Moodboards: So erstellen Sie die perfekte Präsentationshilfe

Vor allem in Kommunikations- und Designberufen spielen Moodboards eine wichtige Rolle. Doch was genau verbirgt sich dahinter und wie erstellt man ein professionelles Moodboard?

Moodboards gehören in der Kreativbranche längst zum beruflichen Alltag. In anderen Bereichen wird die Präsentationshilfe jedoch noch häufig unterschätzt. Was ein Moodboard ist, wie es Sie unterstützt und mit welchen Hilfsmitteln Sie es erstellen können – das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was ist ein Moodboard?

Ins Deutsche übersetzt bedeutet Moodboard so viel wie „Stimmungstafel“. Das Board kann sowohl digital als auch analog angefertigt werden und stellt eine Art Ideensammlung in Form einer Collage dar.

Ziel des Moodboards ist es, eine gewisse Stimmung zu visualisieren und somit zu verdeutlichen, in welche Richtung ein zuvor entwickelter Entwurf oder ein Konzept gehen soll. Hierbei spielen auch Gefühle, ästhetische Richtungen, Motive und unterschiedliche Stile eine große Rolle.

Ganz allgemein kann gesagt werden, dass Moodboards immer dann zum Einsatz kommen, wenn die Sprache an ihre Grenzen stößt. Die Präsentationshilfe transportiert nicht nur konkrete Gestaltungsideen, sondern auch Stimmungen, Bildsprachen und andere Aspekte, die einfach schwer in Worte zu fassen sind.

Wo kommt das Moodboard zum Einsatz?

Wie eingangs bereits erwähnt, hat das Moodboard seinen Ursprung in der Kreativbranche. Vor allem in gestalterischen Berufen wie Grafik- und Webdesign, Modedesign, Inneneinrichtung, Fotografie und Architektur sind Moodboards häufig im Einsatz. Sie helfen den Erstellern dabei, eine Idee oder ein erstes Konzept zu visualisieren und „greifbarer“ zu machen.

Doch nicht nur im Bereich Gestaltung erweist sich das Moodboard als vielseitige Präsentationshilfe. Wenn man so will, kann die „Stimmungstafel“ in nahezu jeder Branche und in jedem Beruf eingesetzt werden, um die Präsentation eines Produktes oder eines Konzepts zu untermauern.

Wie erstellt man ein Moodboard?

Wenn Sie ein Moodboard erstellen wollen, haben Sie grundsätzlich die Wahl zwischen einer analogen und einer digitalen Vorgehensweise.

Das analoge Moodboard

Viele Kreativköpfe schwören nach wie vor auf das analoge Moodboard. Hierfür brauchen Sie:

  • eine Tafel, Flipchart oder ähnliche Präsentationsfläche
  • verschiedene Fotos und Bilder, beispielsweise aus Zeitschriften, Online-Quellen und eigenen Arbeiten
  • Stoffproben, Karten, Poster, Etiketten, Farbfächer, getrocknete Naturmaterialien…
  • Magneten, Pins o.ä. zum Befestigen der Materialien

Der Entstehungsprozess eines solchen analogen Moodboards kann durchaus eine kreative Eigendynamik entwickeln, die wiederum neue Ideen und Ansätze hervorbringt. Der Nachteil dieser Vorgehensweise ist, dass das Moodboard häufig örtlich gebunden ist und nicht einfach schnell mit zum Kunden genommen werden kann.

Das digitale Moodboard

Wer das Moodboard gern immer in der Tasche haben will, wird sich vermutlich eher für die digitale Variante entscheiden. Die Möglichkeiten sind vielfältig, denn mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Tools, die Ihnen bei der Erstellung von einem Moodboard behilflich sind. Ein paar der beliebtesten sollen nachfolgend kurz vorgestellt werden.

  • Canva.com: Canva ist eine Art Grafikprogramm für Einsteiger. Die Plattform hilft Ihnen unter anderem dabei, Infografiken zu designen, Bilder optisch aufzuwerten und Collagen zu erstellen. Letzteres ist ideal, um ein Moodboard zu entwerfen.
  • Pinterest.com: Mithilfe der visuellen Suchmaschine Pinterest können Sie Boards zu den unterschiedlichsten Themen anlegen und mit Inhalten (sogenannten Pins) füllen. Das Tool bietet Ihnen schier unendliche Möglichkeiten, da Sie alles, was Sie online finden, auf Ihrem (Mood-) Board speichern können.
  • Evernote: Die App Evernote wird von den meisten genutzt, um kurze Notizen und Textentwürfe festzuhalten. Häufig unterschätzt wird hingegen die Funktion, hierüber auch Bilder, Grafiken, Audios, Handschriften und andere Anhänge zu sammeln. Das Ergebnis ist vielleicht kein Moodbard im klassischen Sinne, aber definitiv eine visualisierte Präsentationshilfe.
  • Gomoodboard.com: Dieses Tool kann ohne vorherige Registrierung genutzt werden und ist allein deswegen eine Empfehlung wert. Über gomoodboard.com können Sie ausschließlich Bilder in einer Collage sammeln. Nutzen Sie hierfür entweder eine Vorlage oder ein Blanko-Dokument. Nach Fertigstellung kann das Moodboard bequem als Link an die Kollegen oder Kunden verschickt werden.
  • Powerpoint: Wer es gern klassisch mag, kann auch das altbewährte Microsoft Powerpoint (oder eine adäquate Open Souce-Version) nutzen, um ein digitales Moodboard zu erstellen.

5 Praxis-Tipps für überzeugende Moodboards

  • Legen Sie den Fokus auf die Visualisierung Ihrer Idee
  • Konzentrieren Sie sich auf Details – häufig vermitteln diese eine Stimmung am besten
  • Arbeiten Sie mit den unterschiedlichsten Quellen
  • Machen Sie selbst Fotos, wenn Sie nichts Passendes finden
  • Ordnen Sie die Bilder mit System und nicht wild durcheinander an

Bildquelle: GaudiLab/Shutterstock

Print Friendly, PDF & Email