Gehaltscheck: Die bestbezahltesten Jobs Deutschlands

Ob Jurist, Chemiker oder Arzt – die Liste der bestbezahltesten Jobs in Deutschland ist lang. Doch wer verdient am besten? Wir machen den Gehaltscheck und stellen die lukrativsten Berufsgruppen in Deutschland vor.


Ein Jahresgehalt von über 800.000 Euro ist in Deutschland kein Ding der Unmöglichkeit. Der richtige Job macht es möglich.

Das sind die zehn lukrativsten Berufsgruppen im Überblick:

10. Chemiker
Mit einem Einstiegsgehalt von rund 42.000 bis 48.00 Euro im Jahr verdienen Chemiker und Pharmazeuten vergleichsweise viel. Wer einen Doktortitel vorweisen kann – und das ist in der Chemie eher die Regel als die Ausnahme – startet mit durchschnittlich 58.000 Euro Jahresgehalt in das Berufsleben. Je nach Position und Berufserfahrung (z.B. Führungskraft, Laborleiter) schwankt das Durchschnittsjahresgehalt eines Chemikers zwischen 90.000 und 164.000 Euro.

9. IT-Experten
Laut einer Erhebung von Kienbaum verdient ein IT-Spezialist im Jahr durchschnittlich 66.000 Euro, wohingegen Jobs im IT-Betrieb deutlich schlechter dotiert sind. IT-Security-Manager gehören mit durchschnittlich 81.000 Euro Jahresgehalt zu den bestbezahlten IT-Fachkräften. Ein deutlicher Anstieg der Gehaltskurve ist in der Führungsebene zu verzeichnen: So verdienen Führungskräfte in der IT-Branche im Schnitt 114.000 Euro pro Jahr, der Leiter im IT-Management rund 117.000 Euro und der Leiter für Informationsverarbeitung und Organisation bekommt laut Kienbaum durchschnittlich ein Jahresgehalt in Höhe von 133.000 Euro.

8. Ingenieure
Sie gehören zu den Mangelqualifikationen in Deutschland – Ingenieure. Kein Wunder also, dass sich der Fachkräftemangel bei den Gehältern bemerkbar macht. Im Schnitt liegt das Einstiegsgehalt eines Ingenieurs bei rund 40.000 bis 44.000 Euro. Ein Sachbearbeiter aus dem Bereich Materialwirtschaft/Logistik kommt auf rund 43.000 Euro pro Jahr, ein Produktmanager verdient rund 81.000 Euro. Erreichen Ingenieure eine hohe leitende Position, steigen ihre Bezüge deutlich. So ist ein Jahresverdienst von 106.000 bis 153.000 Euro eher die Regel als die Ausnahme. Ein Technischer Gesamtleiter eines Unternehmens kommt auf durchschnittlich 168.000 Euro, ein Werkleiter auf 157.000 Euro und ein Leiter der Produktentwicklung auf 131.000 Euro.

7. Marketing und Vertrieb
Im Bereich Marketing und Vertrieb sind die Jahresgehälter stark von der jeweiligen Branche und der Unternehmensgröße abhängig, so dass Durchschnittswerte nur einen Anhaltspunkt liefern können. Während ein Junior-Spezialist mit einem Jahresgehalt von rund 51.000 Euro rechnen kann, verdient ein Top-Verkäufer im Schnitt 89.000 Euro pro Jahr, der Senior-Produktmanager rund 83.000 Euro. Zu den Spitzenverdienern unter den Vertrieblern gehört der Key-Account-Manager (94.000 Euro), der Marketingleiter (119.000 Euro), der Vertriebsleiter (135.000 Euro) und der Gesamtleiter für Marketing und Vertrieb (140.000 Euro).

6. Ärzte
Platz sechs der bestbezahlten Jobs in Deutschland sichert sich die Berufsgruppe der Ärzte. Doch auch hier steht das Jahresgehalt in Abhängigkeit zur Position. So liegt das Einstiegsgehalt junger Ärzte im Schnitt bei ca. 84.000 Euro im Jahr, während das Jahresgehalt von Oberärzten laut der Personalberatung Kienbaum zwischen 85.000 und 150.000 Euro schwankt. Je nach Alter und Dauer der Zugehörigkeit am jeweiligen Klinikum liegt das Jahresgehalt von Chefärzten zwischen 125.000 und 500.000 Euro. Bettenzahl, die Trägerschaft des Krankenhauses, die Mitarbeiterzahl und die Fachrichtung des Arztes variieren stark und sind der Grund für diese großen Spannen.

5. Investmentbanker
Investmentbanker und Private-Equity-Manager gehören noch immer zu den Bestverdienern in der Finanzwelt. Schon in den ersten Berufsjahren beträgt der Jahresverdienst rund 150.000 Euro. Je nach Bonistruktur und Position sind Jahresgehälter von mehr als 300.000 Euro kein Ding der Unmöglichkeit – und die Grenze nach oben ist offen.

4. Juristen
Auch bei den Juristen ist die Spanne der Einkommen gewaltig – abhängig davon, ob sie sich für den Beruf des Anwalts, Notars, Richters oder Staatsanwalts entscheiden oder aber in der Wirtschaft tätig sind.
Laut einer Erhebung der Bundesrechtsanwaltskammer verdienen Juristen in kleinen Kanzleien zwischen 26.000 und 39.000 Euro pro Jahr, in mittleren Kanzleien liegen die Einstiegsgehälter zwischen 50.000 und 80.000 Euro. In großen Wirtschaftskanzleien verdienen Absolventen zwischen 70.000 und 100.000 Euro pro Jahr – ohne Erfolgsbeteiligung. Bei Partnern in international agierenden Kanzleien sind auch 700.000 Euro pro Jahr nicht unüblich.

3. Politiker
Ein Bundestagsabgeordneter bekommt eine monatliche Diät in Höhe von 8.252 Euro. Hinzu kommen Entschädigungen in Höhe von 3.969 Euro pro Monat für arbeitsbedingten Mehraufwand. Bundeskanzlerin Angela Merkel verdient monatlich rund 17.000 Euro, auch sie bekommt eine monatliche steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung in Höhe von rund 1.000 Euro.

2. Geschäftsführer und Vorstände
Das Gehalt von Geschäftsführern und Vorständen hängt maßgeblich von der Größe des Unternehmens ab. So verdient der Chef eines kleinständischen Unternehmens rund 170.000 bis 184.000 Euro im Jahr, während die Vorstands- und Chefgehälter mittelständischer Unternehmen zwischen 234.000 und 379.000 Euro im Jahr liegen. Bei den Big Playern gibt es durchschnittlich 807.000 Euro pro Jahr und Boss. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

1. Unternehmensberater
Laut einer Erhebung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) liegt das Einstiegsgehalt eines Beraters zwischen 35.000 und 60.000 Euro pro Jahr. Hier gilt: Je größer das Unternehmen, desto höher die Bezüge. Wer Partner in einer der großen Managementberatungen wird, verdient im Schnitt zwischen 250.000 und 300.000 Euro.


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