Tipps zu mehr Kreativität im Job

Kreative Köpfe sind in Unternehmen gefragt. Doch nicht immer gelingt es, innovativ zu denken. Mit einigen Methoden ist es jedoch gezielt möglich, der eigenen Kreativität auf die Sprünge zu helfen.


In immer mehr Berufen wird von Mitarbeitern ein hohes Maß an Kreativität verlangt. Kreativität ist dabei nicht nur zur Lösung von Problemen oder zur Ausarbeitung neuer Konzepte wichtig, sondern auch für die Weiterentwicklung eines Unternehmens ist sie häufig unentbehrlich. Doch nicht immer ist es leicht, kreativ zu denken. Selbst besonders kreative Denker stoßen in manchen Fällen an ihre Grenzen und müssen einige Tricks anwenden.

Sechs Methoden zur Förderung der Kreativität

Um neue Wege zu bestreiten, muss das Gehirn mehr leisten, als wenn es auf den gewohnten Trampelpfaden verweilt. Deshalb bedarf es häufig einiger Umwege, um frische kreative Ideen zu entwickeln. Folgende Methoden sind einfach umzusetzen und können dennoch dabei helfen, die Kreativität zu fördern.

1. Neue Wege finden durch negative Szenarien
Kreativität wird in Unternehmen in der Regel dazu eingesetzt, etwas zu verbessern. Doch häufig ist es schwer, positiv zu denken. Negativ zu denken fällt hingegen deutlich leichter. Deshalb kann es hilfreich sein, sich negative Szenarien auszudenken. Diese Szenarien sollten gesammelt und im Anschluss ins Positive gedreht werden. Dadurch ist es möglich, völlig neue Wege zu finden.

2. Inspiration in anderen Geschäftszweigen suchen
Neue Inspirationen können oftmals in vollkommen anderen Geschäftszweigen gefunden werden. Wer sich bewusst und ohne zu bewerten auf andere Berufswelten einlässt, erhält die Möglichkeit, kreative Ansätze mitzunehmen, welche bei der eigenen Geschäftsentwicklung weiterhelfen können.

3. Brainwriting im Team
Kreative Ideen entstehen häufig im Team. Aber nicht jeder Mitarbeiter ist gleichermaßen in der Lage, seine Kreativität im Team herauszulassen. In diesen Fällen kann die Brainwriting-Methode helfen. Dazu benötigt wird lediglich ein Stapel Papier und Stifte. Jeder Teilnehmer kann nun seine Idee auf einen Zettel schreiben. Diese Notizen werden dann an die anderen Teilnehmer gereicht. Jeder Teilnehmer erhält nun reihum die Möglichkeit, etwas zu ergänzen. Ebenso kann auf eigene Angaben verzichtet werden. Durch diese Methode lassen sich viele Ideen im Team weiterentwickeln, die sonst vielleicht überhaupt nicht angesprochen worden wären.

4. Rollenwechsel
Wer nicht selbst auf neue Ideen kommt, kann es einmal mit einem Rollenwechsel ausprobieren. Dabei kann es zunächst wichtig sein, sich Gedanken über die Zielgruppe und deren besondere Wünsche und Vorstellungen zu machen. Die Orientierung am persönlichen Umfeld, wie den eigenen Kindern, Eltern oder Großeltern, fällt oftmals besonders leicht. Was würde die eigene Mutter an diesem Produkt reizen oder welche Ansprüche würde das Kind äußern?

5. Übertreibungen sind erlaubt
Um kreative Lösungen entwickeln zu können, sollten übertriebene Ideen nicht tabu sein. Sie können als wichtiger Lösungsweg dienen und helfen, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Wer extreme Gedanken zulässt, kann darin neue Ansätze finden, mit welchen weiter gedacht werden kann, bis daraus realistische Pläne entstehen können.

6. Dem Zufall auf die Sprünge helfen
So manche kreative Idee entstand plötzlich und scheinbar rein zufällig. Diesen spontanen Einfällen lässt sich durch eine Methode auf die Sprünge helfen. Dabei helfen kann ein einfaches Kartenspiel mit unterschiedlichen Motiven und Bildern. Die Bilder haben zunächst nichts mit dem Unternehmen zu tun. Jeder Teilnehmer sollte nun eine Karte ziehen und anhand des Motivs überlegen, was ihm dazu einfällt. Daraus können sich völlig neue und innovative Verknüpfungen und Ideen entwickeln.

Wichtige Grundregeln bei der Ideenfindung

Damit die Methoden tatsächlich zum Ziel führen, kann es helfen, sich an einige grundlegende Regeln zu halten. Zu diesen Regeln zählt zunächst, das Thema einzugrenzen und das Ziel klar zu formulieren. Steht das Ziel fest, kann der kreative Prozess der Ideenfindung begonnen werden. Ist dieser Prozess abgeschlossen, steht die Bewertung an.

In der Regel ist es dabei hilfreich, im Team zu arbeiten. Denn dadurch können anderen Überlegungen und Sichtweisen in den Prozess mit einbezogen werden. Damit eine Übersichtlichkeit gewährleistet werden kann, sollten alle Entwicklungen wie auch neue Ideen dokumentiert werden. Das ist bei der Arbeit im Team besonders anschaulich mithilfe eines Flipcharts möglich.


Bildquelle: udra11/Shutterstock

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Oliver Schoch

Oliver Schoch

Oliver ist gelernter Bankkaufmann und war über zehn Jahre bei mehreren Banken in verschiedenen Bereichen tätig, unter anderem in der Kundenbetreuung. Seit 2008 ist er als freiberuflicher Finanz-Journalist und Fachredakteur tätig.