-Zeiten im Büro in den Hintergrund und eine flexible Gestaltung des Berufsalltags in den Vordergrund rücken. Das beweist beispielsweise die steigende Zahl derer, die einmal oder mehrmals pro Woche im Home Office arbeiten. Die Heimarbeit ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit der flexiblen Arbeitsgestaltung. Sogenannte CoWorking Spaces, also loftartige Büroräume, in denen mehrere Menschen gemeinschaftlich arbeiten, sind weiterhin auf dem Vormarsch und gewinnen mehr und mehr an Attraktivität. Wir stellen Ihnen diese Form des Arbeitens hier einmal genauer vor.

Gemeinsam statt einsam

Menschen, die allein im Büro oder Home Office arbeiten, genießen zwar absolute Ruhe und Ungestörtheit, vermissen nach einer gewissen Zeit meist aber auch den Austausch mit anderen. Hierfür gibt es die CoWorking Spaces, die auch CoWorking Offices beziehungsweise CoWorking- Büros genannt werden. Die neue Arbeitsform kommt aus den USA, hat aber auch bei uns längst Fuß gefasst. In allen großen und auch vielen mitteleren und kleinen Städten Deutschlands gibt es inzwischen CoWorking Spaces, die viel Zuspruch erfahren und gern genutzt werden.

Im Vordergrund des Arbeitsmodells steht der Aspekt der Gemeinschaftlichkeit. Menschen aus verschiedenen Branchen und unterschiedlichen Berufen kommen an einem Ort zusammen, um nicht nebeneinander her, sondern miteinander zu arbeiten. Austausch, Unterstützung, Networking – alles Punkte, die im CoWorking-Büro auf der Tagesordnung stehen und nicht selten dazu führen, dass zwischen den CoWorkern neue, gemeinschaftliche Ideen und Projekte entstehen.

Übrigens: In den meisten CoWorking Spaces wird Ihnen nicht nur ein Platz zum Arbeiten, sondern auch verschiedene Arbeitsmaterialen, beispielsweise ein Computer oder ein Laptop, zur Verfügung gestellt. Die eventuelle Nutzung der vorhandenen Geräte wirkt sich darauf aus, wie viel Sie insgesamt für die Nutzung des CoWorking-Büros zahlen müssen.

Die fünf Werte vom CoWorking

Wie genau die unterschiedlichen CoWorking Spaces aus- und eingerichtet sind, ist überall anders. Während die einen einen besonders offenen und gemeinschaftlichen Charakter pflegen, stellen andere auch vermehrt Einzelbüros zur Verfügung. Es gibt CoWorking-Gemeinschaften, die Kinderbetreuung, kulinarische Verpflegung und/oder Konferenzräume anbieten und andere, die sich gleichzeitig der Makerspace-Bewegung angeschlossen haben und diverse Werkzeuge oder auch 3D-Drucker zur Verfügung stellen. Die Möglichkeiten der Nutzung sind mannigfaltig und halten für jeden das passende Format bereit.

Dennoch gibt es auch diverse Punkte, die alle CoWorking Spaces miteinander verbinden und zeigen, dass es sich hierbei um ein (in groben Zügen) einheitliches Konzept handelt. Es wird dabei auch von den fünf Werten vom CoWorking gesprochen. Diese sind:

  1. Offenheit
    Im CoWorking Space geht es nicht darum, dass sich jeder in sein stilles Kämmerlein setzt und für sich arbeitet. Offene Räume sorgen für freie Gedanken und einen offenen Austausch zwischen den CoWorkern. Ein weiterer Aspekt der Offenheit im CoWorking Space ist die Nutzung gemeinsamer Ressourcen.
  2. Kollaboration
    Der Austausch zwischen Personen führt (im besten Fall) zur Zusammenarbeit. Auch das ist ein wichtiger Aspekt vom CoWorking. Man hilft sich gegenseitig, gibt sich Impulse und antwortet auf Fragen. Oftmals entstehen hieraus nicht nur neue Sichtweisen, sondern auch Lösungsansätze und gänzlich neue Ideen.
  3. Nachhaltigkeit
    CoWorking-Offices werden von vielen verschiedenen Personen genutzt. Das hat zur Folge, dass es zur gemeinschaftlichen Verwendung von Ressourcen kommt.
  4. Gemeinschaft
    Menschen, die ein CoWorking-Büro nutzen, wachsen im Laufe der Zeit zu einer sozialen Gemeinschaft zusammen. Auch wenn es sich hierbei um Personen mit ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen handelt, stellen sie untereinander eine Art „Kollegen-Ersatz“ dar.
  5. Zugänglichkeit
    In einem CoWorking Space ist generell jeder willkommen. Die Orte zeichnen sich durch eine einfache Zugänglichkeit aus, die wiederum großen Einfluss auf die Dynamik des Arbeitsmodells hat. Auch hier zeigt sich wieder, wie vorteilhaft es sein kann, wenn sich Menschen aus unterschiedlichen Branchen austauschen.

Warum CoWorking Spaces auch für Angestellte interessant sind

CoWorking Spaces sind traditionell ein Treffpunkt für Freelancer, Startup-Unternehmer und andere Selbstständige, die die meiste Zeit allein arbeiten. Doch auch Angestellte können hier ihrem Beruf nachgehen und von den Vorteilen profitieren. Hierzu gehören beispielsweise die folgenden Aspekte:

  • Aktives Networking (Knüpfen neuer Kontakte, die für Sie und Ihr Unternehmen interessant sein können)
  • neue Sichtweisen durch fachfremde Personen
  • flexible Nutzung (CoWorking-Arbeitsplätze können auch tage- oder gar stundenweise gemietet werden)
  • erfrischende Abwechslung zum Home Office
  • professionelles Arbeitsumfeld

CoWorking Spaces sind nicht nur Orte der Arbeit, sondern auch der Begegnung. Der aktive Austausch mit anderen Menschen kann überaus fruchtbar sein und Ihre Arbeit nachhaltig beeinflussen. Probieren Sie es aus.


Bildquelle: Syda Productions/Shutterstock

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Jessika Fichtel

Jessika Fichtel

Als studierte Journalistin versteht es Jessika genau, Informationen und Hintergrundwissen auf den Punkt zu präsentieren. Die Erfurterin arbeitet als freiberufliche Online-Redakteurin und hat sich auf die Bereiche Job und Karriere spezialisiert. Ihr Steckenpferd ist das Thema „digitales Arbeiten“, denn damit setzt sich die Freelancerin tagtäglich auseinander.