Jobsuche via Twitter: So zwitschern Sie sich zum #Traumjob

Nur 140 Zeichen für eine Bewerbung? Social Media macht’s möglich! Die besten Tipps und beliebtesten Hashtags für Ihre Jobsuche via Twitter.


Die Digitalisierung beeinflusst zunehmend auch den Bewerbungsprozess und löst Anschreiben, Lebenslauf und Co mehr und mehr durch Online-Jobbörsen oder innovative Bewerbungsstrategien ab. Um aus der Masse herauszustechen, setzen immer mehr Bewerber auf einen eigenen Bewerberblog, soziale Netzwerke oder sogar die Videobewerbung via YouTube. Doch wussten Sie, dass Sie sich selbst auf Twitter mit gerade einmal 140 Zeichen zum Traumjob zwitschern können?

Twitter – eine virtuelle Jobmesse

Twitter ist ein von vielen Bewerbern vernachlässigtes soziales Netzwerk auf dem digitalen Stellenmarkt. Während sich die meisten Jobsuchenden vor allem in Online-Jobbörsen, bei Xing und LinkedIn oder auch Facebook auf die Suche nach attraktiven Stellenangeboten begeben, vermuten sie hinter den kurzen Tweets mit der berühmten Raute bislang nur selten einen wahren Traumjob. Ein großer Irrtum, denn spätestens seit 2015 hat sich die Social-Media-Plattform international als virtuelle Jobmesse etabliert. Damals konnten die Nutzer am 24. Februar unter dem Hashtag #DeinJob Kontakt zu verschiedensten nationalen und internationalen Unternehmen aufnehmen oder sich an Diskussionen zu den Themen Jobs beziehungsweise Jobsuche beteiligen. Doch auch außerhalb einer solchen „offiziellen“ Jobmesse schreiben immer mehr Unternehmen ihre offenen Stellen über Twitter aus und versehen sie mit entsprechenden Hashtags. Ein wahres Paradies für Jobsuchende, wenn sie diese Funktion für sich zu nutzen wissen. Wie das geht? Wir verraten es Ihnen in fünf einfachen Schritten:

#1 Jobsuche via Twitter: Einen professionellen Account anlegen

Zuerst einmal benötigen Sie natürlich einen Twitter-Account. Diesen anzulegen ist denkbar einfach und innerhalb weniger Minuten geschehen. Über Ihren späteren Erfolg oder Misserfolg bei der Jobsuche via Twitter allerdings, entscheiden Design und Inhalt Ihres Profils. Das Stichwort lautet hier: Professionalität! Nutzen Sie also nicht Ihren privaten Account, sondern erstellen Sie für Ihre Jobsuche einen rein beruflichen und laden Sie dort keinerlei private Informationen, Fotos oder Statusmeldungen hoch. Nutzen Sie ein seriöses Profilbild, gerne ein professionelles Bewerberbild vom Fotografen. Tweeten oder retweeten Sie lediglich Inhalte, die beruflich relevant sind oder potentiellen Personalern als Besucher auf Ihrem Profil einen ersten Eindruck von Ihrer Arbeit geben. Dafür kommen also Arbeitsproben, Links auf Ihren Xing-Lebenslauf oder auch wissenschaftliche Artikel zu Ihrem Fachgebiet infrage.

#2 Jobsuche via Twitter: Stellenausschreibungen finden durch Hashtags

Sobald Sie einen Account haben, kann es eigentlich auch schon losgehen mit der Jobsuche. Sie müssen Ihr Twitter-Profil dafür gar nicht mühsam füllen. Nutzen Sie stattdessen die Suchfunktion mit der kleinen Lupe, um aktuelle Stellenangebote zu finden. Hier können Sie die meistgenutzten Hashtags rund um das Thema „Jobsuche“ eingeben:

  • #DeinJob
  • #Hiring
  • #ITJobs
  • #Job
  • #Jobs
  • #Jobsuche
  • #Karriere
  • #Stellenagebot

Am ehesten finden Sie einen für Sie relevanten Job, wenn Sie diese Hashtags mit Ihrer Berufsbezeichnung kombinieren, also zum Beispiel nach „Stellenagebote Medien“ oder „DeinJob Praktikum Architektur“ suchen. Sollten Sie sich gezielt für ein Unternehmen interessieren, können Sie auch einmal nachsehen, ob es vielleicht einen eigenen Recruiting-Account auf Twitter besitzt, zum Beispiel „@BayerKarriere“ oder „@P7S1Karriere“. Auch sogenannte Aggregatoren, die Jobs für eine spezielle Branche zusammensuchen und auf Twitter veröffentlichen, schießen immer mehr aus dem Boden. Beispiele hierfür sind „@startupjobsger“ oder „@Jobs_OMarketing“. Ihre Devise für die Jobsuche via Twitter lautet also: Recherche, Recherche, Recherche!

