Weihnachtsgeschenke im Job? Unsere „Dos und Don'ts“

„Kling, Glöckchen, klingelingeling…“ – Weihnachten steht endlich wieder vor der Tür und damit auch die Geschenkezeit. Doch wie sieht es eigentlich mit kleinen Gaben im Job aus – Ja oder Nein?


Für die einen ist Weihnachten ein reines Glaubensfest, für die anderen ein wahres Paradies zwischen Geschenken, Lebkuchen und Feiertagen. Tatsächlich gibt der Durchschnittsdeutsche jedes Jahr bis zu 500 Euro für Weihnachtsgeschenke aus.  

2016-12-10 22_48_29-• Umfrage zu Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in Deutschland 2014 _ Statistik.png

Quelle: Statista

Dies mag mitunter daran liegen, dass über 50 Prozent der Arbeitnehmer mit festem Beschäftigungsverhältnis noch das gute alte Weihnachtsgeld von ihrem Arbeitgeber erhalten (Quelle: Beamten-informationen.de). Die Frage ist nur: Sollten Sie sich beim alljährlichen Geschenkewahnsinn auf Ihre privaten Freunde und Bekannten beschränken oder auch jenen aus dem Büro eine kleine Freude machen? Und wenn ja, worauf müssen Sie achten? Hier kommen unsere „Dos und Don’ts“ zu Weihnachtsgeschenken am Arbeitsplatz.

„Don’ts“: Wenn das Weihnachtsgeschenk zum Fettnäpfchen wird

Fangen wir erst einmal mit der Problematik um Weihnachtsgeschenke an. Sie können am Arbeitsplatz nämlich für echte Verwirrung sorgen. Sollten Sie zum Beispiel jedem Teammitglied ein Weihnachtsgeschenk mitbringen außer einem, wird dies vielleicht hinterher als Mobbing ausgelegt. Und nehmen Sie als Führungskraft stattdessen ein Weihnachtsgeschenk von einem Mitarbeiter an, welcher im Jahr drauf von Ihnen befördert wird, legt Ihnen das ein Arbeitsgericht eventuell hinterher als Vorteilsannahme oder Bestechlichkeit aus und prompt sind Sie Ihren Job los. Klar handelt es sich hierbei um extreme Ausnahmefälle. Doch machen sie uns deutlich: Das mit den Weihnachtsgeschenken am Arbeitsplatz ist gar nicht so leicht. Hier lauern nämlich zahlreiche Fettnäpfchen, weshalb Sie folgende „Don’ts“ unbedingt vermeiden sollten:

  • Nur einzelnen Teammitgliedern Geschenke an den Arbeitsplatz mitbringen und anderen wiederum nicht.
  • Geschenke über einem Wert von 20 bis 25 Euro verteilen, da dies vor Gericht häufig als „Grenzwert einer Bestechung“ gilt.
  • Anstößige oder anderweitig unangemessene Geschenke, welche zum Beispiel diskriminierend oder auch politisch beziehungsweise religiös motiviert sind, haben ebenfalls am Arbeitsplatz nichts verloren.
  • Mit den Kollegen vereinbaren, dass Sie sich dieses Jahr keine Weihnachtsgeschenke kaufen – und dann dennoch alle reichlich beschenken.
  • Nur dem Chef (üppige) Geschenke machen. Achtung: Schleimgefahr!
  • Ganz oder gar nicht: Lieber verteilen Sie überhaupt keine Geschenke als billige, die schon von Weitem erahnen lassen, dass Sie sich weder Gedanken gemacht noch Mühe gegeben haben.
  • Bewusst oder unbewusst versteckte Botschaften verschenken, wie rote Rosen oder Kakteen.

„Dos“: Weihnachtsgeschenke am Arbeitsplatz – so funktioniert’s!

Sie sehen: Bei Weihnachtsgeschenken für Ihre Arbeitskolleginnen und -kollegen können Sie vieles falsch machen – aber auch einiges richtig. Wie Sie wirklich für eine Freude sorgen und Ihre „schöne Bescherung“ keinen faden Beigeschmack erhält, verraten wir Ihnen in folgenden „Dos“:

  • Es gilt der Grundsatz: Alle oder keiner! Natürlich müssen Sie nicht das gesamte Unternehmen beschenken, doch sollten Sie zumindest für alle im Team oder in der Abteilung eine Kleinigkeit dabei haben – auch, aber eben nicht nur, für den Chef.
  • Ist Ihnen das zu viel Aufwand, Sie möchten aber Ihren liebsten Freunden oder besten Kolleginnen dennoch eine kleine Freude machen? So verlagern Sie die Geschenkübergabe in die Freizeit und sprechen Sie im Arbeitsumfeld nicht darüber. Auf diese Weise erfahren die „Nicht-Beschenkten“ nichts von der ungleichen Gabenmoral und haben daher auch keinen Grund für Neid oder Missgunst.
  • Haben Sie mit Ihren Kolleginnen und Kollegen vereinbart, dass Sie sich dieses Jahr nichts schenken, so sollten Sie sich auch daran halten. Ansonsten sorgen Sie für nichts als Verlegenheit.
  • Wenn Sie so gar nicht davon lassen können, am Arbeitsplatz ein paar kleine Aufmerksamkeiten zu verteilen, basteln Sie doch süße Weihnachtskarten oder backen Sie köstliche Plätzchen und laden Sie zu einer kurzen Fünfminutenpause in der Mitte des Büros ein. Das schönste Geschenk zu Weihnachten ist schließlich gemeinsame Zeit.
  • Eine altbewährte Alternative zu den Weihnachtgeschenken im Büro ist das klassische „Wichteln“. So muss jeder nur ein Geschenk besorgen und niemand geht leer aus. Aber Vorsicht: Auch hier sollte das Budget nur bei fünf bis zehn, höchstens aber 20 Euro liegen!

Haben Sie konkrete Ideen für günstige, aber dennoch kreative Weihnachtsgeschenke am Arbeitsplatz? Worüber haben Sie sich schon einmal sehr gefreut und welches Schenkverhalten erleben Sie im Job stattdessen als besonders unangemessen? Wir sind gespannt auf Ihre Anekdoten in den Kommentaren!


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