Genialer Geistesblitz: So schaffen Sie es, dass Ihre Idee vom Team umgesetzt wird

Einen sehr guten Einfall haben ist die eine Sache. Diesen dem Team zu eröffnen und dafür zu sorgen, dass er in die Tat umgesetzt wird, eine völlig andere. Lesen Sie hier, wie Sie es schaffen, Gehör zu finden.


In vielen Büros geht es zu wie im im Zoo. Jeder will die meiste Aufmerksamkeit haben und am Ende gewinnt der (oder die), der am lautesten brüllt. Gerade Mitarbeiter, die eher still und vielleicht sogar introvertiert sind, haben es daher meist schwer, gehört zu werden. Was also tun, wenn Sie einen genialen Geistesblitz haben, der unbedingt in die Tat umgesetzt werden muss?

Sich Gehör im Büro verschaffen

Die ernüchternde Tatsache gleich vorweg: In den meisten Situationen kommt es nicht darauf an, was Sie sagen, sondern wie Sie es sagen. Das wird Ihnen jeder Stimmtrainer (ja, so etwas gibt es) bestätigen können. Menschen verschaffen sich am besten Gehör (im Büro und in jeder anderen Situation), indem sie eine gewisse Autorität in ihre Stimme legen und dadurch überzeugend rüber kommen. Was der Inhalt des Gesagten ist, ist nur von zweitrangiger Bedeutung. Politiker sind hierfür ein sehr gutes Beispiel.

Für Sie bedeutet das: Üben Sie, Ihre Vorschläge und Einfälle selbstbewusst vorzutragen und verstecken Sie sich nicht hinter einer unsicheren Stimme. Was Ihnen hierbei besonders hilft, ist Überzeugung. Wer von seiner Idee absolut überzeugt ist, wird es viel leichter haben, sich Gehör zu verschaffen.

Bloß nicht verstellen!

Ein weiterer Tipp, den viele Stimmtrainer ihren Kunden mit auf den Weg geben, ist dieser: Verstellen Sie niemals Ihre Stimme. Frauen, die sehr hoch sprechen, wirken schnell schrill. Bei Männern mit gestellt tiefer Stimme entsteht zwangsläufig ein monotoner Brummton, der nicht vertrauensvoll wirkt, sondern einfach nur einschläfert.

Wenn Sie wollen, dass Ihnen andere zuhören und Ihrer Idee Aufmerksamkeit schenken, sollten Sie genau die Stimme einsetzen, die Sie nun einmal haben. Das wirkt nicht nur besonders authentisch, sondern signalisiert auch, dass Sie es wirklich ernst meinen (und keine Späße machen).

Öffnen Sie Ihre Idee für andere

Dieser Punkt ist für die meisten am schmerzlichsten. Kennen Sie den Spruch „There is no I in Team“? Soll so viel heißen wie: Einzelkämpfer sind in der Gruppe nicht erwünscht oder zumindest ziemlich unbeliebt. Wenn Sie eine Aufgabe als Team bewältigen sollen, ist es unverzichtbar, Ihre Idee für die anderen zu öffnen. Denn nur weil Sie denken, dass Sie genial ist, bedeutet das nicht automatisch, dass es keinen Optimierungsbedarf gibt.

Damit am Ende das ganze Team von der Idee überzeugt ist und sie auch wirklich realisiert wird, sollte jedes einzelne Mitglied die Chance haben, eigene Ergänzungen einzubringen. Natürlich besteht dabei die Gefahr, dass Ihre ursprüngliche Idee mehr und mehr in den Hintergrund rückt und am Ende nicht mehr viel von ihr übrig bleibt. Genauso wahrscheinlich (und sogar noch viel wahrscheinlicher) ist jedoch, dass Ihr Einfall nach wie vor der Kern der Umsetzung ist und Sie am Ende das meiste Lob einstreichen können. Es zeugt von viel Professionalität, den eigenen Geistesblitz „freizugeben“ und damit dem Team zu signalisieren, dass man bereit für Optimierungen und Kompromisse ist.

Verkaufen Sie Ihre Idee

Egal ob Ihre Idee 1:1 übernommen oder noch einmal vom Team angepasst wird, am Ende kommt es maßgeblich darauf an, sie den Entscheidern im Unternehmen zu verkaufen. Das wiederum bedeutet, dass Sie gute Argumente für Ihren Einfall parat haben und diese überzeugend präsentieren sollten. Natürlich wird keine „Verkaufsshow“ wie beim Teleshopping von Ihnen verlangt, doch schadet auch hier eine gute Portion Selbstbewusstsein auf gar keinen Fall. Wenn Ihre Idee wirklich genial ist und gut vorgetragen wird, wird sie mit großer Wahrscheinlichkeit überzeugen.


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