Mit diesen No-Gos im Bewerbungsgespräch vernichten Sie Ihre Jobchancen

In einem Vorstellungsgespräch können Sie vieles richtig machen – und noch mehr falsch. Hier sind die häufigsten No-Gos von Bewerbern.


Jedes Bewerbungsgespräch ist unterschiedlich. Das eine Mal gleicht es einem freundlichen Kaffeeklatsch und das andere Mal werden Sie bewusst unter Druck gesetzt, um Ihre Reaktion in Stresssituationen zu testen. Eine exakte Vorbereitung ist deshalb nicht möglich. Doch folgende No-Gos sollten Sie unbedingt vermeiden, denn sie vernichten jegliche Chancen auf den Job – und zwar in jeder „Art“ Vorstellungsgespräch:

1. Sie kommen zu spät
Unpünktlichkeit ist der Klassiker unter den No-Gos im Vorstellungsgespräch. Völlig egal, ob Ihr Auto auf der Fahrt einen Totalschaden erlitten hat, ob es ein Erdbeben gab oder die Welt untergegangen ist – Unpünktlichkeit wird nur von den wenigsten Arbeitgebern verziehen. Da mag Ihre Ausrede noch so gut sein.

2. Sie essen
Sie haben es geschafft und sind nicht nur pünktlich, sondern sogar 15 Minuten vor der Zeit angekommen. Nur für ein Frühstück hat es zu Hause nicht mehr gereicht. Also packen Sie Ihren Snack aus oder kauen während des Bewerbungsgesprächs genüsslich Kaugummi? Falsch! Essen jeder Art hat beim Vorstellungsgespräch nichts verloren.

3. Sie lästern
Natürlich wird es einen Grund haben, dass Sie Ihren vorherigen Arbeitgeber verlassen und eine neue Stelle antreten möchten. Lästern hinterlässt trotzdem einen schlechten Eindruck. Schließlich möchte Ihr potentieller neuer Arbeitgeber auch nicht, dass Sie in Zukunft irgendwann schlecht über ihn reden. Zudem können „Lästertanten“ die Betriebsatmosphäre nachhaltig vergiften.

4. Sie riechen nach Alkohol
Alkoholgeruch ist im Bewerbungsgespräch natürlich ein absolutes No-Go. Bleiben Sie also der Party am Vorabend fern und auch ein Schuss Whiskey im Kaffee sollte es an diesem Morgen wohl nicht sein.

5. Sie erscheinen in Begleitung
Auch, wenn Sie nervös oder allgemein nicht gerne alleine sind, hinterlässt es doch einen sehr seltsamen Eindruck, wenn Sie beim Vorstellungsgespräch mit einer Begleitperson auftauchen. Wurden Sie zum Beispiel von Ihrer Mutter gefahren oder hat Ihr Freund Sie als moralische Unterstützung zu Ihrem Termin begleitet, ist das völlig in Ordnung. Dennoch sollten Sie außer Sichtweite sowie natürlich außerhalb des Unternehmensgebäudes warten. Wie wäre es mit einem Spaziergang in der Sonne, während Sie das Bewerbungsgespräch absolvieren?

6. Sie sind sichtlich unvorbereitet
Vorbereitung ist das A und O, um im Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck zu hinterlassen. Auch Sie gehen schließlich davon aus, dass sich die Personaler im Voraus über Sie informiert und Ihre Bewerbungsunterlagen studiert haben. Recherchieren Sie deshalb im Vorfeld umfassend über das Unternehmen sowie Ihren potentiellen zukünftigen Arbeitsplatz. Bereiten Sie sich zudem auf die häufigsten Fragen vor, wie zum Beispiel die nach Ihren Stärken und Schwächen.

7. Sie haben einen Blackout
Sei es aufgrund mangelnder Vorbereitung oder Ihrer Nervosität – ein Blackout kommt im Vorstellungsgespräch auf der Bewerberseite sehr häufig vor. Doch wenn Sie überhaupt nichts sagen, womit wollen Sie die Personaler beeindrucken?

8. Sie vergessen den Namen
Es ist eine Frage der Höflichkeit, sich bei der Vorstellungsrunde die Namen Ihrer Gesprächspartner zu merken. Ihr Gegenüber mit dem Namen anzusprechen, hinterlässt einen positiven ersten Eindruck und zeugt von Interesse. Sollten Sie Schwierigkeiten damit haben, sich Namen zu merken, versuchen Sie es mit einer Eselsbrücke.

9. Sie wirken desinteressiert
Der Arbeitgeber sucht nach motivierten Arbeitnehmern. Ein guter Personaler weiß: Mit ausreichend Motivation lassen sich selbst mangelnde Qualifikationen oder zu wenig Berufserfahrung locker ausgleichen. Andersherum bedeutet dies, dass ein Bewerber noch so qualifiziert sein kann, bei fehlender Motivation jedoch keine Bereicherung für das Unternehmen darstellen wird. Je motivierter Sie also im Vorstellungsgespräch wirken, desto besser sind Ihre Chancen auf eine Zusage. Und wie wirken Sie motiviert? Durch ernsthaftes Interesse! Stellen Sie Fragen, hören Sie aufmerksam zu und machen Sie sich gegebenenfalls Notizen.

10. Sie haben eine schlechte Körpersprache
Der erste Eindruck ist bekanntlich bleibend. Das bedeutet, dass Ihr äußeres Erscheinungsbild Ihrem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber auf Anhieb gefallen muss. Kleidung, Körpersprache, Mimik und Gestik müssen also selbstbewusst sowie sympathisch wirken. Üben Sie zum Beispiel im Vorfeld mit Freunden oder Familienmitgliedern und holen Sie sich konstruktives Feedback ein. Augenkontakt, eine aufrechte Körperhaltung sowie ein strahlendes Lächeln sind dabei bereits die halbe Miete.

11. Sie legen den Fokus auf das Geld
Natürlich möchten Sie den Job nicht nur aus Spaß, sondern Sie müssen davon auch Ihre Miete bezahlen und Familie ernähren können. Trotzdem darf der Personaler nicht den Eindruck erhalten, es ginge Ihnen nur um das Gehalt. Die Frage des Geldes wird, wenn überhaupt, erst am Ende des Vorstellungsgesprächs geklärt. Unrealistische Gehaltsvorstellungen können Sie dabei schnell ins Aus katapultieren. Informieren Sie sich deshalb im Vorfeld darüber, wie viel Sie verlangen können und sollten.


Bildquelle: tsyhun/Shutterstock

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