5 (erprobte) Praxis-Tipps fürs Coworking

Coworking, also gemeinschaftliches und kollaboratives Arbeiten, ist nicht nur für Selbstständige attraktiv, sondern wird auch für immer mehr Arbeitnehmer interessant. Doch viele wissen gar nicht, wie diese neue Form der Arbeit in der Praxis funktioniert.


Coworking Spaces sprießen gerade wie Pilze aus dem Boden und haben sich längst vom Trend zum festen Bestandteil der New Work-Bewegung gewandelt. Die offenen Büroflächen versprechen maximale Work-Life-Integration und unzählige Begegnungen mit spannenden Persönlichkeiten. Das Zusammentreffen der unterschiedlichsten Menschen beflügelt die Kreativität und sorgt nicht selten dafür, dass gemeinsam neue Projekte ausgeheckt werden. Doch wie verhält man sich als „Einsteiger“ ohne jegliche Coworking-Erfahrung? Lesen Sie hier 5 in der Praxis erprobte Tipps, die Ihnen dabei helfen, sich an das kollaborative Arbeiten heranzutasten.

Tipp #1: Fangen Sie klein an

Es ist nie verkehrt, hohe Ansprüche an sich selbst zu haben, doch sollten Sie diese im Fall vom Coworking lieber ein bisschen zurückschrauben. Die ersten Male, die Sie in einem Coworking Space arbeiten, werden Sie wahrscheinlich damit beschäftigt sein, Ihre Umgebung zu erkunden und neue Kontakte zu knüpfen. Die Arbeit spielt dabei meist eine untergeordnete Rolle – und das muss auf jeden Fal okay sein.

Um dennoch nicht am Ende des Tages frustriert zu sein, weil die to do-Liste nicht abgearbeitet wurde, sollten Sie sich lieber kleinere Ziele stecken, die auch wirklich erreicht werden können.

Tipp #2: Öffnen Sie sich

Coworking kann nur dann funktionieren, wenn Sie mit einer grundlegenden Offenheit an die Sache herantreten. Wer jedes Gespräch abblockt und nichts mit den anderen Coworkern zu tun haben will, hat das Konzept dieses neuen Arbeitsmodells nicht verstanden.

Coworking bedeutet nicht, nebeneinander her zu arbeiten, sondern miteinander Ideen zu entwickeln, sich auszutauschen und darauf aufbauend Neues entstehen zu lassen. Es mag zu Beginn vielleicht etwas Überwindung kosten, sich teils völlig fremden Menschen zu öffnen, doch werden Sie schon nach kurzer Zeit feststellen, wie fruchtbar eine solche Zusammenarbeit sein kann.

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Tipp #3: Haben Sie immer Kopfhörer dabei

So spannend und produktiv der Austausch mit anderen Coworkern auch sein kann, irgendwann muss jeder einmal konzentriert und fokussiert arbeiten. Musik – natürlich nur über Kopfhörer abgespielt – kann Ihnen dabei helfen, Ihre Umwelt auszublenden und vollständig in der Arbeit zu versinken. Doch Vorsicht, Musik kann auch das genaue Gegenteil bewirken und Sie von Ihren Aufgaben ablenken. Für diesen Fall haben viele Coworking Spaces kleinere und manchmal auch größere Rückzugsräume, in denen ein mehr oder weniger striktes Redeverbot herrscht. Hier ist konzentriertes Arbeiten definitiv möglich.

Tipp #4: Schaffen Sie Routinen

Sie befürchten ganz allgemein, dass Sie das neue Umfeld im Coworking Space zu sehr von Ihren Aufgaben ablenkt? Dann etablieren Sie eine morgendliche Routine, die Sie „abholt“ und den „Arbeitsmodus aktiviert“. Wenn der Tag immer mehr oder weniger gleich beginnt, können Sie sich viel besser auf die Situation einstellen und sich mit den zahlreichen wechselnden Komponenten in einem Coworking Space arrangieren. Wenn man so will, dann kann die Routine auch sinnbildlich als Anker verstanden werden, der Ihnen Sicherheit und Halt bietet.

Tipp #5: Nutzen Sie die Chancen aktiv

Coworking Spaces sind besondere Arbeitsräume, in denen sehr viel möglich ist. Viele, die hier ihren Job ausüben, wissen gar nicht, welche Potentiale im Coworking stecken und was sie sich durch mangelndes Aktivwerden entgehen lassen. Wenn Sie maximal von Ihrem Arbeitsplatz im Coworking Space profitieren wollen, sollten Sie die Chancen, die Ihnen geboten werden, auf jeden Fall aktiv nutzen. Kommen Sie mit anderen ins Gespräch, nutzen Sie die Mittagspause als Netzwerk-Event, tauschen Sie sich mit Experten aus und trauen Sie sich, auch einmal unbekanntes Terrain zu betreten. Auch die berufliche Flexibilität, die durch das Coworking entsteht, kann als großes (aber leider viel zu selten genutztes) Potential verstanden werden.

In diesem Sinne: Happy Coworking!


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