5 Themen-Strategien für Ihren Unternehmensblog

So sinnvoll es auch ist, einen Unternehmensblog zu führen, so nervenaufreibend kann es auch sein. Eines der häufigsten Probleme: Fehlende Themen.

Wie Sie an das Thema Corporate Blogging am besten herantreten, haben wir Ihnen vor wenigen Wochen in diesem Beitrag erklärt. Wer die Basics verinnerlicht hat, kann sich natürlich gleich ans Werk machen. Doch Moment mal! Worüber genau soll eigentlich gebloggt werden? Damit Ihr Unternehmensblog die gewünschten Erfolge mit sich bringt, ist es von größter Wichtigkeit, nicht einfach über Belangloses zu schreiben. Auch pausenlose Werbung für die eigene Firma ist absolut fehl am Platz. Nachfolgend finden Sie fünf Themen-Strategien, die Ihrem Corporate Blog die nötige Relevanz und auch Würze verleihen.

#1 Mitarbeiter und ihre Berufe vorstellen

Corporate Blogging ist eine Gratwanderung. Einerseits möchte man den Lesern natürlich etwas über das eigene Unternehmen berichten, andererseits soll der Kanal aber auch nicht zur Dauerwerbesendung verkommen. Einen guten Mittelweg bieten Porträts, in denen unterschiedliche Mitarbeiter und ihre Aufgaben im Betrieb vorgestellt werden.

Der allgemeine Aufhänger einer solchen Artikel-Reihe könnte lauten: „Diese Berufe sind in unserem Unternehmen vertreten“. Doch weil das bloße Auflisten von Eckdaten und Fakten auf Dauer ziemlich langweilig ist, wird ein Mitarbeiter einbezogen, der dem Beitrag automatisch eine gewisse Emotionalität und Greifbarkeit verleiht.

Tipp: Natürlich sind solche Mitarbeiter-Porträts dann besonders spannend, wenn die Berufe möglichst unbekannt und/oder interessant sind.

#2 Aktuelle Trends und Entwicklungen aufgreifen

Aktuelle Themen, die sowieso gerade heiß im Internet diskutiert werden, eignen sich hervorragend für einen spannenden Artikel auf Ihrem Corporate Blog. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Die Menschen wollen sich darüber informieren und suchen nach entsprechenden Beiträgen im Internet. Wenn Sie aktuelle Themen aufgreifen, bedeutet das automatisch auch Relevanz – was wiederum gut für Ihr Suchmaschinen-Ranking ist.

Beispiele für aktuelle Themen:

Vor Kurzem sorgte das „neue“ soziale Netzwerk Vero für digitale Schlagzeilen. Obwohl es die App schon seit 2015 gibt, war sie erst Ende Februar 2018 in aller Munde. Wohl dem, der einen passenden Blog-Artikel zu dem Thema parat hatte.

Ähnlich verhält es sich im Fall der DSGVO. Die EU-Datenschutzgrundverordnung, die am 25. Mai 2018 endgültig in Kraft tritt, sorgt gerade für ziemlich viel Wirbel in der Online-Welt. Es lohnt sich demzufolge durchaus, darüber zu bloggen.

Tipp: Manchmal ist es extrem schwer, zu gewissen Hype-Themen noch etwas Neues beizusteuern. Wenn Sie feststellen, dass schon alles gesagt wurde, ist es eine gute Idee, sich verschiedene (gelungene) Artikel herauszupicken und dazu Stellung zu nehmen/seine eigene Meinung zu äußern.

#3 Tipps und Tricks aus dem eigenen Fachgebiet

Instaffo ist eine Plattform, die Personalern bei der Suche nach potentiellen Bewerbern und der direkten Ansprache hilft. Demzufolge ist es nur sinnvoll, dass wir auf unserem Blog häufig Themen aus dem Bereich HR aufgreifen und praktische Tipps und Tricks zur Personalbeschaffung teilen. Das bietet nämlich nicht nur einen Mehrwert, sondern leitet auch automatisch unsere Zielgruppe auf unsere Webseite.

Dieses Prinzip kann natürlich in jede Branche und jeden Fachbereich übertragen werden. Eine Marketing-Agentur wird beispielsweise bevorzugt über Social Media-Trends und PR-Themen bloggen. Eine virtuelle Assistentin befasst sich gern mit Tools und Selbstmanagement und die Firma, die handgefertigtes Hundespielzeug verkauft, gibt ihren Blog-Lesern Tipps zur richtigen Erziehung des vierbeinigen Freundes.

Tipp: Sofern die Blogbeiträge die richtige fachliche Qualität aufweisen (Stichwort: Recherche!), können Sie hierdurch durchaus einen Expertenstatus aufbauen beziehungsweise diesen unterstreichen.

#4 Saisonale Themen mit dem eigenen Business verknüpfen

Diese Strategie weist einige Parallelen zu den aktuellen Trends und Entwicklungen auf. Doch Vorsicht, es reicht natürlich nicht aus, Ihre Leser lediglich darauf hinzuweisen, dass bald Weihnachten vor der Tür steht.

Wer auf saisonale Themen wie Feiertage, Jahreszeitenwechsel, Traditionen und Aktionen hinweisen will, sollte immer darum bemüht sein, einen Bezug zum Unternehmen herzustellen. Hier ein Beispiel, das diese Aussage unterstreicht:

Nehmen wir an, Sie bloggen für ein Mode-Unternehmen und wollen gern etwas über die anstehende Festival-Saison schreiben. Sinnvoll wäre in diesem Fall beispielsweise, Tipps für den perfekten Festival-Look zu verraten und im zweiten Teil des Artikels darauf hinzuweisen, welche Kleidungsstücke besser gleich zuhause gelassen werden können. Denkbar ist auch, das Ober-Thema „Mode auf Festivals“ in mehrere Unter-Themen zu splitten und eine kleine Artikelreihe daraus zu machen.

#5 Experten zu Wort kommen lassen

Wenn Sie das Gefühl haben, gerade nichts zu sagen zu haben, dann lassen Sie doch einfach andere zu Wort kommen. Experten-Interviews beziehungsweise Beiträge, in denen „die Profis“ zitiert werden, sind extrem beliebt. Das liegt daran, dass sie den Anschein erwecken, einen extrem hohen Mehrwert zu bieten. Dies sollte natürlich auch unbedingt der Fall sein, wenn Sie Ihre Leser nicht enttäuschen und vergraulen wollen.

Nicht immer wird Ihnen sofort einfallen, worüber Sie als nächstes auf dem Unternehmensblog schreiben sollen. Wenn Sie jedoch an die hier vorgestellten Strategien denken, wird Ihnen mit Sicherheit immer wieder etwas einfallen.


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