Interkulturelle Teams – worauf ist zu achten

Die Arbeit mit interkulturellen Teams ist für Unternehmen mit vielen Chancen verbunden. Um von den unterschiedlichen Einflüssen profitieren zu können, sollten im Zuge der Vorbereitung allerdings auch die besonderen Herausforderungen bedacht werden.


Interkulturelle Teams stellen in vielen Unternehmen mittlerweile die Norm dar. Immer mehr Mitarbeiter stammen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Daneben werden von einigen Unternehmen interkulturelle Teams auch ganz gezielt in der Projektarbeit eingesetzt. Der Vorteil dieser Teams besteht darin, dass die einzelnen Teilnehmer unterschiedliche Sichtweisen mit einbringen können, wodurch sich oftmals selbst komplexe Herausforderungen leicht meistern lassen. Allerdings gibt es bei der Arbeit mit interkulturellen Teams nicht nur die Vorzüge zu beachten, sondern ebenso sollten die Herausforderungen bekannt sein. Nur so ist es möglich, Komplikationen zu umgehen, um die Chancen durch eine Zusammenarbeit effektiv nutzen zu können.

Besonderheiten der Teamführung interkultureller Teams

Grundsätzlich sollten bei der Führung interkultureller Teams die gleichen Grundsätze gelten wie bei anderer guter Teamarbeit. Dennoch gibt es einige grundlegende Unterschiede zu beachten. Zu diesen zählen die besonderen Anforderungen an die Teamführung und das Team:

  • Sensibilität
    Durch die kulturelle Vielfalt wird von Führungskräften häufig ein hohes Maß an Sensibilität eingefordert, denn sie müssen frühzeitig erkennen, wenn Konflikte aufgrund kultureller Unterschiede auftreten. Dabei reicht es nicht aus, sich über die Unterschiede der Kulturen zu informieren. Vielmehr kommt es auf ein gutes Gespür an.
  • Zusammenarbeit ohne Vorurteile
    Zu den grundlegenden Voraussetzungen einer guten Führung interkultureller Teams zählt es ebenso die Forderung an alle Beteiligten, vorurteilsfrei miteinander umzugehen. Denn nur wenn die eigene Kultur nicht als Maßstab angesehen wird, ist ein respektvoller und damit auch ein erfolgsversprechender Umgang möglich.
  • Offenheit
    Einer der Vorzüge interkultureller Teams ist es, dass unterschiedliche Herangehensweisen und Lösungsansätze von den verschiedenen Mitgliedern eingebracht werden. Dieser Vorteil kann jedoch nur dann genutzt werden, wenn das Team offen für andere Anschauungen ist. Auch die Teamführung kann darauf einwirken, in dem sie ausreichend Raum für kreative Lösungsansätze anbietet.
  • Gemeinsame Basis schaffen
    Zum einen ist es zwar wichtig, sich über die unterschiedlichen kulturellen Besonderheiten zu informieren. Zum anderen kommt es aber genauso darauf an, in der Vorbereitung die Gemeinsamkeiten zu erkennen. Denn durch diese lässt sich eine gute Basis für die Zusammenarbeit schaffen, um bindende Regeln aufstellen zu können.

Liegen alle Informationen vor, dann können die Funktionen und Rollen der einzelnen Mitglieder festgelegt werden. Durch eine klare Definition lassen sich Missverständnisse und Konflikte vermeiden.

Kommunikation als Herausforderung interkultureller Teams

Erfolgreiche Teamarbeit fängt mit einer guten Kommunikation an. Deshalb sollten die Sprache wie auch die Kommunikationswege vorab genau festgelegt werden. Nur dann ist es möglich, unterschiedliche Informationslevels der einzelnen Teammitglieder zu umgehen.

Wie sich unterschiedliche Sprachkenntnisse auf die Kommunikation eines Teams auswirken, hängt dabei häufig auch von den gewählten Kommunikationswegen ab. Unterschiedliche Sprachkenntnisse können zum Beispiel eine virtuelle Zusammenarbeit erschweren. Fehlinterpretationen und Missverständnisse können nämlich gehäuft in Teams auftreten, die sich während der Kommunikation nicht sehen können. Dies kann bei Teams mit Teilnehmern unterschiedlicher Sprachkenntnisse noch verschärft werden. Die Teamführung sollte deshalb stets einen korrekten Informationsfluss sicherstellen. So kann es hilfreich sein, dass alle Teammitglieder zum Beispiel regelmäßig schriftlich über den aktuellen Stand in Kenntnis gesetzt werden.


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