Bewerbungsfoto selbst machen: Tipps für ein zufriedenstellendes Resultat

Wenn es mal wieder Zeit für einen beruflichen Tapetenwechsel ist, vereinbaren viele als erstes einen Termin beim Fotografen – schließlich müssen aktuelle Bewerbungsfotos her. Doch kann man das vielleicht auch selbst übernehmen?

Bewerbungsfotos selber machen: Für die einen ein Ding der Unmöglichkeit, für andere völlige Normalität. Wenn auch Sie gerade darüber nachdenken, sich den Weg zum professionellen Fotografen zu sparen (vielleicht, weil Sie sowieso immer mit dessen Arbeit unzufrieden waren), dann sollten Sie unbedingt diesen Beitrag lesen. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Businessfotos für die Bewerbungsmappe selbst aufnehmen können und darauf auch tatsächlich eine gute Figur machen.

Die richtige Ausrüstung

Egal, welchen Job Sie gern haben wollen – mit einem Selfie in der Bewerbungsmappe werden Sie ihn nicht bekommen. Wer überzeugende Bewerbungsfotos im Alleingang aufnehmen will, sollte als erstes über die benötigte Ausrüstung nachdenken.

Neben einer Kamera (mindestens 12 Megapixel) sollten Sie auch ein Stativ und bestenfalls einen Fernauslöser parat haben.

Inspiration suchen

Die Zeiten, in denen Bewerbungsbilder ziemlich stark an Fahndungsfotos erinnert haben, sind Gott sei Dank vorbei. Der aktuelle Trend geht hin zu dynamischen, sympathischen und vor allem ausdrucksstarken Fotos, die Ihre Persönlichkeit unterstreichen.

Wenn Sie sich hierunter nicht wirklich etwas vorstellen können, hilft es, sich im Internet auf die Suche nach Anregungen zu machen. Gibt man beispielsweise „Bewerbungsfoto“ in der Google-Bildersuche ein, erscheinen sekundenschnell unzählige zeitgemäße Beispiele, von denen Sie sich inspirieren lassen können.

Die Wahl des Outfits und das richtige Styling

Egal ob professionell vom Fotografen oder „Marke Eigenbau“ – wenn es um das Thema „Outfit fürs Bewerbungsfoto“ geht, gelten immer die gleichen Spielregeln. Ihr Styling (inklusive Make-Up, Frisur und Accessoires) sollte – ganz allgemein formuliert – Ihrem Beruf entsprechen. Das heißt: Anzug beziehungsweise Kostüm in konservativen Branchen, Casual Business in der Medienbranche usw.

Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass Ihr Outfit sowohl flecken- als auch knitterfrei ist. Des Weiteren kommt es immer gut an, wenn Ihr Look insgesamt stimmig wirkt und Ihre optischen und auch charakterlichen Vorzüge betont.

Und noch ein Tipp für alle Frauen: Weniger ist mehr! Verzichten Sie möglichst auf viel oder auffälligen Schmuck und halten Sie sich auch beim Make-Up und dem Styling der Haare zurück.

Der perfekte Hintergrund fürs Bewerbungsfoto

Eine der größten Herausforderungen für Personen, die ihr Bewerbungsfoto selbst machen wollen, ist die Suche nach einem passenden Hintergrund. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen:

  • einem einfarbigen Hintergrund wie im Fotostudio
  • einem strukturierten Hintergrund, beispielsweise eine Backsteinmauer
  • einem offenen Hintergrund, beispielsweise ein Park, ein heller Korridor etc.

Bei der Wahl des Hintergrundes gilt es darauf zu achten, dass er Ihnen auf gar keinen Fall die Schau steht. Im Fall einer (Lein-)Wand ist das kein Problem. Doch sobald hinter Ihnen „viel los“ ist, sollten Sie bestenfalls mit der sogenannten Tiefenschärfe arbeiten. Das bedeutet: Sie im Vordergrund sind scharf zu sehen, alles andere wirkt verschwommen.

Dieser Effekt kann zum einen durch entsprechende Kameraeinstellungen und zum anderen auch nachträglich mithilfe eines Bildbearbeitungsprogramms erzielt werden. Beide Varianten erfordern aber ein gewisses Maß an fachlichem Know-How.

Übrigens: Ein Bewerbungsfoto, das vor der klassischen Raufasertapete aufgenommen wurde, wirkt nicht unbedingt professionell. Weitere Bewerbungsfoto-Fehler können Sie hier nachlesen.

Ideale Lichtverhältnisse schaffen

Ähnlich entscheidend wie der richtige Hintergrund sind auch die Lichtverhältnisse, wenn Sie wollen, dass Ihr selbst aufgenommenes Bewerbungsfoto überzeugt. Leider werden hierbei oftmals viele Fehler gemacht, sodass das Bild schnell zu dunkel, zu schattig oder schlichtweg künstlich wirkt.

Im Hinblick auf die idealen Lichtverhältnisse für ein Bewerbungsfoto sollten Sie unbedingt diese Hinweise beachten:

  • Arbeiten Sie möglichst ausschließlich mit Tageslicht (oder – falls vorhanden – mit einer Tageslichtlampe)
  • Achten Sie auf einen indirekten Lichteinfall, um harte Schatten zu vermeiden
  • Fotografieren Sie nie gegen das Licht (beispielsweise weil Sie vor einem Fenster stehen)
  • Beobachten Sie eine Zeit lang, wie sich die Lichtverhältnisse an einem bestimmten Ort verändern und wählen Sie anhand Ihrer Erkenntnisse den idealen Zeitpunkt für das Fotoshooting aus

Auf Details achten

Wenn der professionelle Fotograf fehlt, der Ihnen Anweisungen für das perfekte Bewerbungsfoto gibt, müssen Sie selbst auf die kleinen, oftmals entscheidenden Details achten. Wir haben für Sie eine Checkliste zusammengestellt:

  • Hat Ihre Kamera mindestens 12 Megapixel?
  • Sitzen Haare, Make-Up und Kleidung?
  • Entspricht Ihr Outfit Ihrer Branche?
  • Ist die Kleidung falten- und fleckenfrei?
  • Stimmen die Lichtverhältnisse?
  • Ist der Hintergrund geeignet?
  • Suggeriert Ihre Körperhaltung Offenheit und Entschlossenheit?
  • Lächeln Ihre Augen mit?
  • Ist die Kamera optimal eingestellt?
  • Fokussiert die Kamera Sie und nicht den Hintergrund?
  • Unterstreicht das Foto Ihre Persönlichkeit?

Bildquelle: Olena Zaskochenko/Shutterstock