Jobhopping: Öfter mal was Neues

Vom Berufseinstieg bis zur Rente in ein und demselben Unternehmen? Diese Zeiten sind vorbei! Das Phänomen Jobhopping – ein häufiger Berufswechsel – wird bei Arbeitnehmern immer beliebter. Doch während bei Personalern viele Jobstationen nicht gern gesehen sind, raten Experten dazu, öfter mal was Neues zu wagen. Wir zeigen Ihnen, wann und warum es Zeit für einen neuen Job ist.


Ob Stress, Langeweile oder Unsicherheit – Viele Arbeitnehmer sind unzufrieden in ihrem Job und stellen sich immer wieder die Frage: Bleiben oder gehen? Dabei wechselt in Deutschland durchschnittlich nur jeder zweite Arbeitnehmer frühestens nach zehn Jahren den Arbeitgeber. Experten warnen vor dieser ‚Beharrlichkeit‘: Mehr als drei Jahre im selben Job sind kritisch. Ein zu langes Verharren in einer Position wirkt sich besonders im IT-Bereich negativ auf die eigene Karriere aus. Doch ein Jobwechsel birgt zwei wesentliche Vorteile:

Bessere berufliche Perspektiven

Wer öfter den Job wechselt, lernt mehr. Jobwechsler sind in vielen Fällen besonders motivierte und engagierte Mitarbeiter. Da ein neuer Job auch immer eine neue Herausforderung bedeutet, sind sie bestrebt, in kürzester Zeit den besten Eindruck zu hinterlassen. Nutzen auch Sie die Gelegenheit und erweitern Sie durch einen Berufswechsel sowohl Ihre persönlichen und beruflichen Fähigkeiten, als auch Ihr Wissen. Jobhopping macht Sie so gegenüber anderen Bewerbern zu einem attraktiven Bewerber auf dem Arbeitsmarkt.

Bessere Verdienstmöglichkeiten

Wer öfter seinen Job wechselt, verdient mehr. Mit dem Jobwechsel steigt auch Ihre Gehaltskurve. Denn während Sie bei betriebsinternen Gehaltserhöhungen mit lediglich drei bis vier Prozent mehr Lohn rechnen können, sind bei einem Arbeitswechsel zehn bis zwanzig Prozent Lohnerhöhung möglich. Ein häufiger Jobwechsel geht damit häufig auch mit besseren Verdienstmöglichkeiten einher. Und laut Berechnungen von Forbes verdienen Jobhopper am Ende ihrer beruflichen Laufbahn etwa 50 Prozent mehr als ihre Kollegen, die selten oder nie den Arbeitsplatz gewechselt haben.

Job wechseln, aber richtig

Dennoch sollte ein Jobwechsel immer gut durchdacht sein. Denn wer allzu oft den Job wechselt, nährt Zweifel an seiner Teamfähigkeit und Kompetenz. Lassen Sie nicht den Eindruck aufkommen, Sie seien sprunghaft und unzuverlässig. Sie können Ihren Job wechseln, aber richtig. Achten Sie auf einen angemessenen Arbeitsrhythmus – eine Faustregel spricht von mindestens zwei Jahren in einem Unternehmen – und eine gute Begründung für Ihre Berufswechsel.


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