Eine Nummer zu groß? Nehmen Sie die Herausforderung an!

Jeder steht im Laufe seiner beruflichen Karriere früher oder später einer Aufgabe gegenüber, die auf den ersten Blick eine Nummer zu groß erscheint. Erfahren Sie hier, wie Sie mit solchen Herausforderungen umgehen und sie erfolgreich meistern.


Die neue Position im Unternehmen bringt nicht nur unbekannte Aufgabenfelder, sondern auch jede Menge Verantwortung mit sich? Die Leitung des Projektes macht sich zwar gut im Lebenslauf, löst in Ihnen aber auch (vorsichtig formuliert) die blanke Panik aus? Der Chef hat Ihnen angeboten, ein eigenes Vertriebsgebiet zu betreuen und Sie haben keine Ahnung, ob Sie dem gewachsen sind? Im beruflichen Alltag begegnen uns immer wieder Situationen, die uns (scheinbar) an unsere Grenzen bringen. Minderwertigkeitsgefühle bremsen uns nicht nur aus, sondern können auch zu gefährlichen Fallstricken werden. Wenn Ihnen etwas eine Nummer zu groß erscheint, sollten Sie nicht zurückschrecken, sondern die Herausforderung annehmen. Die nachfolgenden Tipps helfen Ihnen dabei.

Den Fokus auf das Wesentliche lenken

Herausforderungen schrecken uns oft ab, weil sie so monströs und unbändig erscheinen. Wir haben das Gefühl, nicht eine Aufgabe, sondern tausende zu haben – und sind schnell überfordert. Um in dieser Situation einen kühlen Kopf zu bewahren, ist es das A und O, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Schauen Sie sich das Monstrum einmal genau an und bestimmen Sie die Quintessenz. Haben Sie diese gefunden, wird Ihnen die Herausforderung gleich viel weniger schlimm und erst recht nicht mehr unmöglich vorkommen. Die Fokussierung hilft Ihnen außerdem dabei, sich konzentriert mit der Aufgabe zu befassen und alles Unwesentliche links und rechts auszublenden.

Schritt für Schritt

Nach einem ganz ähnlichen Prinzip funktioniert die Methode, eine „Riesen-Aufgabe“ in viele kleine zu zerlegen. Auch hierbei geht es darum, etwas Unmögliches in etwas Mögliches zu verwandeln. Die Unterteilung in mehrere Unter-Aufgaben hat außerdem den Vorteil, dass Sie viele kleine Teil-Erfolge feiern können. Das zeigt Ihnen, dass Sie vorankommen und motiviert, am Ball zu bleiben.

Bisherige Herausforderungen in Ihrem Leben

Sie sind der Meinung, die Aufgabe ist wirklich eine Nummer zu groß und Sie sind Ihr nicht gewachsen? Dann rufen Sie sich doch einmal ins Gedächtnis, was Sie bisher schon alles in Ihrem Leben erreicht haben. Sie haben Laufen und Sprechen gelernt, haben eventuell ein anspruchsvolles Studium absolviert, den Führerschein (in einer Großstadt) gemacht und vielleicht ein Kind zur Welt gebracht. Herausforderungen gehören zum Leben dazu – ebenso wie ihr Meistern.

Indem Sie sich vor Augen führen, was Sie bisher alles geschafft haben, können Sie sich selbst motivieren, am Ball zu bleiben und die Flinte nicht gleich ins Korn zu werfen. Bedenken Sie hierbei auch immer: Vieles klappt nicht von jetzt auf gleich. Manchmal braucht es einfach mehrere Anläufe, bis man eine Herausforderung gemeistert hat.

Holen Sie sich Unterstützung

Wenn das, was Sie sich vorgenommen haben, partout nicht klappen will, ist es im Übrigen keinen Schande, sich Unterstützung zu holen. Auch die besten Sportler der Welt würden ohne ihre Trainer wahrscheinlich keine einzige Medaille gewinnen. Wichtig ist, dass Sie sich dessen bewusst sind, nicht allein zu sein. Man wird Sie nur unterstützen können, wenn Sie die Hilfe zulassen und das nicht als Versagen oder Scheitern werten.

Scheitern ist in Ordnung

Apropos Scheitern beziehungsweise die Angst davor. Viele Menschen trauen sich nicht an Herausforderungen, weil Sie befürchten, dass etwas schiefgeht und Sie am Ende einen Misserfolg verarbeiten müssen. Kurz und knapp: Dieses Risiko besteht immer und gehört gewissermaßen dazu – egal ob Sie sich dessen bewusst sind oder es erfolgreich ausblenden. Wichtig ist, dass Sie berufliches Scheitern nie mit einer Niederlage gleichsetzen, sondern es als Chance begreifen – als Chance, daran zu wachsen, als Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen und als Chance, die Herausforderung auf andere Weise anzugehen.

Glauben Sie an sich selbst

Man selbst sollte natürlich immer sein strengster Kritiker sein – aber gleichzeitig auch sein größter Fan. Wenn Sie selbst stark bezweifeln, einer Herausforderung gewachsen zu sein, werden Sie sich nur schwer das Gegenteil beweisen können. Außerdem werden Sie große Schwierigkeiten haben, andere von sich und Ihren Qualitäten zu überzeugen. Daher gilt beim Meistern beruflicher Herausforderungen stets: Glauben Sie an sich selbst und an Ihren Erfolg.

Tipp: Oftmals hilft es, sich tatsächlich laut zu sagen, dass man einer Aufgabe gewachsen und diese keinesfalls einen Nummer zu groß ist. Ein „Schacka, ich schaff das!“-Mantra hat noch niemandem geschadet.


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