Persönlichkeits-Check: Sind Sie ein Scanner oder ein Taucher?

Jeder Mensch ist anders und individuell. Geht es nach Autorin Barbara Sher, lassen sich alle jedoch in zwei Lager aufteilen: Taucher und Scanner.


Wenn es um die eigene Karriere geht, haben viele klare Vorstellungen und Ziele, die sie bis zum Zeitpunkt X erreichen wollen. Andere wiederum sind sich nie wirklich sicher, wohin die Reise gehen soll. Anstatt sich auf ein Ziel zu fokussieren, probieren sie verschiedene Wege aus und wechseln häufig hin und her. Die US-Amerikanerin Barbara Sher, die als Coach arbeitet und unter anderem das Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast.“ geschrieben hat, unterteilt diese beiden Persönlichkeitstypen in sogenannte Taucher und Scanner. Was genau das bedeutet, verrät Ihnen der nachfolgende Beitrag.

Taucher vs. Scanner

In ihrem Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast.“ beschreibt Barabara Sher sowohl die Taucher als auch Scanner und stellt die beiden Persönlichkeitstypen bewusst gegenüber.

Ihrer Meinung nach sind Taucher Menschen, die sich auf ein ganz bestimmtes Ziel oder eine Leidenschaft fokussieren. Im beruflichen Kontext kann das zum Beispiel bedeuten, der oder die Beste auf einem bestimmten Gebiet zu werden oder sich fachlich punktgenau weiterzuentwickeln. Der hieraus resultierende Expertenstatus wird in der modernen Arbeitswelt als überaus positiv bewertet und extrem geschätzt. Taucher haben demnach sehr gute Chancen, an begehrte Jobs zu kommen. Sie sind meist die Menschen, die eine schnurgerade Karriere ohne Stolpersteine und Überraschungen hinlegen.

Dem Taucher gegenüber steht der Scanner. Dieser Persönlichkeitstyp zeichnet sich in erster Linie durch vielfältige Interessen aus. Anders als der Taucher fokussiert er sich nicht klar auf ein Ziel, sondern entwickelt verschiedene Leidenschaften. Ein sehr gutes Beispiel für den Taucher ist Leonardo da Vinci, der nicht nur ein begnadeter Künstler, sondern auch Wissenschaftler, Ingenieur, Architekt und Philosoph war. Man kann durchaus sagen, dass der Italiener auf vielen Gebieten überaus begabt und erfolgreich war. Da Vinci beweist, dass man auch als klassischer Scanner ohne Spezialisierung auf ein bestimmtes Gebiet durchaus erfolgreich sein kann. Einen Scanner erkennt man unter anderem daran, dass er häufig den Job und auch die Branche wechselt und keine Angst vor Quereinstiegen hat. Sein Lebenslauf gleicht nicht selten einer Achterbahnfahrt und bietet reichlich Gesprächsstoff.

Taucher und Scanner im Überblick

Taucher Scanner
Spezialisierung auf ein Gebiet („Eintauchen in die Materie“) vielseitige Interessen und Leidenschaften („Scannen aller Möglichkeiten“)
Fokussierung eines bestimmten Ziels keine Spezialisierung / kein Expertenstatus
Herausbildung eines Expertenstatus häufig Wechsel des Karrierewegs
punktgenaue Karriereplanung realisiert mehrere Projekte gleichzeitig
besitzt meist ein großes Talent meist verschiedene Talente
geradlinige Karriere begeisterungsfähig
  bereit für Quereinstiege

Verschiedene Herausforderungen

Sowohl die Scanner- als auch die Taucher-Persönlichkeiten haben eindeutige Vorzüge, die sie für den Arbeitsmarkt attraktiv machen. Dem gegenüber stehen jedoch auch einige Herausforderungen, mit denen sich beide Persönlichkeitstypen auseinandersetzen müssen.

Während die Taucher schnell Gefahr laufen, sich zu schnell in ein bestimmtes Ziel zu verbeißen (das vielleicht gar nicht erreichbar ist), neigen Scanner häufig dazu, auf mehreren Hochzeiten zu tanzen und trotzdem nirgendwo richtig präsent zu sein. Die Lösung des Problems? Versuchen Sie, das beste beider Typen miteinander zu kombinieren. Nirgendwo steht geschrieben, dass man nur das eine oder das andere sein darf.

Wenn Sie beispielsweise der Meinung sind, ein klassischer Taucher zu sein, kann es helfen, ab und zu auch mal über den Tellerrand zu schauen. Es ist durchaus möglich, dass Sie hier Themengebiete und Aspekte finden, die ebenfalls interessant sind und mit denen man sich ruhig einmal intensiver auseinandersetzen kann.

Sind Sie hingegen eher ein Scanner, ist es das A und O, sich bestmöglich zu organisieren. Wer immer nur von einer fixen Idee zur anderen springt und nie etwas beendet, kommt dem großen Karriereziel auch nicht näher. Es ist durchaus in Ordnung, mehrere Eisen im Feuer zu haben, doch sollten diese auch wirklich geschmiedet werden. Als Scanner sollten Sie stets darauf bedacht sein, Ihre Gedanken zu strukturieren und einen Plan daraus zu entwickeln. Auf diese Weise lassen sich auch mehrere Projekte parallel realisieren.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Betrachten Sie sich als Scanner oder als Taucher? Oder sind Sie doch eher eine eindeutige Mischung aus den beiden Persönlichkeitstypen nach Barbara Sher?


Bildquelle: romantitov/Shutterstock

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Jessika Fichtel

Jessika Fichtel

Als studierte Journalistin versteht es Jessika genau, Informationen und Hintergrundwissen auf den Punkt zu präsentieren. Die Erfurterin arbeitet als freiberufliche Online-Redakteurin und hat sich auf die Bereiche Job und Karriere spezialisiert. Ihr Steckenpferd ist das Thema „digitales Arbeiten“, denn damit setzt sich die Freelancerin tagtäglich auseinander.