#3 Jobsuche via Twitter: Aktiv zum Traumjob zwitschern

Die Suche nach Stellenangeboten auf Twitter birgt unendliche Möglichkeiten. Dennoch kann es natürlich nicht schaden, wenn Sie sich zeitgleich zu Ihrer aktiven Jobsuche auch passiv von Personalern oder Unternehmen finden lassen. Hierfür können Sie erst einmal selbst einen der 140 Zeichen kurzen Tweets aufsetzen. Auch Arbeitgeber suchen nämlich manchmal gezielt nach Hashtags, um potentielle Bewerber oder Fachkräfte für ihr Unternehmen zu finden und gegebenenfalls zu rekrutieren. Ein kurzes Statement Ihrerseits kann mit der richtigen Formulierung sowie den passenden Hashtags daher zum wahren Wundermittel Ihrer passiven Jobsuche werden und vielleicht kommt der Traumjob ja ganz von selbst zu Ihnen. So oder so ähnlich zwitschern Sie sich zum Erfolg:

„#ausbildungssuchend im Bereich #Industriekaufmann, E-Mails an …“

„#Fachkraft im Bereich #IT und #Medien, derzeit auf #Jobsuche, Bewerbung unter http://…“

Extra-Tipp: Besonders wichtig ist es, dass Sie Interessenten die Möglichkeit geben, Sie zu kontaktieren oder über einen Link weitere Informationen über Sie als Person abzurufen. Lange URL-Adressen können dann aber schon einmal Ihre 140 Zeichen auffressen und Ihnen so kaum mehr Platz für Ihre eigentliche Zwitscher-Nachricht lassen. Nutzen Sie daher einen sogenannten „Link-Shortener“, zum Beispiel:

So haben Sie mehr Platz für Ihre eigentliche Nachricht und wirken zugleich deutlich professioneller.

#4 Jobsuche via Twitter: Social-Media-Strategie komplettieren

Natürlich können Sie Twitter lediglich nutzen, um attraktive Stellenangebote zu finden und anschließend den klassischen Bewerbungsweg zu wählen. Andererseits können Sie die Personaler aber auch direkt online von sich überzeugen. Durch eine professionelle Social-Media-Strategie heben Sie sich nämlich positiv von der Konkurrenz ab und bleiben garantiert im Gedächtnis. Auffallen ist im Bewerbungsprozess ja bekanntlich die halbe Miete. Sie können Ihre Jobsuche via Twitter daher auch als Bestandteil einer kompletten Social-Media-Kampagne gestalten und Interessenten gezielt auf Ihre YouTube-Bewerbung, einen Bewerber-Blog, Ihre Webseite oder auch ein weiteres Social-Media-Profil wie Xing weiterleiten. Diese verschiedenen Bestandteile Ihrer Bewerberstrategie sollten sich gegenseitig ergänzen und einen roten Faden erkennen lassen. Das bedeutet: Verwenden Sie überall dasselbe Bewerberbild, machen Sie die gleichen und natürlich wahrheitsgetreuen Angaben zu Ihrem Werdegang und geben Sie spannende Einblicke in Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen, zum Beispiel durch Arbeitsproben.

Achtung: Vergessen Sie niemals Ihre Kontaktdaten, damit die interessierten Personaler oder Unternehmen Sie auch erreichen können. Je schneller diese Ihre E-Mail-Adresse oder Telefonnummer zur Hand haben, umso größer sind Ihre Chancen auf eine Kontaktaufnahme.

#5 Jobsuche via Twitter: Netzwerke sind zum Netzwerken da

Gerade diese Kontaktaufnahme ist es schlussendlich, um welche sich all Ihre Bemühungen auf Twitter und Co drehen. Die sozialen Netzwerke sind schließlich in erster Linie zum Netzwerken da. Gehen Sie daher offen auf Unternehmen, Personaler oder auch Fachkräfte aus Ihrer Branche zu, knüpfen Sie so viele Kontakte wie möglich, beteiligen Sie sich an öffentlichen Diskussionen oder sprechen Sie andere Twitter-Nutzer direkt mit einem Tweet an (@UserName). Persönliche Beziehungen – selbst in digitaler Form – sind das Salz in der Suppe für Ihre Jobsuche. Denn Sie wissen ja: „Zwei Drittel aller unbesetzten Stellen werden unter der Hand vergeben“, sprich über Kontakte. Und an kaum einem Ort knüpfen Sie so viele Kontakte wie im World Wide Web. Probieren Sie es aus und zwitschern Sie sich zu Ihrem Traumjob!


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