Digital Natives, Millennials, Young Professionals und Co. – Wozu gehören Sie?

Das WWW ist voll von ausgefallenen Begriffen für unterschiedliche Personengruppen. Doch was genau verbirgt sich eigentlich dahinter?


Was haben Digital Natives und Millennials gemeinsam? Bis zu welchem Alter ist man ein Young Professional und gibt es auch Old Professionals? Sind die Generationen X und Y wirklich so unterschiedlich? Liest man Fachartikel, Blogs usw., kommt man um diese und weitere Bezeichnungen nicht mehr herum. Aber was genau definiert die einzelnen Gruppen? Und zu welcher gehören Sie?

Digital Natives und Digital Immigrants

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Wer sie nicht sowieso schon feiert, sollte besser noch schnell auf den Zug aufspringen, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Die, die sich in der digitalen Welt bewegen, werden grundsätzlich in zwei Lager aufgeteilt: Die Digital Natives und die Digital Immigrants.

  • Digital Natives: sind die Menschen, die mit dem Internet groß geworden sind und dieses Medium als völlig normal empfinden. Je nach Wohnort beginnen die „digital Native-Jahrgänge“ in den späten 1980 und 1990er Jahren. Natives bedeutet ins Deutsche übersetzt Ureinwohner.
  • Digital Immigrants: sind die Menschen, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind und dieses Medium von Grund auf erlernen müssen (oder mussten). Für die „digitalen Immigranten“ ist nichts im World Wide Web eine Selbstverständlichkeit, sondern grundlegend Neuland.

Babyboomer, Generation X, Y, Z und Alpha

Jede Generation hat inzwischen ihren medialen Stempel aufgedrückt bekommen. Bezeichnungen wie Babyboomer, Generation X, Y und Z sind allgegenwärtig, werfen aber auch immer wieder Fragen auf. Noch relativ neu ist außerdem der Begriff der Generation Alpha, die schon jetzt in manchen Blogbeiträgen zu „The next big Thing“ stilisiert wird.

  • Babyboomer: sind Menschen die nach dem zweiten Weltkrieg geboren wurden und den Kalten Krieg miterlebt haben. Sie repräsentieren die traditionelle (allerdings auch mehr und mehr in die Jahre kommende) Arbeitswelt mit Lohnarbeit und 9 to 5-Job. Finanzielle Sicherheit („die Familie versorgen“) ist den Babyboomern am wichtigsten.
  • Generation X: umfasst Menschen, die in den 1970er Jahren geboren wurden. Sie haben viele Parallelen zu den Babyboomern, öffnen sich allerdings auch immer mehr für moderne Entwicklungen wie die Digitalisierung. Vertreter der Generation X sind meist noch Digital Immigrants.
  • Generation Y: umfasst Menschen, die in den 1980er und 1990er Jahren geboren wurden. Sie genießen gerade das größte mediale Aufsehen und den Ruf, die Arbeitswelt nachhaltig zu verändern. Ihr Ziel ist es nicht, zu arbeiten, um Geld zu verdienen, sondern um sich selbst zu verwirklichen. Freiheit und Flexibilität sind zwei wichtige Ansprüche der Generation Y, die schon zum Großteil aus Digital Natives besteht und manchmal auch als Millennials (die „Jahrtausender“) bezeichnet wird.
  • Generation Z: umfasst die Menschen, die ab der Jahrtausendwende geboren wurden. Vertreter der Generation Z sind allesamt Digital Natives und treten jetzt nach und nach in die Arbeitswelt ein. Sie sehnen sich nach Stabilität und Sicherheit – nicht zuletzt auch, weil sie in einer von Krisen gezeichneten Zeit und einer Welt voller Veränderungen aufgewachsen sind.
  • Generation Alpha: entsteht gerade erst. Sie umfasst die Menschen, die ab 2010 geboren wurden. Welche Bedeutung, Ziele und Wünsche diese Generation im Hinblick auf die Arbeitswelt haben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eingeschätzt werden.

Hinweis: Die angegebenen Jahreszahlen, die der besseren Abgrenzung der einzelnen Generationen dienen, dürfen nicht als feste Trennlinien verstanden werden. Die Übergänge zwischen den Generationen ist fließend und nicht jeder, der in den 1990er Jahren geboren wurde, entspricht beispielsweise automatisch allen Charakteristiken der Generation Y.

Young Professionals

Young Professionals sind all jene, die den Arbeitsmarkt gerade als Berufseinsteiger erobern und bereits einige Skills und Erfahrungen vorweisen können. Sie sind häufig sehr an einer steilen Karriere interessiert und wollen schnell aufsteigen. Dafür sind sie auch zu häufigen Jobwechseln bereit. Außerdem fordern die Young Proffessionals erstaunlich viel von ihrem Arbeitgeber – was dazu führt, dass sie von vielen als arrogant und überschwänglich eingestuft werden.

Old Professionals wären im Umkehrschluss all die „alten Hasen“, die schon auf etliche Jahre Berufserfahrung zurückblicken können. Dieser Begriff hat sich allerdings nicht durchgesetzt.


Bildquelle: Roman Samborskyi/Shutterstock

Instaffo IVPA Persönlichkeitstest Typenindikator

Jessika Fichtel

Jessika Fichtel

Als studierte Journalistin versteht es Jessika genau, Informationen und Hintergrundwissen auf den Punkt zu präsentieren. Die Erfurterin arbeitet als freiberufliche Online-Redakteurin und hat sich auf die Bereiche Job und Karriere spezialisiert. Ihr Steckenpferd ist das Thema „digitales Arbeiten“, denn damit setzt sich die Freelancerin tagtäglich auseinander.