Die Herausforderungen der IT im Jahr 2016

Fachkräftemangel, IT-Security oder Mobile Payment — welchen Trends und Herausforderungen ist die IT im Jahr 2016 ausgesetzt?


Einer Studie zufolge haben über 60 Prozent der Unternehmen Probleme bei der Digitalisierung. Daraus ergibt sich implizit die Schlussfolgerung, dass IT-Fachkräfte auch im Jahr 2016 weiterhin eine wichtige personelle Ressource darstellen werden. Auch bei der Höhe der Budgets für IT-Investitionen zeigt die Tendenz bei vielen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr nach oben, obwohl einige Unternehmen bei der Planung der Gelder die entgegengesetzte Richtung einschlagen. Doch welchen Herausforderungen ist die IT im Jahr 2016 besonders ausgesetzt?

IT-Experten fehlen in Unternehmen

Eine Befragung von Managern und IT-Experten fördert ein interessantes Ergebnis zutage: In einem Großteil der untersuchten Unternehmen wird ein Mangel an IT-Fachkräften als zentrale Schwierigkeit bei der Beschleunigung der Digitalisierung angesehen. Dabei steht diese bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Etwas mehr als die Hälfte der befragten Personen gab an, dass sie den Ausbau der Digitalisierung als zentrale Anforderung an die IT im Jahr 2016 sieht. Weiterhin werden die Steigerung der Effizienz und die damit einhergehende Kostensenkung im IT-Bereich als Kernthemen genannt. Hier kommt es zu einer schwierigen Situation: Auf der einen Seite möchten die Unternehmen in ihre digitale Infrastruktur investieren und auf der anderen Seite sollen die Ausgaben in diesem Bereich effizienter gestaltet werden. Big-Data Lösungen und eine bessere interne Vernetzung der Informationen und Prozesse können jedoch nicht ohne deutliche Investitionen in diesem Segment vollzogen werden. Die befragten Personen der Studie bemängeln zudem, dass die interne Abstimmung im Bezug auf die Umsetzung von IT-Lösungen noch nicht optimal ausgestaltet ist. Insbesondere wird kritisiert, dass es nach wie vor häufig an einer übergreifenden Planung fehlt. Auf der anderen Seite wird gelobt, dass das IT-Know-How auf der Managementebene stetig ansteigt. Dies erlaubt eine bessere Kommunikation zwischen den Verantwortlichen eines Unternehmens und den IT-Fachkräften.

Digitalisierung ohne Innovation?

Der Studie zufolge ist die Innovationsbereitschaft der Unternehmen im Vergleich zum letzten Jahr zurückgegangen. Der Anteil am Gesamtbudget für Ausgaben im Bereich der Innovationen ging von über 9 Prozent auf knapp 7,8 Prozent zurück. Es scheint, als würden Unternehmen künftig weniger Wert auf Neugestaltungen legen. Stattdessen soll die bestehende Infrastruktur stärker vernetzt und eingebettet werden, um eine bessere Analyse der relevanten Daten zu ermöglichen. Insbesondere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit der digitalen Datenspeicherung gehören laut der Studie zu den gefragtesten Trends für das Jahr 2016. Mobile Payment und Crowd Sourcing Lösungen sind dagegen der Studie zufolge auf dem absteigenden Ast.


Bildquelle: nopporn/Shutterstock