Vorsicht Ansteckungsgefahr: Bürokrankheiten im Winter

Winterzeit ist Schnupfenzeit und so „rotzelt“ und „hustelt“ es leider auch im Büro meist in jeder Ecke. Wie können Sie die Ansteckungsgefahr mindern und in der kalten Jahreszeit gesund bleiben?


Es gibt so Zeiten, in denen gefühlt einfach jeder krank ist. Im November zum Beispiel oder im Februar ist von Magen-Darm-Grippen über Erkältungen meist alles dabei. Gerade in Großraumbüros kann es dann zur echten Herausforderung werden, sich vor der kursierenden Grippewelle zu schützen. Wir verraten Ihnen heute, wie es dennoch klappen kann, damit Sie möglichst gesund durch die kalte Jahreszeit kommen.

Die Hälfte aller Deutschen geht regelmäßig krank ins Büro

Anstecken können Sie sich im Winter theoretisch überall: Bei Ihren Kindern, welche die umgehende Magen-Darm-Grippe aus dem Kindergarten mitbringen, bei dem erkälteten Kunden, dem Sie beim morgendlichen Beratungsgespräch die Hand geschüttelt haben, oder selbst beim Einkaufen im Supermarkt. Als Faustregel gilt natürlich: Je mehr Menschen auf engem Raum, umso höher ist die Ansteckungsgefahr. Darunter fallen leider auch Großraumbüros. Laut einer auf Statista veröffentlichten Umfrage geht die Hälfte aller Vollzeitbeschäftigten mindestens zweimal pro Jahr krank ins Büro. Bei Vorgesetzten sind es sogar 54 Prozent. 

Doch gerade dieses Pflichtbewusstsein kostet die Unternehmen jedes Jahr Milliardenbeträge. Die Welt zitiert aus zwei US-amerikanischen Studien: Der Produktivitätsverlust sowie die Kosten durch kranke Mitarbeiter am Arbeitsplatz liegen 7,5-mal höher als bei Fehlzeiten. US-amerikanische Unternehmen verzeichnen dadurch jährliche Einbußen von 180 Milliarden Dollar.  Fakt ist also: Kranke Mitarbeiter kosten ihren Arbeitgeber weniger, wenn Sie sich krankschreiben lassen. Zudem genesen sie dann schneller als bei übertriebenem Präsentismus.

Ansteckungsgefahr: So minimieren Sie Ihr Risiko einer Bürokrankheit

Gehen Sie daher mit gutem Beispiel voran und bleiben Sie das nächste Mal im Bett, wenn Sie krank sind. Leider wird über die Hälfte Ihrer Kolleginnen und Kollegen aber dennoch weiterhin ansteckend bei der Arbeit erscheinen. Alles, was Sie dagegen tun können, ist also sich aktiv vor den Bakterien und Viren zu schützen. Wie das in einem hoch frequentierten Großraumbüro gehen soll? Wir verraten es Ihnen:

  • Sorgen Sie für einen gesunden Lebenswandel mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung sowie genügend Schlaf. So stärken Sie Ihr Immunsystem und Ihr Körper kann sich besser gegen Erreger wehren.
  • Ein bisschen zusätzliches Vitamin C kann im Winter nicht schaden. Setzen Sie daher vermehrt auf Zitrusfrüchte wie Orangen oder Mandarinen. Ganz nebenbei versprüht Ihr Arbeitsplatz dann auch noch einen köstlich winterlichen Duft.
  • Hände schütteln? Nein danke! Achten Sie gerade – aber nicht nur – bei kranken Kolleginnen und Kollegen auf ausreichend Sicherheitsabstand. Körperkontakt wie die herzliche Umarmung oder Wangenküsschen zur Begrüßung sollten Sie in der Erkältungszeit lieber vermeiden. Und auch das typisch deutsche Händeschütteln muss im Winter nicht sein. Aber Vorsicht: Berücksichtigen Sie den Höflichkeitsknigge in Ihrem Unternehmen. Wenn Ihnen ein Kunde im Meeting die Hand entgegenstreckt, sollten Sie nicht ablehnen.
  • Beißen Sie dann lieber in den sauren Apfel und reichen Sie ihm ebenfalls die Hand. Wichtig ist, dass Sie sich anschließend mit dieser Hand nicht ins Gesicht fassen. Erst, wenn die Bakterien und Viren nämlich Ihre Schleimhäute erreichen, zum Beispiel Nase oder Mund, können sie in den Körper eindringen. Anschließend sollten sie sobald möglich Ihre Hände waschen. Experten raten zu mindestens 30 Sekunden und viel Seife.
  • Mütze und Schal sollten im Winter zu Ihrer Grundausstattung gehören. Sobald Sie frieren, muss Ihr Körper nämlich all seine Energie zum Wärmen aufwenden und zeitgleich das Immunsystem herunterfahren. Die Folge: Viren und Bakterien haben bei Ihnen freie Bahn. Packen Sie sich im Winter daher warm ein.
  • Wenn Sie sich „abhärten“ möchten, so setzen Sie lieber auf Wechselduschen. Beim Wechsel zwischen warm und kalt bringen Sie am Morgen Ihren Kreislauf optimal in Schwung und können sich auf Dauer über eine bessere Immunabwehr freuen. Einen ähnlichen Effekt hat übrigens ein Besuch in der Sauna. Das sorgt am Wochenende oder nach Feierabend für ein wenig Entspannung und ganz nebenbei steigen Ihre Chancen gesund durch den Winter zu kommen.

Wir wünschen Ihnen ansteckungsfreie Wintertage und freuen uns auf Ihre ganz persönlichen Tipps und Tricks gegen Bürokrankheiten!


Bildquelle: Roman Samborskyi/Shutterstock

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