Fußball-WM: Warum Public Viewings Teambuilding sind

Die WM steht vor der Tür und mit ihr auch unzählige Public Viewing-Veranstaltungen. Es lohnt sich, diese nicht nur mit Freunden, sondern auch mit Kollegen zu besuchen.

Wenn sich Männer weinend in den Armen liegen und Frauen plötzlich in aller Öffentlichkeit ihre aggressive Seite zeigen, dann ist Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Schon in wenigen Tagen beginnt das Turnier und selbst die, die sonst nichts mit diesem Sport am Hut haben, fiebern insgeheim mit unserer Mannschaft mit. Weil das in der Gruppe am meisten Spaß macht, erfreuen sich Public Viewings seit mehr als zehn Jahren größter Beliebtheit. Das „Rudel-Gucken“ bietet nicht nur eine hervorragende Möglichkeit, um alte Studienfreunde wiederzutreffen, sondern kann auch als Teambuilding-Maßnahme eingesetzt werden.

Privates und Berufliches vermischen – Kann das gut gehen?

Klassisches Teambuilding findet meist entweder innerhalb des Unternehmens statt oder im Rahmen spezieller Fortbildungen. Dass sich Firmen darum bemühen, Kollegen auch im Privatleben zusammenzuführen und somit zu einer Einheit verschmelzen zu lassen, ist eher unüblich – und muss auch immer mit äußerster Vorsicht genossen werden. Der Feierabend ist vielen Mitarbeitern heilig; und auch wenn man gar kein Problem mit den Kollegen hat, ist man in der Regel doch froh, diese „nur“ zwischen neun und 17 Uhr sehen zu müssen.

Wenn Sie beschließen, ein gemeinsames Public Viewing als Teambuilding-Maßnahme zu organisieren, muss Ihnen klar sein, dass dieses Spannungsfeld existiert. Dass es trotzdem überwunden werden kann, beweisen beispielsweise Team-Ausflüge auf den Weihnachtsmarkt oder auch Karnevals-Partys im Büro.

Eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Public Viewings mit Kollegen ist, das niemand hierzu gezwungen wird und auch nicht mit Konsequenzen rechnen muss, wenn er oder sie der Veranstaltung fern bleibt.

Fußball im Büro gucken oder außerhalb?

Natürlich ist es die wohl einfachste Lösung, das Fußballspiel über den Beamer im Meetingraum zu übertragen, ein paar Knabbereien und Getränke hinzustellen und Pizza ins Büro zu ordern. Doch mal im Ernst: Kochende Public Viewing-Stimmung geht anders.

Wenn Sie wollen, dass sich Ihre Mitarbeiter in möglichst lockerer und ungezwungener Atmosphäre besser kennenlernen, dann schaffen Sie auch den entsprechenden Rahmen dafür – entweder in Zusammenarbeit mit einer professionellen Event-Agentur, die die authentische Stadion-Atmosphäre ins Büro holt oder indem Sie mit dem gesamten Team zu einem öffentlichen Public Viewing gehen.

Egal ob im städtischen Fußballstadion oder in der kleinen Eckkneipe – da wo Menschen gemeinsam die WM verfolgen, herrscht nicht nur eine energiegeladene Stimmung, es entsteht auch sehr schnell ein Gefühl von Zusammengehörigkeit. Und genau das soll schließlich im Rahmen von Teambuilding passieren.

Alkohol – Ein zweischneidiges Schwert

Fußball und Bier – ein scheinbar untrennbares Duo. Doch gilt das auch, wenn man sich das Spiel gemeinsam mit Kollegen und womöglich auch mit dem Chef anschaut?

Wenn das Public Viewing zur Teambuidling-Maßnahme wird, dann sollte Alkohol natürlich (wie übrigens auch auf dem Weihnachtsmarkt) immer nur in Maßen, nie in Massen konsumiert werden. Wer sich in solchen Situationen gehen lässt, riskiert nicht nur einen extrem peinlichen Auftritt, sondern im schlimmsten Fall auch die Missgunst des Vorgesetzten.

Kollegen im privaten Umfeld besser kennenlernen

Ziel vom gemeinschaftlichen Public Viewing sollte es sowieso nie sein, ein Trinkgelage zu veranstalten. Es geht hierbei in erster Linie darum, die Kollegen, mit denen man vielleicht schon seit Jahren zusammenarbeitet, in einem privaten Umfeld (noch besser) kennenzulernen und auch mal abseits des Schreibtischs und außerhalb der Kantine ins Gespräch zu kommen.

Gute Beziehungen, die hierüber aufgebaut werden und bis hin zum „Frollegen“ reichen können, fördern nicht nur den Teamgeist, sondern sorgen auch für mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz – ein Umstand, den kein Vorgesetzter unterschätzen sollte.

Als Chef beim Public Viewing dabei sein?

Apropos Vorgesetzter: Wenn der Chef ein gutes Verhältnis zu seinen Mitarbeitern hat, kann er selbstverständlich auch beim Public Viewing mit jubeln und fluchen. Macht er sich sonst jedoch meist eher rar, ist es sinnvoller, die Mitarbeiter unter sich das Spiel verfolgen zu lassen. Die Anwesenheit des Vorgesetzten führt sonst schnell dazu, dass sich manche Kollegen unwohl fühlen und nicht frei entfalten können.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Public Viewings als Teambuiding-Maßnahme gemacht? Oder wollen Sie diese Methode ab dem 14. Juni erstmals ausprobieren? Treten Sie gern über die Kommentarfunktion mit uns in Kontakt.


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