Fasten & berufstätig: Wie Sie sich auch neben dem Beruf im Verzicht üben können

Sie wollen ab Aschermittwoch fasten – und zwar trotz Vollzeitjobs? Hier finden Sie ein paar wertvolle Tipps, die Ihnen bei Ihrem Vorhaben behilflich sind.

Die Fastenzeit beginnt 2018 am 14. Februar – also am Valentinstag. Für viele ein denkbar ungünstiger Startschuss, steht dieser Tag doch ganz im Zeichen von sündiger Schokolade und leckeren Dinner-Verabredungen. Doch auch danach wird es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht leichter. Viele, die – aus welchen Gründen auch immer – 40 Tage lang auf etwas verzichten wollen, bemerken schnell, dass der stressige Berufsalltag eine große Hürde darstellt. Denn wenn der Chef mal wieder meckert, die Deadline näher rückt und man am Ende des Tages einfach Nervennahrung (oder ein Glas „Nerven-Wein“) braucht, fällt das Fasten ganz besonders schwer. Wie also geht man mit der Herausforderung „Fasten trotz Vollzeitjob“ am besten um?

„Richtig“ fasten oder nur teilweise?

Bevor Sie sich in Ihr „Fasten-Abenteuer“ stürzen, sollten Sie zunächst einmal überlegen, was genau Fasten für Sie bedeutet. Wollen Sie nur auf bestimmte Genuss- oder Lebensmittel verzichten oder soll es in Richtung Heil-Fasten gehen (was wiederum vollständigen Verzicht bedeutet)?

Es gibt unzählige Formen des Fastens und zu jeder eine Debatte über Sinn und Unsinn. Während die einen auf das strikte Fasten schwören, sind andere der Meinung, man schadet dem Körper damit mehr als das man ihm hilft, sich zu regenerieren.

Am wichtigsten ist Ihre persönliche Einstellung zum Thema. Wenn Sie der Meinung sind, der Verzicht (in welcher Form auch immer) tut Ihnen gut, dann sollten Sie versuchen, es durchzuziehen. Hören Sie dabei aber zu jeder Zeit auf die Signale Ihres Körpers und erzwingen Sie nichts.

Hinweis: Eine radikale Fastenkur (bei der Sie nichts außer Wasser, Tee und Brühe zu sich nehmen dürfen) ist parallel zum beruflichen Alltag nicht empfehlenswert. Ihnen wird schlichtweg die Energie fehlen.

Für Einsteiger empfiehlt es sich grundsätzlich, erst einmal auf ausgewählte Produkte zu verzichten, beispielsweise:

  • Fleisch /tierische Produkte
  • Schokolade / Süßigkeiten
  • alkoholische Getränke
  • Zucker / zuckerhaltige Getränke

Vorbereitung ist alles

Das Vorbereiten von Mahlzeiten (in diversen sozialen Medien auch gern #mealprep genannt) ist das A und O, wenn Sie vorhaben, zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag zu fasten. Erstellen Sie hierfür im ersten Schritt einen umfassenden Speiseplan für Frühstück, Mittag und Abendessen und planen Sie auch mindestens zwei Zwischenmahlzeiten beziehungsweise Snacks ein. Überlegen Sie sich danach wochenweise, was eingekauft werden muss und bereiten Sie die Gerichte – allen voran das Mittagessen fürs Büro – vor.

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Auf diese Weise setzen Sie sich keinem unnötigen Stress aus und können sich ganz bewusst auf Ihre Fastenkur einlassen. Außerdem werden Sie viel seltener verleitet sein, sich doch den Kollegen, die in der Kantine essen gehen, anzuschließen.

Suppen eignen sich besonders gut

Wenn es um das Thema Fasten trotz Vollzeitjob geht, kommt man um Suppen einfach nicht herum. Kein Wunder, denn Suppen:

  • sind abwechslungsreich
  • können leicht portioniert und eingefroren werden
  • lassen sich leicht aufwärmen
  • liefern dem Körper Nährstoffe
  • lassen sich einfach ins Büro transportieren
  • schmecken aufgewärmt am besten

Kollegen informieren

Wenn Sie beabsichtigen, sich während der anstehenden Fastenzeit im Verzicht zu üben, sollten Sie auf jeden Fall Ihre Kollegen darüber in Kenntnis setzen. Wenn diese von Ihrem Vorhaben wissen, werden sie Ihnen nicht ständig Kuchen und Süßigkeiten anbieten oder zum Feierabend-Bier einladen.Verstehen Sie das bitte nicht als Unhöflichkeit oder Ausgrenzen, sondern danken Sie den Mitarbeitern für ihre Rücksichtnahme.

Tipp: Wenn Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützt werden wollen, müssen Sie das Thema grundsätzlich offen ansprechen – also auch gegenüber Freunden und Familie.

Digitaler Detox: Der Verzicht aufs Smartphone

Eine spezielle (beziehungsweise moderne) Form des Fastens ist der Digital Detox. Hierunter versteht man den bewussten Verzicht auf das Smartphone und andere technische Geräte. Gerade, wenn Sie viel mit Handy, Laptop und Co. arbeiten und nach Feierabend nur schwer abschalten können, ist eine solche „Fasten-Kur“ überaus sinnvoll.

Versuchen Sie beispielsweise, das Smartphone ab 18 Uhr beiseite zu legen und am Wochenende möglichst komplett darauf zu verzichten. Um die handy-freie Zeit gut zu überstehen, ist es sinnvoll, sich Alternativen zu schaffen – beispielsweise in Form von einem guten Buch oder einem neuen Hobby.


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