Frühlingsgefühle am Arbeitsplatz: So „lieben“ Sie im Job

Wo Männlein und Weiblein zusammenarbeiten, lässt es sich nicht verhindern, dass hin und wieder Funken fliegen. Doch im Umgang mit Ihren Frühlingsgefühlen ist Vorsicht geboten.


Am Arbeitsplatz sollen Sie arbeiten – mehr nicht. Liebe gehört in die Freizeit. In der Arbeitszeit haben Sie sich professionell zu verhalten. Wie eine emotionslose Maschine. Viele Arbeitgeber würden sich das zwar wünschen, auf der Hand liegt aber, wie unrealistisch diese Vorstellungen sind. Wo Menschen zusammenarbeiten, sind Emotionen im Spiel. Wut, Mitgefühl und eben manchmal auch Liebe. Zudem kann es den Arbeitstag doch sehr versüßen, wenn der charmante Kollege einem Schmetterlinge in den Bauch zaubert oder Sie sich schon am Morgen darauf freuen, der hübschen Kollegin über den Weg zu laufen. Da gehen Sie gewiss gleich motivierter – und schicker – zur Arbeit, oder? Vielleicht sind Schwärmereien, Liebeleien und Beziehungen am Arbeitsplatz dann ja gar nicht einmal so schlecht?

Frühlingsgefühle sind im Job mit Vorsicht zu genießen

Natürlich kann Ihre Verliebtheit zum Motivationsschub werden. Allerdings hält der meistens nicht sehr lange an. Entweder mündet die Liebschaft in einer herben Enttäuschung, sie löst sich in Luft auf oder Ihre Gefühle münden in einer ernsthaften Beziehung und die anfängliche Verliebtheit geht in eine weniger aufregende Liebe über. Und wenn Sie sich dann ja schon zuhause immer sehen, haben Sie auch keinen besonderen Grund mehr, sich auf die Arbeit zu freuen. Sie sehen: Das Thema Liebe am Arbeitsplatz ist komplex. Alles in allem kann es zu sehr vielen Konflikten führen. Wie Sie am besten mit Ihren Frühlingsgefühlen umgehen, hängt stark von Ihrer individuellen Situation ab. Fakt ist aber: Vorsicht ist immer angebracht!

Fall 1: Der Umgang mit einer Schwärmerei

Manchmal beginnt Ihre Liebesgeschichte erst einmal aus der Ferne. Sie kennen Ihr „Objekt der Begierde“ bislang nur vom Sehen oder einem Schwätzchen in der Kaffeeküche. Eine Beziehung führen Sie jedoch (noch) nicht. Nicht einmal eine Verabredung gab es bislang. Solch frische Gefühle, die Sie vermutlich selbst noch nicht richtig einordnen können, sollten Sie lieber für sich behalten. Starten Sie keine peinlichen Flirtversuche am Arbeitsplatz oder auf der Weihnachtsfeier. Versuchen Sie stattdessen, die Person außerhalb der Arbeitszeiten anzutreffen, zum Beispiel in der Kantine, nach Feierabend oder bei einem Ausflug mit Kollegen. Nutzen Sie dann die Gelegenheit, um nach einem Date zu fragen – am besten so, dass es niemand anderes mitbekommt. Hören Sie ein „Nein“, akzeptieren Sie dieses.

Fall 2: So handeln Sie eine Affäre

Hören Sie hingegen ein „Ja“, können Sie sich erstmals außerhalb des Arbeitsplatzes treffen. Wählen Sie dafür einen Ort mit geringer Wahrscheinlichkeit, einem Kollegen oder dem Chef höchstpersönlich über den Weg zu laufen. Heutzutage beginnen Beziehungen meist langsam: Erst ein Kuss, dann eine Affäre und irgendwann kommt das obligatorische „Sind wir jetzt eigentlich zusammen“-Gespräch. Wenn es sich bei Ihrer Liebschaft um nichts Ernstes handelt oder Sie sich noch nicht sicher sind, wohin das Techtelmechtel führt, halten Sie dieses unbedingt am Arbeitsplatz geheim. Ansonsten erwirken Sie nichts als Klatsch und Tratsch unter Kollegen.

Fall 3: Eine Beziehung richtig „outen“

Bei ernsthaften Beziehungen stehen Sie hingegen irgendwann vor der Wahl, Ihre Liebe auch am Arbeitsplatz öffentlich zu machen. Sollten Sie sich dafür entscheiden, gehen Sie wie folgt vor:

  • Arbeiten Sie beide in derselben Abteilung beziehungsweise demselben Team, suchen Sie zuerst das Gespräch mit Ihrem Chef.
  • Anschließend informieren Sie Ihre Kollegen in einer ruhigen Minute, zum Beispiel in der Kaffeepause, beim Mittagessen oder bei einem Treffen außerhalb des Arbeitsplatzes über Ihre Beziehung.
  • Geben Sie aber niemals Details preis, sondern belassen Sie es bei den nötigsten Informationen.

Ab sofort können Sie endlich auf der Weihnachtsfeier, dem Firmenevent oder bei privaten Verabredungen mit Kollegen als Paar auftreten. Doch Vorsicht: Körperliche Zuneigung, Kosenamen oder auch Konfliktgespräche haben am Arbeitsplatz beziehungsweise im Arbeitsumfeld nichts verloren. Verhalten Sie sich im Job „normal“ und professionell!

Fall 4: Eine Beziehung zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem

Besonders prekär ist eine Beziehung zwischen Chef und Mitarbeiter. Schnell kommen dann die klassischen Gerüchte auf wie „Die Mitarbeiterin habe sich hochgeschlafen“ oder „Der Mitarbeiter werde bevorzugt behandelt.“ Auch eine solche Verbindung halten Sie deshalb lieber so lange wie möglich geheim. Ist das irgendwann nicht mehr möglich, zum Beispiel aufgrund einer Hochzeit oder gemeinsamer Kinder, ist es am besten, wenn einer von beiden intern die Stelle wechselt, sodass die direkte Vorgesetzten-Mitarbeiter-Konstellation aufgelöst wird. Dies ist bei einer Liebe über Hierarchieebenen hinweg ohnehin der beste Weg, um auf „Nummer sicher“ zu gehen und Missverständnisse zu vermeiden.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Liebe in allen Formen am Arbeitsplatz gemacht? Welche sind Ihrer Meinung nach absolute No-Gos? Und haben Sie weitere Tipps für unsere „verliebten“ Leser? Wir bedanken uns für Ihren Beitrag in den Kommentaren!


Bildquelle: baranq/Shutterstock

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