Weiterbildung – so überzeugen Sie Ihren Arbeitgeber

Gut qualifizierte Mitarbeiter sind in Unternehmen gefragt. Die Kosten für die Weiterbildung werden deshalb von manchen Arbeitgebern getragen. Doch in vielen Fällen müssen Arbeitnehmer ihre Vorgesetzten zunächst von den Vorteilen überzeugen.


Die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen stellt im heutigen beruflichen Alltag häufig eine Notwendigkeit dar. Die Zusatzqualifikation ist aber nicht nur für Arbeitnehmer nützlich, sondern kann ebenso Vorteile für das Unternehmen mit sich bringen. Deshalb beteiligen sich manche Arbeitgeber an den Kosten der Weiterbildung. Vor der Kostenübernahme kommt es jedoch darauf an, Vorgesetzte von den Vorteilen zu überzeugen, denn bei freiwilligen Weiterbildungsmaßnahmen besteht kein Recht auf Kostenübernahme. Mit der richtigen Verhandlungsstrategie besteht die Möglichkeit, dass die Kosten ganz oder zumindest teilweise übernommen werden.

Vorteile für das Unternehmen herausstellen

Arbeitgeber werden einer Kostenübernahme nur zustimmen, wenn die zu erwerbende Qualifikation einen Nutzen für das Unternehmen darstellt. Der Mehrwert der Ausbildung sollte deshalb klar herausgestellt werden. Einige Beispiele und klare Fakten können helfen, die Vorteile zu untermauern. Wer für sich vorab folgende Fragen beantwortet, erhält eine gute Argumentationsgrundlage für das darauf folgende Gespräch mit den Vorgesetzten:

  • An welcher Stelle nützt das neue Wissen dem Unternehmen?
  • In welche Projekte können die erworbenen Kenntnisse eingebracht werden?
  • Welche Erfolge lassen sich im Detail erzielen?
  • Erhält das Unternehmen durch die Qualifikation finanzielle Vorteile?
  • Kann die Weiterbildung der Imagepflege des Unternehmens dienen? Denn erfolgreiche und hoch qualifizierte Arbeitnehmer können als eine Art Aushängeschild für ein Unternehmen gelten.
  • Welche Eigenleistung kann ich einbringen? Bin ich eventuell dazu bereit, Freizeit oder auch Urlaubstage für die Weiterbildung zu opfern?

Tipps für das richtige Vorgehen

Um den Vorgesetzten von der Kostenübernahme zu überzeugen, muss dieser zunächst von den Plänen in Kenntnis gesetzt werden. Damit alle Details und wichtige Fakten genannt werden, ist es wichtig, sich auf diesen Termin vorzubereiten.

  • Gesprächstermin vereinbaren: Mit der Forderung nach einer Kostenübernahme sollte der Arbeitgeber nicht überrumpelt werden. Deshalb bietet es sich an, zuvor einen Gesprächstermin zu vereinbaren.
  • Ablaufplan und eventuell Infobroschüren vorlegen: Diese können die Weiterbildungsmaßnahme veranschaulichen.
  • Vorteile für das Unternehmen herausstellen: Detailliert aber ohne Umschweife darstellen.
  • Eigenleistung benennen: Eine Weiterbildungsmaßnahme ist nicht nur mit Kosten verbunden, sondern Mitarbeiter müssen häufig auch ihre Freizeit oder Urlaubstage opfern.
  • Bindung zum Unternehmen: Nicht jeder gut qualifizierte Mitarbeiter bleibt im Unternehmen. Deshalb ist es wichtig, Befürchtungen des Arbeitgebers im Vorhinein zu entkräften. Durch ein klares Bekenntnis lassen sich derartige Missverständnisse aus dem Weg räumen.

Ist der Arbeitgeber nicht direkt bereit, für die Weiterbildungskosten aufzukommen, können auch Kompromisse eingegangen werden. In manchen Unternehmen werden derartige Kosten zum Beispiel nur übernommen, wenn die Maßnahme erfolgreich absolviert wurde. Dadurch muss der Arbeitnehmer zwar in Vorleistung treten, erhält die Kosten bei erfolgreichem Abschluss jedoch zurück.


Bildquelle: woaiss/Shutterstock

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Oliver Schoch

Oliver Schoch

Oliver ist gelernter Bankkaufmann und war über zehn Jahre bei mehreren Banken in verschiedenen Bereichen tätig, unter anderem in der Kundenbetreuung. Seit 2008 ist er als freiberuflicher Finanz-Journalist und Fachredakteur tätig.