„Frohes neues Jahr!“ Bis wann sind Neujahrsgrüße noch angebracht?

Es gehört zum guten Büro-Ton, im neuen Jahr entsprechende Grüße an Kunden und Kollegen zu senden. Doch wie lang ist das eigentlich notwendig und ab wann wird es nervig?


Mit dem Start ins neue Jahr beginnt für viele eine Zeit der umständlichen Konversation. Als wenn es nicht schlimm genug wäre, jetzt all die liegengebliebenen Emails abzuarbeiten und endlose Telefonate (inklusive „Was haben Sie über die Feiertage gemacht?“-Smalltalk) zu führen, dürfen nun auf keinen Fall die Neujahrsgrüße und -glückwünsche fehlen. In diesem Beitrag erfahren Sie nicht nur, bis zu welchem Zeitpunkt die entsprechenden Floskeln noch angebracht sind, sondern auch, was Sie anstatt des Klassikers „Frohes neues Jahr“ noch alles sagen beziehungsweise schreiben können.

Flüchtiger Kontakt oder langjähriger Geschäftspartner?

Um beantworten zu können, bis wann Neujahrsgrüße angebracht sind, sollten Sie immer überlegen, welche Beziehung Sie zur Person XY haben. Wenn es sich hierbei um Familienangehörige, Freunde, Kollegen oder auch enge beziehungsweise langjährige Geschäftspartner handelt, ist es durchaus legitim, die Glückwünsche bis Ende Januar zu formulieren.

Tipp: Wenn Sie sich dabei ab der dritten Kalenderwoche etwas komisch vorkommen, hilft eine Prise Humor. So können Sie beispielsweise sagen/schreiben: „Ich weiß, das Jahr ist quasi schon wieder um, aber ein „Frohes Neues!“ dürfte immer noch angebracht sein. Es kommt zwar spät, aber garantiert von Herzen.“

Handelt es sich bei Ihrem Gesprächspartner hingegen um eine weitestgehend fremde Person, zu der Sie nur sporadisch oder gar einmalig Kontakt haben, können Sie ab Ende der zweiten Januarwoche davon absehen, ein gesundes neues Jahr zu wünschen. Ihr Gegenüber wird Ihnen das keinesfalls übel nehmen. Im Gegenteil: Ab einer gewissen Zeit (meist Mitte Januar) sind viele Menschen von den sich zigmal wiederholenden Floskeln genervt.

Alternativen zu „Frohes neues Jahr“

Je öfter man es sagt oder schreibt, desto belangloser klingt es. Viele von uns sind es schon nach kurzer Zeit leid, Gespräche oder Korrespondenzen mit „Frohes neues Jahr“ einzuleiten. Die gute Nachricht: Es gibt durchaus eine Reihe von Alternativen – von klassisch bis modern, von konservativ bis augenzwinkernd. Die folgenden Tipps bringen Abwechslung in Ihre Neujahrsgrüße.

  • Prost/Prosit Neujahr: Diese Redewendung wird vorrangig in der Silvesternacht verwendet – quasi dann, wenn das neue Jahr noch ganz frisch ist und man darauf mit einem Glas Sekt anstoßen kann. Gibt es auch im Büro einen kleinen Neujahrsempfang, dürfen Sie dem Chef und den Kollegen gern zuprosten und auch die entsprechenden Worte verwenden.
  • Die Vielfalt der Adjektive: Warum muss das neue Jahr immer „nur“ froh sein? Der Neujahrsgruß kann ganz einfach durch variierende und besondere Adjektive aufgepeppt werden. Beispiele hierfür sind: aufregendes, spannendes, abenteuerliches, erfolgreiches, glückseliges, chancenreiches oder auch der Klassiker: gesundes. Wichtig ist, dass der Wunsch von Herzen kommt und nicht aufgesetzt klingt.
  • Individualisierte Glückwünsche: Natürlich kommen Neujahrsgrüße immer besonders gut beim Empfänger an, wenn dieser merkt, dass sich der Sender etwas dabei gedacht hat. Wenn Sie beispielsweise wissen, dass Ihr Gesprächspartner in den kommenden Monaten ein großes Projekt plant, ist es durchaus sympathisch, wenn Sie ihm für dieses viel Erfolg wünschen und eventuell auch Ihre Hilfe anbieten. Ein anderes Beispiel liefert die Kollegin, die im vergangenen Jahr krankheitsbedingt lange Zeit ausgefallen ist und nun wieder das Team bereichert. Diese können Sie mit den Worten „Auf dass Ihnen/dir das neue Jahr wieder mehr fröhliche und vor allen Dingen viele gesunde Momente beschert.“

Wie bringe ich Neujahrsgrüße in einer Email unter?

Während die Grüße und Glückwünsche zum neuen Jahr im Telefonat oder face-to-face-Gespräch meist ganz natürlich einfließen, tun sich viele im Fall von Emails etwas schwer. Hier gibt es zwei Varianten:

  • Neujahrsgruß am Anfang: zum Beispiel „Zunächst einmal wünsche ich Ihnen und dem gesamten Team von Firma XY ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2017.“ oder „Ich möchte die Zusammenarbeit im Jahr 2017 erst einmal mit einen Neujahrsgruß einleiten.“
  • Neujahrsgruß am Ende: zum Beispiel „(P.S.) Natürlich wünsche ich Ihnen auch noch für das Neue Jahr von Herzen alles Gute und viel Glück.“

Ups, Neujahrsgruß vergessen! Ist das schlimm?

Ein nettes Wort zum Beginn des neuen Jahres wird allgemein als sehr höflich empfunden. In einigen Kreisen besteht man wahrscheinlich auch darauf. Doch in den meisten Fällen ist es kein Beinbruch, wenn Sie die entsprechende Grußformel mal vergessen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Ihr Gesprächspartner die Glückwünsche ausspricht, auf die Sie dann einfach freundlich „Das gleiche wünsche ich Ihnen natürlich auch.“ antworten können. Es ist nicht nötig, sich ausschweifend für diesen kleinen Fehltritt zu entschuldigen.


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Jessika Fichtel

Jessika Fichtel

Als studierte Journalistin versteht es Jessika genau, Informationen und Hintergrundwissen auf den Punkt zu präsentieren. Die Erfurterin arbeitet als freiberufliche Online-Redakteurin und hat sich auf die Bereiche Job und Karriere spezialisiert. Ihr Steckenpferd ist das Thema „digitales Arbeiten“, denn damit setzt sich die Freelancerin tagtäglich auseinander.