Bewerbungsflyer als handliche Alternative

Ein Bewerbungsflyer ist eine sehr kompakte Bewerbung in Kurzform. Dieses Bewerbungsformat ist überall dort gut geeignet, wo eine Bewerbungsmappe zu viel und eine Visitenkarte zu wenig wäre.


Es gibt viele Wege, wie sich Jobsuchende Unternehmen und somit ihren potenziellen Arbeitgebern vorstellen. Der klassische Weg ist dabei sicherlich die Bewerbungsmappe. Bei kurzen Kontakten, wie beispielsweise auf Jobmessen, ist sie jedoch eher ungeeignet. Denn dort ist es üblich, dass Bewerber auch auf Unternehmen treffen, an die sie zuvor überhaupt noch nicht gedacht haben. In diesen Fällen kann es sich anbieten, dem Unternehmen einen Bewerbungsflyer zu überreichen. Wurde dadurch das Interesse geweckt, dann kann die Übersendung einer ausführlichen Bewerbungsmappe folgen.

Vorteile und Einsatzgebiete eines Bewerbungsflyers

Mit einem Bewerbungsflyer können Bewerber die erste Kontaktaufnahme unterstreichen und bleiben so besser im Gedächtnis. Das Unternehmen erhält mit dem Flyer alle wichtigen Fakten zum Bewerber im kurzen Überblick. Der Vorteil gegenüber der klassischen Bewerbung ist in erster Linie das handliche Format. Der Flyer ist dadurch schnell einsatzbereit und kann ohne viel Aufwand überreicht werden. Das Zurücksenden ist nicht notwendig, wodurch dem Unternehmen auch viel Aufwand erspart bleibt. Damit lässt sich die Akzeptanz zur Annahme steigern.

Zusätzlich zeigen sich auch gegenüber einer Visitenkarte einige Vorteile. Denn auf Jobmessen werden gerne einmal Visitenkarten ausgetauscht. Doch auf den kleinen Kärtchen werden in der Regel nur die wichtigsten Kontaktdaten dargestellt. Informationen zum Lebenslauf und zu den Kenntnissen fehlen an dieser Stelle. Bei einer Vielzahl an Interessenten wird sich ein Unternehmen nach einiger Zeit nur schwer an die einzelnen Bewerber und ihre Fähigkeiten erinnern können. Mit einem Flyer ist es hingegen möglich, Unternehmen einen Kurzüberblick über die Kenntnisse mit sämtlichen Kontaktdaten zu bieten. Allerdings sollte einem Flyer stets eine vollständige Bewerbungsmappe folgen. Der Flyer ist somit nur als erste Kontaktaufnahme anzusehen und kann eine aussagekräftige und vollständige Bewerbung nicht ersetzen.

Tipps zu Inhalt und Aufbau

Ein Bewerbungsflyer kann seine gewünschte Wirkung schnell verfehlen, wenn dieser nicht übersichtlich aufgebaut ist oder gar billig wirkt. Deshalb hier einige Tipps zu Inhalt und Aufbau eines Bewerbungsflyers:

  • Unterteilung in drei Spalten
    Wird ein A4-Blatt auf der Vorder- und Rückseite in jeweils drei Spalten unterteilt, dann erhält der Bewerber ausreichend Platz für alle notwendigen Informationen. Zugleich lässt diese Unterteilung ein hohes Maß an Übersichtlichkeit zu und das Papier lässt sich bei doppelter Faltweise zu einem schmalen Flyer falten.
  • Struktur
    Jeder der Spalten kann ein Thema zugewiesen werden. Grundlegende Informationen wie eine Kurzübersicht des Werdegangs, Kontaktdaten, Qualifikationen, persönliche Daten und Informationen zu Soft-Skills sollten dabei nicht fehlen. Zusätzlichen Informationsgehalt liefern Referenzen sowie eine kurze Ausführung der eigenen Motivation. Auch das Bewerbungsfoto sollte einen Platz auf dem Flyer finden. Dies lässt sich beispielsweise den Kontaktdaten zuordnen.
  • Layout
    Das Layout sollte so gewählt werden, dass es den Inhalt und die Aussage des Flyers unterstützt. Verschnörkelte Schriftarten und andere grafische Elemente wirken häufig eher störend und können sich zugleich negativ auf die Übersichtlichkeit auswirken.
  • Qualität
    Für einen Flyer sollte kein reguläres Druckerpapier verwendet werden. Dieses knickt schnell und liegt nicht gut in der Hand. Hochwertiger wirkt Papier für diesen Einsatzzweck ab etwa 130g/m². Kräftiges Papier allein kann jedoch nicht wirken, wenn nicht auf die Druckqualität geachtet wird. Dabei sollte es schon ein hochwertiger Fotodruck sein, damit das Bild sowie alle Informationen gut in Szene gesetzt werden können.

Bildquelle: AlexandrBognat/Shutterstock