Digitales Arbeiten: ortsunabhängig, flexibel, zukunftsweisend

Digitales Arbeiten ist einer der großen Trends in der Job-Welt, um den immer weniger Menschen herumkommen. Was von vielen verteufelt wird, bringt auch zahlreiche Vorteile mit sich.


Mir Voranschreiten der Digitalisierung kommt bei immer mehr Menschen die Angst des Jobverlustes. Technischer Fortschritt wird von vielen als Bedrohung wahrgenommen. Dabei kann auch durchaus die Rede davon sein, dass die Digitalisierung (auch im Hinblick auf die Arbeitswelt) große Vorteile mit sich bringt. Nicht wenige Menschen, die einem Beruf nachgehen, werden in den kommenden Jahren stark davon profitieren, dass der Arbeitsalltag zunehmend digitaler wird.

Wodurch zeichnet sich digitales Arbeiten aus?

Im Grunde genommen erklärt sich dieser Begriff von selbst. Wenn der Arbeitsalltag zunehmend digitaler wird, spricht man vom digitalen Arbeiten. Oder anders formuliert: Viele Arbeitsprozesse laufen im und mithilfe vom Internet ab – was wiederum zu einer großen Erleichterung führt. So zeichnet sich digitales Arbeiten beispielsweise durch die folgenden Merkmale aus:

  • orts- und zeitunabhängiges Arbeiten
  • Flexibilität
  • Dezentralisierung (Wegfall von Präsenzzeiten im Büro)
  • Outsourcing und Inanspruchnahme von Expertenwissen

Welche Vorteile bringt digitales Arbeiten mit sich?

Wenn es um die Vorteile von digitalen Arbeitsmodellen geht, muss zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern unterschieden werden. Beide Gruppen verfolgen unterschiedliche Interessen, profitieren aber in ähnlich hohem Maße von der Digitalisierung der Arbeitswelt. Die folgende Übersicht zeigt, worin die Vorteile hiervon liegen.

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Welche Nachteile bringt digitales Arbeiten mit sich?

So schön es auch sein mag, von einer märchenhaften Zukunft im digitalen Zeitalter zu träumen, es ist wichtig, Sie an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass das digitale Arbeiten auch Nachteile mit sich bringt. Diese betreffen ärgerlicherweise vor allem die Arbeitnehmer:

  • Outsourcing (d.h. Inanspruchnahme von externen Anbietern)
  • Ständige Erreichbarkeit auf digitalem Wege
  • Zerstreuung des Teams und verkomplizierte Kommunikation
  • Preisdumping durch weltweiten Wettbewerb (betrifft vor allem Freelancer)

Digitales Arbeiten in der Praxis

Immer mehr Unternehmen springen auf den Zug auf und ermöglichen es ihren Mitarbeitern, digital zu arbeiten. Doch wie sieht ein Joballtag im World Wide Web konkret aus? Welche Möglichkeiten gibt es und wo lauern Einschränkungen?

Cloudbasiertes Arbeiten
Die Cloud (ein digitaler Speicherplatz, auf den oftmals mehrere Menschen Zugriff haben) ist oftmals die Grundlage digitalen Arbeitens. Sie ist das Zentrum von Kommunikation und Austausch, die dank Browser-Zugang von überall aus aufgerufen werden kann. So ist es beispielsweise auch möglich, (ganz klischeebehaftet) im Park oder im Café zu arbeiten.

Home Office
Angestellte, die vermehrt digital und online arbeiten, erhalten meist die Chance, im Home Office zu arbeiten. Das bedeutet, dass Sie Ihren Arbeitsplatz in den heimischen vier Wänden einrichten und von hier aus Ihre Aufgaben erledigen. Wie Sie Ihren Chef davon überzeugen, im Heimbüro zu arbeiten, können Sie hier nachlesen.

CoWorking
Wer ortsunabhängig arbeiten kann, genießt viele Freiheiten. Diese führten dazu, dass sich in den vergangenen Jahren ein völlig neues Arbeitsmodell entwickelt hat. Beim CoWorking geht es darum, dass sich mehrere digital Workers an einem (analogen) Ort treffen und dort gemeinsam statt einsam arbeiten. Auch wenn jeder mit seinem eigenen Projekt beschäftigt ist, kommt es doch auch immer wieder zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung. CoWorking Spaces sind im besten Fall die Keimzelle neuer Ideen und Projekte, die oftmals auch eine Kooperation der einzelnen CoWorker darstellen.

Digitale Nomaden
Eine „Extremform“ des digitalen Arbeitens sind die sogenannten digitalen Nomaden – Menschen, die ihr Geld meist als Selbstständige und ausschließlich über das Internet verdienen und das Maximale aus einem ortsunabhängigen Leben herausholen. Das Resultat ist eine völlig neue Lebenskultur, die vor allem bei jungen Menschen in der Web- und Kreativbranche auf offene Ohren stößt und stark vom weltweiten Reisen geprägt ist. Digitale Nomaden bestreiten ihren Unterhalt in der Regel als Freelancer und/oder über passives Einkommen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um eBooks oder Web-Seminare. Auch vereinzelte Blogger schaffen es inzwischen, als digitale Nomaden zu leben. Weniger (bis gar nicht) geeignet ist das digitale Arbeiten hingegen für klassische Handwerksberufe. Diese sind einfach so stark an einen Standort gebunden.

Das Internet wird unsere Arbeitswelt auch in Zukunft noch weiter beeinflussen. Wer darin keine Bedrohung, sondern vielfältige Chancen sieht, kann seiner Karriere durchaus einen wirkungsvollen Push verleihen. Wichtig ist, immer „am Ball“ zu bleiben und sich nicht vor den Entwicklungen zu verschließen.


Bildquelle: SFIO CRACHO/Shutterstock