Fit für die Beförderung?

Eine Beförderung ist zumeist mit mehr Anerkennung und Einkommen verbunden. Zugleich steigen aber auch die Anforderungen an den Mitarbeiter. Wer sich über die Veränderungen bewusst wird und weiß, was er will, wird erfolgreicher die Karriereleiter erklimmen können.


Viele Arbeitnehmer streben im Zuge ihrer beruflichen Tätigkeit eine Beförderung an. Doch bei der Karriereplanung sollten nicht nur die Chancen des beruflichen Aufstiegs, sondern auch die Risiken bedacht werden. Denn wer aufsteigt, muss auch mehr leisten und mehr Verantwortung übernehmen. Dazu ist nicht jeder Arbeitnehmer gleichermaßen bereit. Deshalb kann es wichtig sein, sich zuvor darüber bewusst zu werden, welche neuen Herausforderungen zu erwarten sind. Nur so ist es möglich einzuschätzen, ob Sie der Beförderung gewachsen sind. Ist dies der Fall, dann kommt es letztendlich noch darauf an, den Arbeitgeber von der eigenen Motivation und der Qualifikation zu überzeugen.

Mögliche Veränderungen erkennen

Wer eine Beförderung anstrebt, sollte sich zuvor über die Konsequenzen bewusst werden. Dazu zählt nicht nur eine bessere Stellung im Unternehmen sowie ein höheres Einkommen. Mit folgenden Fragen ist es möglich herauszufinden, was sich verändert und ob diese Veränderungen für den Einzelnen tatsächlich erstrebenswert sind.

1. Möchte ich mehr Verantwortung übernehmen?
Nicht jeder Arbeitnehmer ist dazu bereit, tatsächlich mehr Verantwortung zu übernehmen. Dies ist in der Regel mit mehr Engagement im Job verbunden.

2. Bin ich bereit, mehr Arbeit und Zeit zu investieren?
Das Erklimmen der Karriereleiter ist in der Regel auch mit mehr Arbeit und Zeit verbunden. Nicht jeder ist dazu bereit, mehr zu investieren. Dabei sollten die eigenen Bedürfnisse wie auch die der Familie und Freunde bedacht werden. Denn wer stärker gefordert wird, hat beispielsweise auch nicht mehr so viel Zeit für Familie und die Freizeitgestaltung. Für eine realistische Betrachtung der Mehrbelastung kann es hilfreich sein, sich Mitarbeiter in entsprechender Stelle und deren Arbeitsbelastung einmal näher anzuschauen. Auch ein Gespräch unter vier Augen kann in manchen Fällen hilfreich sein.

3. Verfüge ich über die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen?
Eine Beförderung ist nur realistisch, wenn die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen vorhanden sind. Im Zweifel kann die Teilnahme an Weiterbildungen helfen, die eigene Qualifikation zu verbessern. Zu den persönlichen Voraussetzungen können je nach angestrebter Anstellung insbesondere Führungsqualitäten und Durchsetzungsvermögen zählen.

Den Vorgesetzten überzeugen

1. Erfolge kommunizieren
Gute Leistung alleine reicht häufig nicht aus, um die Karriereleiter hoch zu klettern. Vielmehr kommt es darauf an, die Leistung gut zu verkaufen. Deshalb ist es wichtig, über Leistungen und Erfolge zu reden, damit das Team wie auch Vorgesetzte sie besser wahrnehmen und würdigen können.

2. Das Team für sich gewinnen
Nicht nur Vorgesetzte gilt es zu überzeugen, sondern für eine Beförderung kann der Rückhalt des gesamten Teams hilfreich sein. Vorgesetzte können zum Beispiel im Zuge der Entscheidung für eine Beförderung Informationen beim Team einholen. Ist dies positiv gestimmt, kann sich dies positiv auf die Entscheidung auswirken. Auf der anderen Seite kann es aber auch für die weitere Zusammenarbeit hilfreich sein, wenn Mitarbeiter untereinander gut vernetzt sind und das Teammitglied auch als etwaigen Vorgesetzten akzeptieren.

3. Im Team entbehrlich sein
Wer im Team dringend benötigt wird, dem wird kaum eine andere Stellung angeboten werden. Deshalb kann es hilfreich sein, bereits einen Nachfolger für die Stelle nennen zu können, damit die Arbeit auch im Anschluss reibungslos weiter funktionieren kann.

4. Karriereplanung offenlegen
Nicht zuletzt kommt es auch darauf an, Vorgesetzte über die eigenen Karrierepläne zu informieren. Das ist selbst dann der Fall, wenn es aktuell keine entsprechende Stelle im Unternehmen gibt. Sollte eine Anstellung in der gewünschten Position frei werden, ist es dadurch eher möglich, dass bei der Besetzung bekannte Karrierewünsche bedacht werden.


Bildquelle: ASDF_MEDIA/Shutterstock

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Oliver Schoch

Oliver Schoch

Oliver ist gelernter Bankkaufmann und war über zehn Jahre bei mehreren Banken in verschiedenen Bereichen tätig, unter anderem in der Kundenbetreuung. Seit 2008 ist er als freiberuflicher Finanz-Journalist und Fachredakteur tätig.