IT: Fachkraft einstellen oder Freelancer beauftragen?

Outsourcing und der Einsatz von Freelancern für bestimmte Aufgabenbereiche prägen den modernen Arbeitsmarkt. Doch ist dieser Weg immer automatisch der beste?

Wenn Sie gerade händeringend auf der Suche nach qualifizierten IT-Fachkräften sind, dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft. Kaum eine andere Berufsgruppe ist derzeit so gefragt wie Informationstechniker. Was für die IT-ler ein wahrer Segen ist, kann für Sie als Recruiter schnell zur Herausforderung werden. Gerade weil der Bedarf gerade so groß ist, weichen immer mehr Firmen auf externe Freelancer aus. Doch was ist eigentlich besser – Fachkraft einstellen oder Freelancer beauftragen?

Diese Aspekte sprechen für den Freelancer

Wer als IT-Freelancer arbeitet, darf sich zur Zeit über eine ausgezeichnete Auftragslage freuen. Der Bedarf an Experten ist riesig und nicht wenige Unternehmen entscheiden sich bewusst für einen Freelancer.

Das liegt in den meisten Fällen an der Flexibilität, die der freie Mitarbeiter mit sich bringt. Gibt es für ihn mal keine Aufträge, kann die Zusammenarbeit kurzfristig unterbrochen oder beendet werden. Außerdem sind viele davon überzeugt, dass es günstiger ist, einen Freelancer zu engagieren als einen festen IT-Mitarbeiter einzustellen.

Nicht zuletzt muss auch gesagt werden, dass IT-Freelancer oftmals einen hohen Grad an Spezialisierung aufweisen und deswegen für ganz bestimmte Aufgaben und Projekte eingesetzt werden können.

Diese Aspekte sprechen für die angestellte Fachkraft

Gerade weil IT-Freelancer gerade so sehr gefragt sind, ergeben sich für ihre Auftraggeber unter Umständen aber auch ein paar Nachteile, die im Zweifelsfall den Erfolg wichtiger Projekte gefährdet.

Sie dürfen beispielsweise nie vergessen, dass Ihnen ein externer IT-ler nie exklusiv zur Verfügung steht, sondern immer auch für andere Auftraggeber tätig ist. Das heißt: Nicht immer, wenn Sie seine Dienste dringend benötigen, wird er sofort in der Lage sein, beispielsweise ein technisches Problem zu beheben. In diesem Fall ist es definitiv besser, eine fest angestellte Fachkraft im Team zu haben, die sich ausschließlich um die Belange des Arbeitgebers kümmert.

Diese Exklusivität bringt noch weitere Vorteile mit sich:

  • die IT-Fachkraft baut Loyalität zum Unternehmen auf
  • die IT-Fachkraft kann 100 Prozent seiner Aufmerksamkeit dem Unternehmen schenken
  • die IT-Fachkraft begleitet Projekte langfristig und entwickelt einen internen Expertenstatus

Ein anderer, durchaus entscheidender Vorteil von festen Angestellten (nicht nur im Bereich IT) ist, dass diese besser an ein Unternehmen gebunden werden können als ein Freelancer. Natürlich gibt es auch im Fall der festen Freien die Möglichkeit, Verträge aufzusetzen, doch sollte Ihnen eines immer bewusst sein: Es handelt sich hierbei um Selbstständige, die sich in der Regel ihre Freiheit bewahren wollen. Es wird sich daher kaum einer zu einem 5-Jahres-Vertrag hinreißen lassen.

Ein letzter Punkt, der für die Festanstellung und gegen einen Freelancer spricht, sind die zahlreichen schwarzen Schafe, die gerade die Branche überfluten. Die regelrecht explodierende Nachfrage sorgt dafür, dass sich viele unerfahrene IT-ler als Freelancer selbstständig machen und das große Geschäft wittern. Leider sind diese selbsternannten „Experten“ nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.

Beide Seiten bieten Pro und Contra

Wie Sie sehen, bringen sowohl Freelancer als auch angestellte Fachkräfte Vor- und Nachteile mit sich. Es gilt also, ganz genau hinzuschauen und im Einzelfall zu klären, welche Wahl die bessere ist.

Im Hinblick auf den War of Talents, den Fachkräftemangel und andere Entwicklungen ist es jedoch durchaus clever, den Fokus auf langfristige Zusammenarbeiten zu legen. Gerade dann, wenn Ihre Firma durchgehend Bedarf an IT-Fachkräften hat, ist eine Festeinstellung auf Dauer ratsamer.


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Bildquelle: Olivier Le Moal, Shutterstock.