7 Fehler, die Bewerber bei der Jobsuche vermeiden sollten

Bei der Jobsuche können Bewerber vieles richtig machen, leider aber auch vieles falsch. Folgende sieben „klassische“ Fehler sollten Sie daher unbedingt vermeiden.

Für manche Bewerber ist die Jobsuche ein wahrer Hürdenlauf. Sie versenden dutzende bis hunderte Bewerbungen und erhalten dennoch keine Rückmeldungen – oder zumindest keine positiven. Hin und wieder folgt vielleicht sogar die Einladung zum Vorstellungsgespräch, doch auch darauf folgt nichts als Enttäuschung. Wenn auch Sie große Probleme mit der Suche nach einer neuen Anstellung haben, kann das vielfältige Ursachen haben. Mangelnde Qualifikationen zum Beispiel, ein „zu hohes“ Lebensalter oder eben auch Fehler, mit welchen Sie sich im Bewerbungsprozess selbst ins Aus schießen, ohne es zu wissen. Folgende sieben Klassiker machen vielen Bewerbern einen Strich durch die Rechnung, weshalb Sie diese unbedingt vermeiden sollten:

1. Selbstmarketing? Brauche ich nicht!
Zugegeben, mit dem Wort Selbstmarketing wird derzeit stark um sich geworfen und dementsprechend entnervt reagieren viele Bewerber darauf. Doch leider ist es Fakt, dass Sie bei der Jobsuche heutzutage nicht mehr auf ein solches Eigenmarketing verzichten können. Es geht darum, sich als attraktiver Arbeitnehmer, als Experte auf Ihrem Gebiet und eine unverzichtbare Fachkraft für das Unternehmen zu präsentieren – und zwar nicht nur in der Bewerbung, sondern auch im World Wide Web, auf sozialen Netzwerken wie XING oder LinkedIn, im Vorstellungsgespräch und und und…

2. Peinlich! Fehler in der Bewerbung
Doch Sie werden im Recruiter nicht den Wunsch wecken, Sie zum Vorstellungsgespräch einzuladen oder sogar einzustellen, wenn Sie Ihr gelungenes Selbstmarketing durch peinliche Fehler in der Bewerbung wieder zunichtemachen. Lassen Sie Ihre Unterlagen vom Anschreiben über den Lebenslauf bis hin zu allen Anlagen oder eventuellen Internetauftritten daher von Bekannten und Freunden, vielleicht sogar einem professionellen Lektor zur Korrektur lesen. Sie selbst werden für Ihr Geschriebenes nämlich irgendwann „betriebsblind“ und lesen einfach über Flüchtigkeitsfehler hinweg. Zudem ist nicht jeder ein Ass in Zeichensetzung & Co – doch vielleicht ist es der Personaler und sortiert Ihre Bewerbung bei (zu vielen) Fehlern direkt wieder aus.

3. Mutig? Lücken im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf ziehen nach wie vor die Aufmerksamkeit der Recruiter auf sich. Jedes geschulte Auge erkennt diese in Rekordzeit und dann müssen Sie sich im Vorstellungsgespräch garantiert auf die Frage nach diesen Lücken gefasst machen – wenn Sie überhaupt so weit kommen. Sehr markante Lücken im Lebenslauf sollten Sie daher entweder möglichst unscheinbar gestalten – zum Beispiel, indem Sie diese mit einem Praktikum oder Nebenjob füllen – oder direkt im Anschreiben kurz erläutern. Alles in allem gilt aber: Lücken im Lebenslauf sind durchaus mutig, sollten aber bestmöglich vermieden werden. Viele Recruiter halten nämlich (noch) nicht viel von modernen Arbeitskonzepten wie der Patchwork-Karriere, dem Sabbatical & Co.

4. Improvisation statt Vorbereitung
Eine gute Recherche ist nach wie vor das A und O für den Bewerbungsprozess. Sowohl in Ihren Bewerbungsunterlagen als auch dem Vorstellungsgespräch muss dem Personaler deutlich werden, dass Sie sich vorab über das Unternehmen informiert haben und weshalb Sie genau hier arbeiten möchten. Auch, wenn Sie sich gute Chancen auf die Stelle ausrechnen, sollten Sie die Bewerbung nicht auf die leichte Schulter nehmen oder eine unpersönliche Massenbewerbung an dutzende Unternehmen auf einmal versenden.

5. Gehalt – das richtige Maß finden
Manchmal wird bereits im Bewerbungsanschreiben die Nennung Ihres Gehaltswunsches gefordert. Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt dann aber meist die Frage nach Ihren finanziellen Vorstellungen. Wer hier zu tief ansetzt, schneidet sich damit ins eigene Fleisch. Dadurch strahlen Sie wenig Selbstbewusstsein aus, was auf eine schlechte Qualität Ihrer Arbeit schließen lassen könnte. Sollten Sie den Job dennoch ergattern, verdienen Sie fortan weniger, als eigentlich möglich gewesen wäre. Doch andersherum kann auch eine zu hohe Gehaltsforderung das Aus für Ihre Jobchancen bedeuten. Es ist daher wichtig, dass Sie sich vorab über Ihren Marktwert informieren, einen klaren Gehaltswunsch entwickeln und diesen auch nachvollziehbar begründen können.

6. Bitte, bitte, bitte…nicht betteln
Sie haben schon hunderte Bewerbungen geschrieben – ohne Erfolg? Sie müssen einen Kredit für ein Eigenheim abbezahlen und Ihre Ersparnisse neigen sich dem Ende? Egal, wie schlimm es wirklich steht: Sie dürfen niemals betteln. Sie werden dadurch vielleicht Mitleid vom Recruiter bekommen, gewiss aber nicht den Job. Bleiben Sie also stets selbstbewusst und arbeiten Sie lieber an der Verbesserung Ihrer Strategie bei der Jobsuche.

7. E-Mail-Adresse@Peinlichkeiten.com
Zuletzt machen sich Bewerber manchmal mit E-Mail-Adressen wie Schnucki123 oder SexyHasi456 lächerlich. Wählen Sie eine neutrale E-Mail-Adresse für den Versand Ihrer Bewerbungsunterlagen und die Kommunikation mit dem Unternehmen. Am besten geeignet ist hierfür eine Kombination aus Vor- und Nachname.

Welche weiteren klassischen Fehler von Bewerbern kennen Sie? Oder wen sortieren Sie als Recruiter selbst direkt aus – und weshalb? Vielen Dank für Ihre Kommentare!


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