Influencer Marketing und HR: Das müssen Sie unbedingt wissen

Es scheint so, als würde gerade das ganze Internet über Influencer Marketing sprechen. Doch was verbirgt sich hinter dem Hype? Und wie können Recruiter davon profitieren?

Wenn der Begriff Influencer Marketing fällt, denken die meisten automatisch an schöne Menschen, die lächelnd diverse Produkte in die Kamera halten und ihre Fotos auf Instagram hochladen. Dass sich das Phänomen jedoch seit dem Beginn stark weiterentwickelt hat und mittlerweile so viel mehr als nur der schöne Schein dahinter steckt, ist den meisten nicht bewusst. Der Einfluss bestimmter Personen im WWW kann nicht nur für Werbezwecke genutzt werden. Auch im Bereich Human Ressources wird er momentan immer wichtiger.

Was ist ein Influencer?

Bevor wir tiefer in die Materie einsteigen, wollen wir zunächst mit den Basics beginnen und klären, was ein Influencer ist. Denn auch wenn die Bezeichnung seit geraumer Zeit regelrecht inflationär verwendet wird, rankt sich noch immer jede Menge Halbwissen darum.

Influencer sind Personen, die sich regelmäßig in einem oder mehreren sozialen Netzwerken präsentieren und dort (sehr) viele Menschen erreichen. Aufgrund ihrer Persönlichkeit, ihres sympathischen Auftretens und/oder ihrer Authentizität gelten sie in der Regel als glaubwürdig. Ihren Einfluss (englisch: influence), den sie auf ihre Follower und Fans haben, nutzen sie beispielsweise, um auf Produkte, Aktionen und Veranstaltungen hinzuweisen.

Die meisten Influencer sind aktuell auf Instagram aktiv. Doch auch auf anderen Plattformen wie Youtube, Facebook und Twitter stößt man immer wieder auf sie und ihren Einfluss.

Manche Influencer werden von ihrer Community so stark verehrt, dass ihnen ein ähnlicher Status wie Schauspielern oder Musikern beigemessen wird. Beispiele hierfür sind der Blogger Riccardo Simonetti und die YouTuberin Bianca Heinicke aka. BibisBeautyPalace.

Was ist Influencer Marketing?

Hat man verinnerlicht, was ein Influencer ist, fällt es nicht mehr schwer, den Bogen zum Influencer Marketing zu schlagen. Diese „Sonderform“ des Online Marketings erfreut sich gerade größer Beliebtheit; und das zu recht. Denn gerade junge Zielgruppen, die man nur noch schwer über klassische Kanäle wie TV und Zeitung erreicht, lassen sich durch Influencer Marketing hervorragend „abholen“.

Bei dieser Form des Marketings geht es darum, den Einfluss des Onliners zu nutzen, um ein spezielles Produkt, eine Marke oder Dienstleistung zu bewerben.

Der große Unterschied zu anderen Werbeformen ist der Faktor Vertrauen. Fans und Follower glauben ihren Idole in den meisten Fällen, wenn diese etwas promoten und für gut befinden – vorausgesetzt natürlich, es wird mit einer gewissen Authentizität beworben.

Tipp: Dass Influencer Marketing auch hin und wieder sein Ziel verfehlt, wird auf ziemlich unterhaltsame Weise auf der Facebook-Seite „Perlen des Influencer-Marketings“ dokumentiert.

Influencer Marketing im Recruiting und Employer Branding

Es gibt schon jetzt einige Menschen, die der Meinung sind, Influencer Marketing sei die Zukunft des Personal-Marketings. Doch wie kann dieser Bogen von „Kauft Produkt XY, das ist super!“ zu „Komm zu uns, wir sind ein toller Arbeitgeber“ geschlagen werden?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Durch Employer Branding. Wie eingangs bereits erwähnt, hat sich das Influencer Marketing in den letzten Monaten weiterentwickelt und stark verändert. Es geht nicht mehr nur um den Perfektionismus auf Instagram, sondern um echte Menschen, denen man vertraut und die einen auch ohne Jetset-Lifestyle beeindrucken können.

Genau diese Menschen, diese „neue Generation“ von Influencer, eignen sich hervorragend für die Umsetzung konkreter Recruiting- und Employer Branding-Maßnahmen. Denn wenn Youtuber X oder Instagramerin Y sagt, dass ein Unternehmen Z sicher ein toller Arbeitgeber ist und vielleicht auch „zufällig“ gerade offene Stellen besetzen will, dann erzielt das mit großer Wahrscheinlichkeit eine unübersehbare Wirkung.

Gezielte Ansprache zukünftiger Arbeitnehmer

Dass sich die Auseinandersetzung mit Influencern und ihrem Einfluss lohnt, wird spätestens dann deutlich, wenn man sich vor Augen führt, wenn man dadurch erreichen kann: Die Arbeitnehmer von morgen und übermorgen.

Erst kürzlich haben wir hier auf dem Blog über die Generation Z berichtet – jene jungen Menschen, die ab der Mitte der 1990er Jahre geboren wurden und gerade allmählich den Arbeitsmarkt erobern.

Zu den besonders relevanten Eigenschaften der Generation Z gehören eine maximale Affinität für alles Digitale und die mangelhafte Loyalität gegenüber einem potentiellen Arbeitgeber. Verknüpft man diese beiden Aspekte miteinander, entsteht der ideale Nährboden für Employer Branding in Zusammenarbeit mit Influencern.

Tipp: Unter Umständen befindet sich ja sogar ein Influencer unter den Mitarbeitern in Ihrem Unternehmen. Diese Ausgangslage ist perfekt für eine Influencer-Kampagne mit den Zielen Employer Branding und Recruiting.


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