Die eigene Karriere erfolgreich torpedieren – So funktioniert es

Alle reden und schreiben darüber, mit welchen Methoden Sie Ihre Karriere voranbringen. In diesem Beitrag wird der Spieß einmal umgedreht.


Karriere machen – für viele ein zentraler Lebenstraum, der mit aller Konsequenz verfolgt wird. Doch manchmal will es einfach nicht klappen und der große Durchbruch lässt weiter auf sich warten. Wenn Sie alles geben und doch nur auf der Stelle treten, kann es sein, dass Sie (unbewusst) Ihre eigene Karriere torpedieren – zum Beispiel „mithilfe“ der folgenden Fallstricke.

Mangelndes Verantwortungsbewusstsein

Je höher die Position ist, in der Sie arbeiten, desto mehr Verantwortung müssen Sie übernehmen. Wenn Ihnen dieser Gedanke jedoch Schweißperlen auf die Stirn treibt, sollten Sie sich noch einmal genau überlegen, ob der gewählte Weg der richtige ist. Mangelndes Verantwortungsbewusstsein schadet nicht nur Ihnen, sondern letztendlich auch dem gesamten Team. Wer immer nur den Kopf einzieht und nie für seine Entscheidungen geradestehen will, hat einfach nicht das Zeug zur Führungskraft.

Fehlende Anpassungsfähigkeit

Individualität, Authentizität und Rückgrat sind wichtige Eigenschaften von erfolgreichen Karrieremenschen. Dennoch ist es auch wichtig, dass diese anpassungsfähig sind. Jedes Unternehmen hat seine eigene Kultur, an der Sie sich stets orientieren sollten. Gelingt es Ihnen nicht, sich anzupassen, werden Sie schnell zum sonderbaren Außenseiter, der nie so richtig zum Team gehört. Einzelkämpfer können sich natürlich auch durchbeißen, haben es aber definitiv schwerer als Teamplayer.

Grenzenlose Selbstüberschätzung

Ein gesundes Selbstbewusstsein und das Wissen darüber, was Sie können (und was nicht!) sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere. Gefährlich wird es hingegen, wenn Sie Ihre Fähigkeiten hoffnungslos überschätzen und sich selbst viel besser machen, als Sie tatsächlich sind. Das wirkt nicht nur arrogant, sondern kann auch schnell zum Problem werden (siehe „schlechte Leistungen“).

Pessimismus

Auch permanente Schwarzmalerei kann eine echte Gefahr für Ihre Karriere sein. Natürlich läuft nicht immer alles nach Plan und hin und wieder muss man auch mal eine Niederlage einstecken. Doch ist es keinesfalls förderlich, an jeden neuen Job oder jedes neue Projekt grundlegend pessimistisch heranzutreten. Die gute Nachricht: Positiv denken kann gelernt beziehungsweise trainiert werden. Ein starker Wille ist hierfür unverzichtbar.

Faulheit und „Aufschieberitis“

Was Sie heute können besorgen, das verschieben Sie gern auf morgen? Auch dieses Verhalten ist alles andere als förderlich für Ihre Karriere. Wer ganz nach oben will, muss bereit sein, dafür auch etwas zu tun. Der Erfolg wird Ihnen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in den Schoß fallen.

Schlechte Leistungen

Fast genauso karriereschädlich wie gar keine Leistungen sind schlechte Leistungen, die nie richtig überzeugen können. In Kombination mit der oben bereits erwähnten Selbstüberschätzung kommt es immer wieder vor, dass Menschen viel Wind um nichts machen und sich die groß angekündigten Fortschritte als Luftnummern herausstellen. Wer Kollegen und Vorgesetzte überzeugen will, sollte auch wirklich etwas zu bieten haben.

Perfektionismus

Wer immer alles perfekt machen und haben will, tut sich selbst keinen Gefallen. Ganz im Gegenteil: Perfektionismus kostet jede Menge Kraft und Zeit und ist damit ein erstklassiger Angriff auf Ihre Karriere. Auch wenn Sie Ihren Chef mit guten Leistungen begeistern wollen, ist es völlig in Ordnung, wenn nicht alles perfekt ist. Eine solche Arbeitsweise würde Ihnen auf Dauer einfach zu viel Energie abverlangen und Sie ausbremsen.

Zu viele Ziele

Ein echter Klassiker, der viele Karrieren erfolgreich torpediert, sind zu viele gesteckte Ziele. Auch hier gilt, ähnlich wie beim Perfektionismus: Gut gemeint, aber absolut hinderlich. Viele Ziele parallel zu verfolgen, bedeutet nämlich in erster Linie, dass Sie sowohl Ihre Kraft als auch Ihre Konzentration aufteilen müssen. Auch wenn es Ihnen gelingt, die meisten Ziele zu erreichen, werden Sie am Ende nur selten wirklich zufrieden sein. Besser: Nehmen Sie sich ein Ziel nach dem anderen vor und bringen Sie Ihre Karriere dadurch fokussiert Schritt für Schritt voran.

Mangelnde Kritikfähigkeit

Gleich vorweg: Wenn hier von Kritik die Rede ist, dann ist ausschließlich konstruktive Kritik gemeint. Wer diese nicht annehmen kann und lieber ignoriert, ist auf dem besten Weg, seine eigene Karriere zu torpedieren. Kritikfähigkeit ist eine unverzichtbare Voraussetzung für Erfolg und Weiterentwicklung, denn sie hilft Ihnen dabei, zu erkennen, an welchen Punkten es noch Optimierungsbedarf gibt.

Permanentes Verspäten

Einmal die Bahn verpassen und darum zu spät zum Geschäftsessen kommen ist eine Sache. Sich permanent verspäten eine völlig andere. Unpünktlichkeit ist nicht nur unhöflich, sondern signalisiert auch Unprofessionalität und Respektlosigkeit – Eigenschaften, die in der Geschäftswelt nicht gern gesehen sind.

Sie merken schon: Es gibt viele Fallstricke, die Ihrer Karriere zum Verhängnis werden können. Diese zu kennen ist mindestens genauso wichtig wie die Umsetzung diverser Erfolgstipps.


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