Angst vor der Kündigung? So können Sie diese abwenden

Wenn Sie als Arbeitnehmer Angst vor der Kündigung haben, verraten wir Ihnen jetzt Tipps, wie Sie das verhindern können.

Die Kündigung ist der Albtraum vieler Arbeitnehmer. Obwohl diese in Deutschland eigentlich recht gut abgesichert sind – und deutlich besser als Selbstständige – haben viele Personen Angst davor, aufgrund einer Kündigung in die Armut zu rutschen oder schlichtweg keinen neuen Job zu finden. Leider wird es in den aktuellen Zeiten der befristeten Arbeitsverträge unvermeidlich sein, dass sich Arbeitnehmer zunehmend mit dem Gedanken an häufige Jobwechsel abfinden. Dennoch können Sie durch einige Tipps und Tricks Ihre Kündigung abwenden – oder sie zumindest sehr unwahrscheinlich werden lassen. Wir verraten Ihnen deshalb jetzt, wie Sie zum Liebling aller HR-Manager und damit „unkündbar“ werden.

 Tipp 1: Zeigen Sie Eigeninitiative

Für Unternehmen sind jene Arbeitnehmer besonders wertvoll, welche ein hohes Maß an Eigeninitiative besitzen. Wenn Sie mitdenken, Verbesserungsvorschläge bringen, aktiv Ihre Mithilfe bei Projekten anbieten oder sogar eigene Ideen in den Berufsalltag einbringen, wird der HR-Manager – wenn er denn muss – vermutlich erst einen anderen Kandidaten kündigen, bevor Sie an der Reihe sind. Dieser Unterschied zwischen Mitarbeitern mit Eigeninitiative und jenen ohne ist häufig bereits bei Praktika, beim Probearbeiten oder in der Probezeit ersichtlich. So gibt es beispielsweise den Praktikanten, der sich langweilt und Däumchen dreht, wenn ihm gerade keine Aufgabe zugeteilt wurde, und es gibt jenen, der dann eben zum Wischmopp greift und sauber macht oder die Teammitglieder fragt, wem er gerade helfen kann. Sie können sich vermutlich denken, welcher eher ein Übernahmeangebot erhalten wird.

Tipp 2: Bringen Sie einen Mehrwert

Sie müssen sich dessen bewusst sein, dass Sie das Unternehmen Geld kosten. Und da nur die wenigsten Unternehmen Geld gerne verschenken, müssen Sie im Gegenzug eine gewisse Leistung bringen. Je höher also Ihr Mehrwert für den Arbeitgeber ist, umso geringer ist Ihr Risiko, „wegrationalisiert“ zu werden. Seien Sie also die Person im Team, auf welche zu verzichten undenkbar wäre. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich bis ins Burnout auspowern sollen. Fleiß alleine ist ohnehin ersetzbar. Es sind stattdessen einzigartige Ideen, ein Talent zur Mediation oder auch Ihre Expertise in einem Fachgebiet, welche Sie „besonders“ machen. Werden Sie sich also über Ihren individuellen Mehrwert bewusst und setzen Sie diesen aktiv im Berufsleben ein, um sich unverzichtbar zu machen.

Tipp 3: Pflegen Sie Ihr Netzwerk

Was denken Sie, wer eher gekündigt wird: Der Mitarbeiter, welchen der Personaler oder HR-Manager persönlich kennt oder jener, welchen er noch nie gesehen und dessen Name er niemals zuvor gehört hat? Natürlich ist die Hemmschwelle einer Kündigung größer, je besser die Entscheidungsträger Sie, Ihre Kinder, Ihre Familie oder auch Ihren Hund kennen. Knüpfen Sie daher so viele Freundschaften im Job wie möglich – nicht nur, aber auch mit hierarchisch höhergestellten Personen. Dies bringt Sie einerseits in Ihrer Karriere voran, andererseits wird eine Kündigung unwahrscheinlicher und letztendlich macht die Arbeit auch schlichtweg mehr Spaß, wenn Sie nicht nur mit „Kollegen“, sondern mit „Freunden“ stattfindet.

Tipp 4: Verlieren Sie die Angst vor der Kündigung

Last but not least ist die beste Methode im Umgang mit der drohenden Kündigung, „einfach“ die Angst zu verlieren. Werden Sie so gut in Ihrem Fachbereich und so überzeugend auf menschlicher Ebene, dass Sie sich sicher sein können, im Fall der Fälle wieder einen guten Job zu finden. Mit diesem Selbstbewusstsein lebt es sich leichter. Aber nicht nur das: Sie strahlen auch mehr Selbstbewusstsein aus und werden dadurch automatisch erfolgreicher. Denn ein selbstbewusstes Auftreten ist für eine steile Karriere unerlässlich. Ihre Angst zu verlieren, ist auch noch aus einem weiteren Blickwinkel wichtig: Wissen Sie, dass wir Menschen häufig das „magisch“ anziehen, wovor wir uns am meisten fürchten? Je mehr Sie sich also auf die Kündigung fokussieren und in Panik verfallen, umso eher wird das Worst-Case-Szenario wirklich eintreten. Üben Sie sich daher in Gelassenheit – auch, wenn das leichter gesagt ist als getan.

Welche weiteren Tipps kennen Sie, um eine eventuelle Kündigung unwahrscheinlich zu machen? Oder haben Sie vielleicht die andere Perspektive aus HR-Sicht? Vielen Dank für Ihre Kommentare!


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