Fehler beim Bewerbungsfoto vermeiden

Mit einem guten Bewerbungsfoto kann ein Bewerber bereits vor der ersten Begegnung einen seriösen und kompetenten Eindruck hinterlassen. Damit das Foto stimmig ist, sollten allerdings einige Details beachtet werden.


Das Bewerbungsfoto zählt mittlerweile nicht mehr zum Pflichtteil einer Bewerbung, kann aber dennoch hilfreich sein. Der Betrachter kann durch ein Foto besser einen ersten Eindruck gewinnen und eine Person mit den Daten der restlichen Bewerbungsmappe verknüpfen. Damit sich das Foto tatsächlich als vorteilhaft erweist, sollten jedoch grundlegende Fehler vermieden werden.

Die größten Fehler beim Erstellen des Bewerbungsfotos

Damit ein Bewerbungsfoto seine Wirkung nicht verfehlt, sollten einige Details beachtet werden.

  • Ganzkörperfotos
    In den meisten Berufen kommt es nicht darauf an, sein gesamtes Erscheinungsbild zu präsentieren. Angebracht ist in der Regel das klassische Halbporträt.
  • Falsche Kleidung
    In den meisten Fällen ist Business-Kleidung angebracht. Die Kleidung sollte natürlich sauber und knitterfrei sein, aber zugleich auch zum Job passen. Ein konservatives Erscheinungsbild ist in den meisten Berufen angebracht, kann in kreativen Berufen allerdings auch etwas lockerer ausfallen.
  • Zu viel Schmuck und Make-up
    Kräftige Farben, zu starke Kontraste und üppiger Schmuck wirken auf Fotos häufig aufdringlich und wenig seriös. Für ein seriöses Erscheinungsbild sollte das Make-up dezent und natürlich ausfallen.
  • Falsche Frisur
    Dass die Haare gut gekämmt und frisiert sein sollten, versteht sich wohl von selbst. Bei Frauen mit langen Haaren gibt es allerdings die Besonderheit, dass offenes Haar häufig nicht so kompetent wirkt wie zurückgekämmte Haare.
  • Kein Blickkontakt
    Der Blickkontakt auf dem Foto ist wichtig, damit sich der Betrachter angesprochen fühlt.
  • Verschlossenes Lächeln
    Wer mit geschlossenen Lippen lächelt, läuft Gefahr, dass dies auf dem Foto schüchtern und verschlossen wirkt. Durch leicht geöffnete Lippen wirkt das Lächeln direkt offener. Je nach beruflicher Position kann durchaus auch ein ernster und entschlossener Blick gewählt werden. Dieser sollte jedoch nicht gelangweilt wirken.
  • Unruhiger Hintergrund
    Sind im Hintergrund Gegenstände erkennbar oder wird ein buntes Hintergrundmotiv gewählt, dann rückt der Bewerber in den Hintergrund. Schlecht ausgewählte Hintergrunddesigns wirken häufig wie ein Schnappschuss und nicht wie ein professionell erstelltes Foto.

Um die größten Fehler beim Bewerbungsfoto zu vermeiden, kann es hilfreich sein, sich zu überlegen, welche Wirkung erzielt werden soll. Im besten Fall suggeriert das Foto dem Personaler, dass der Bewerber bereits im Unternehmen arbeitet.

Formelle Anforderungen an das Bewerbungsfoto

Ein noch so gelungenes Foto kann seine Wirkung jedoch verfehlen, wenn es in der Bewerbungsmappe schlecht arrangiert wird und nicht gut zur Geltung kommen kann.

  • Größe und Format
    Zu den Standardformaten für Bewerbungsfotos zählen die Formate 6×4 sowie 9×6 Zentimeter. Das Hochformat wirkt dabei in den meisten Fällen besonders gut. Alternativ kann je nach Aufmachung der Bewerbungsmappe auch das Querformat gewählt werden.
  • Qualität
    Ein Foto aus dem Automaten oder ein schlecht eingescanntes Bild mit geringer Auflösung wirkt billig.
  • Position
    Das Bewerbungsfoto lässt sich in vielen Fällen gut in das Deckblatt integrieren. Welche Position auf dem Blatt gewählt wird, hängt dabei auch von der Position der Nase und des Blickes ab. Stimmiger wirkt es, wenn der Bewerber in die Seite hineinschaut.
  • Befestigung
    Ein Foto sollte niemals mit einer Büroklammer befestigt werden, sondern stets angeklebt werden. Bei einer guten Auflösung besteht auch die Möglichkeit, das Foto einzuscannen und in die gewünschte Bewerbungsseite zu integrieren. Dabei sollte aber stets auf eine hohe Auflösung geachtet werden, damit es selbst einer vergrößerten Darstellung standhalten kann.
  • Alter
    Ein möglichst aktuelles Bild ist von Vorteil. Der Personaler sollte den Bewerber beim anschließenden Vorstellungsgespräch direkt anhand des Fotos wiedererkennen können. Als Faustregel gilt dabei, dass das Foto nicht älter als zwei Jahre sein sollte.

Bildquelle: Lisa S./Shutterstock