Kaffee oder Tee: Welches Büro-Getränk ist besser?

In Büros wird neben Wasser vor allem gern Kaffee und Tee getrunken. Beide Getränke genießen in unserem Kulturkreis einen guten Ruf – doch werden sie diesem auch gerecht?


Montagmorgen. Das Email-Postfach ist voll, die Augenlider sind schwer und die Motivation ist irgendwo zwischen Aufstehen und Zähneputzen auf der Strecke geblieben. Der erste Weg der neuen Arbeitswoche führt die meisten von uns in die Küche. Erstmal einen Kaffee kochen! Oder doch lieber Tee? Beide Getränke sorgen für eine wohlige Wärme und machen dank des Inhaltsstoffs Koffein auch wach. Doch was von beiden ist besser geeignet für den stressigen Büro-Alltag?

Kaffee: Des Deutschen liebstes Getränk

Fragt man die Deutschen nach ihrem Lieblingsgetränk, so ist das nicht etwa Mineralwasser oder Bier, sondern Kaffee.

  • Pro Tag und Kopf wird etwa 0,4 Liter Kaffee getrunken
  • Aufs Jahr hochgerechnet sind das etwa 6,4 kg Kaffee
  • Im Laufe unseres gesamten Lebens trinken wir statistisch betrachtet rund 77.000 Tassen Kaffee.

(Quelle: Statista)

Keine Frage: Der braune Wachmacher ist die unangefochtene Nummer 1. Guter Kaffee ist nicht nur heiß und aromatisch, sondern macht auch schnell munter. Das in dem Getränk enthaltene Koffein sorgt für einen augenblicklichen Kick. Leider hält dieser Effekt nicht lange an, sodass über den Tag hinweg mehrere Tassen Kaffee getrunken werden müssen, um ihn aufrecht zu erhalten.

Ob Kaffee nun gesund oder ungesund ist, darüber streiten sich Wissenschaftler und Mediziner noch immer. Feststeht: In früheren Studien, in denen Kaffee als ungesund stigmatisiert wurde, wurden andere Faktoren eines ungesunden Lebensstils (beispielsweise Nikotinkonsum und Übergewicht) nicht ausgeklammert. Mit anderen Worten: Die Ergebnisse wurden verfälscht und sind heute nicht mehr tragbar.

Ein negativer Effekt von Kaffee, den viele an sich selbst feststellen können, ist die Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Gerade Menschen mit einem empfindlichen Magen sollten auf einen übermäßigen Kaffeekonsum verzichten, da dieser die Schleimhäute des Organs angreift. Das Resultat sind Schmerzen. Weiterhin ist festzuhalten, dass Kaffee die Verdauung anregt. Ob das als positiv oder negativ bewertet werden kann, liegt vermutlich im Auge des Betrachters.

Tee: Wachmacher mit Langzeitwirkung

Ebenso wie Kaffee enthalten auch Teeblätter Koffein. Der Inhaltsstoff ist in den meisten Teemischungen jedoch niedriger dosiert als im Kaffee. Wer Tee trinkt, um wach zu werden, wird feststellen, dass die Wirkung später einsetzt. Im Gegensatz zum Kaffee hält sie hingegen länger an – ein klarer Vorteil für das Aufgussgetränk.

Weiterhin ist Tee für seine aromatische Vielfalt bekannt. Natürlich gibt es diese auch im Fall von Kaffee – aber Hand aufs Herz: Wie viele verschiedene Sorten stehen Ihnen im Büro zur Verfügung? Egal ob lose oder im Beutel – in den meisten Unternehmen gibt es eine beachtenswerte Sammlung unterschiedlicher Teearten, die für jeden Geschmack etwas passendes bereithalten.

Tipp: Als besonders effektiver Wachmacher gilt der japanische Matcha-Tee, der inzwischen auch in Deutschland in vielen Läden verfügbar ist. Das grüne Pulver sieht nicht nur exotisch aus, sondern schmeckt auch so. Außerdem ist der Grüntee bekömmlicher als Kaffee.

Gemeinsamkeiten von Kaffee und Tee

Das Deutsche Krebsforschungszentrum gibt Entwarnung: Weder Kaffee noch Tee werden als krebserregend eingestuft. Langzeitstudien wollen sogar herausgefunden haben, dass Getränke mit Koffeingehalt das Risiko, an Krebs zu erkranken, senken.

Konsumiert man Kaffee oder Tee in moderaten Mengen, so haben beide Heißgetränke auch einen positiven Einfluss auf unser Kreislaufsystem. Wenn man es jedoch übertreibt, putschen Kaffee und Tee den Organismus so sehr auf, dass es zu Unruhe, Schlaflosigkeit, Nervosität und anderen unangenehmen Symptomen kommen kann. Es gilt also: Immer nur in Maßen, nie in Massen.

Kaffee und Tee sind mehr als nur Muntermacher, die uns im Privatleben und Büro begleiten. Sie sind Teil unserer Kultur und Ausdruck von Genuss. Da Tee mit einer längeren Wirkung punktet und besser verträglich ist, erhält es von uns den Titel „Bestes Büro-Getränk“. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir den Kaffee verteufeln und ablehnen. Auch wir sind der Meinung, dass eine Tasse guter Kaffee nicht nur munter macht, sondern auch einen anstrengenden Arbeitstag retten kann.


Bildquelle: Ko Backpacko/Shutterstock

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Jessika Fichtel

Jessika Fichtel

Als studierte Journalistin versteht es Jessika genau, Informationen und Hintergrundwissen auf den Punkt zu präsentieren. Die Erfurterin arbeitet als freiberufliche Online-Redakteurin und hat sich auf die Bereiche Job und Karriere spezialisiert. Ihr Steckenpferd ist das Thema „digitales Arbeiten“, denn damit setzt sich die Freelancerin tagtäglich auseinander.

Schlagwörter: Büroleben, Büro, Gesundheit, Kaffee, Tee