Jobwechsel geplant? Diese 5 Grundregeln müssen Sie unbedingt beachten

Ein Jobwechsel kann viele verschiedene Gründe haben. Wenn Sie als Arbeitnehmer sich dafür entscheiden, sollten Sie unbedingt folgende fünf Prinzipien berücksichtigen.

Nicht immer findet ein Jobwechsel freiwillig statt. Manchmal geht ihm eine arbeitgeberseitige Kündigung voraus, ein anderes Mal werden Sie durch einen Umzug dazu gezwungen und ein drittes Mal geht vielleicht das gesamte Unternehmen insolvent. In den aktuellen Zeiten des Fachkräftemangels kommt es aber immer häufiger vor, dass Arbeitnehmer freiwillig ihren aktuellen Arbeitsvertrag an den Nagel hängen. Wieso auch nicht, schließlich warten auf hoch qualifizierte und erfahrene Fachkräfte eine Menge attraktiver Jobangebote. Gerade, wer in seiner aktuellen Anstellung unzufrieden ist, beispielsweise aufgrund von ständigen Konflikten mit dem Vorgesetzten oder einer Unterbezahlung, sollte daher über einen Jobwechsel nachdenken. Wenn Sie sich tatsächlich dafür entschieden haben – aus welchen Gründen auch immer – müssen Sie aber folgende fünf Grundregeln beachten:

Grundregel #1: Der neue Job sollte eine Verbesserung darstellen!

Völlig unabhängig von Ihren Wechselgründen sollte der neue Job gegenüber dem vorherigen unbedingt eine Verbesserung darstellen, egal auf welcher Ebene. So ist es in der Regel üblich, dass mit dem Wechsel des Arbeitsplatzes auch eine Gehaltserhöhung einhergeht. Normalerweise handelt es sich dabei um etwa drei bis fünf Prozent gegenüber dem vorherigen Verdienst. In Ausnahmefällen, zum Beispiel beim Wechsel in eine Führungsposition, sind aber auch Steigerungen von zehn bis 20 Prozent möglich. So oder so sollten Sie die Chance zur Gehaltsverhandlung nutzen.

Doch das Gehalt ist nicht der einzige Faktor, welcher eine Verbesserung darstellen kann. Selbst bei einem gleichbleibenden oder sogar schlechteren Gehalt kann ein Jobwechsel sinnvoll sein, wenn er an anderer Stelle eine Verbesserung des Status Quo mit sich bringt: Beim Betriebsklima zum Beispiel, den Arbeitsinhalten oder durch den Wegfall von langen Pendlerwegen. Schlussendlich kommt es also nur darauf an, dass Sie in irgendeiner Art und Weise im neuen Job zufriedener sein werden als im alten. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie Ihre Entscheidung zur Kündigung noch einmal überdenken.

Grundregel #2:  Gehen Sie im Guten!

Natürlich kann es sein, dass Sie innerlich einen großen Groll gegen Ihren bisherigen Arbeitgeber, den Vorgesetzten oder die Kollegen hegen. Doch eine Kündigung ist nicht die Gelegenheit, Ihrer Frustration und Aggression freien Lauf zu lassen. Egal, wie schwer es Ihnen fällt: Gehen Sie unbedingt im Guten! Bekanntlich trifft man sich im Leben immer zweimal und so kann es durchaus sein, dass Sie eines Tages wieder mit früheren Kollegen oder Ihren Vorgesetzten zusammenarbeiten müssen. Zudem kann es sich unternehmensübergreifend herumsprechen, wenn Sie sich in Ihren letzten Tagen oder Wochen vor dem Ausscheiden aus dem Betrieb danebenbenehmen. Der dadurch entstandene Imageschaden wirkt sich schlimmstenfalls nachteilig auf Ihre neue Anstellung und zukünftige Karriere aus. Unterschätzen Sie daher niemals die Wichtigkeit eines guten letzten Eindrucks – und machen Sie Ihren negativen Emotionen lieber im Privatleben Luft, zum Beispiel beim Sport.

Grundregel #3: Arbeiten Sie bis zum letzten Tag!

Wenn das bestehende Arbeitsverhältnis ohnehin in Kürze ausläuft, wäre eine Krankschreibung sehr verlockend. Ihre Motivation ist ohnehin auf ein Minimum geschrumpft und so hätten Sie noch einige freie Tage, um vor dem Start in den neuen Job frische Energie zu tanken. Dennoch sollten Sie niemals nach einer Kündigung krankfeiern. Auch das wirft ein schlechtes Licht auf Sie und kann den bereits erwähnten Imageschaden nach sich ziehen. Gleichzeitig verwehren Sie sich dadurch selbst die Chance auf einen positiven Abschluss dieses Kapitels in Ihrem Leben – unabhängig davon, wie negativ Sie dieses erlebt haben. Wenn Sie noch Resturlaub haben oder Überstunden abbauen müssen, kann sich die Zeit bis zum letzten Arbeitstag natürlich verkürzen und Sie haben noch die gewünschte Auszeit vor dem Neustart. Doch auch dann sollten Sie zumindest bis zum letzten verbleibenden Tag arbeiten, fleißig sein, positive Stimmung verbreiten und sich angemessen verabschieden.

Grundregel #4: Gehen Sie nicht, ohne Tschüss zu sagen!

Apropos Verabschiedung: Es gehört sich so, dass Sie am letzten Arbeitstag zumindest allen relevanten Personen ordentlich Tschüss sagen. Noch bessere wäre es, wenn Sie einen kleinen Ausstand planen, zum Beispiel bei Kaffee und einem mitgebrachten Kuchen. So können Sie den letzten Tag noch sinnvoll nutzen, sich bei Kollegen, Vorgesetzten & Co bedanken und Ihren Wehmut – sollten Sie einen solchen verspüren – ein wenig mildern. Zuletzt handelt es sich auch schlichtweg um ein Zeichen von Respekt.

Grundregel #5: Sprechen Sie niemals schlecht über Arbeitgeber!

Die letzte Grundregel gilt für sämtliche Situationen vom Bewerbungsgespräch auf die neue Stelle über das Einlernen Ihres Nachfolgers bis hin zum Feierabendbier unter Kollegen: Sprechen Sie niemals schlecht über Ihren aktuellen oder früheren Arbeitgeber. Bleiben Sie stets höflich und professionell – und sagen Sie lieber überhaupt nichts, wenn Ihnen nichts Positives in den Sinn kommt. Lästereien werfen nämlich schlussendlich nur auf eine Person ein schlechtes Licht, und zwar Sie selbst. Auch in dieser Situation ist also manchmal Reden Silber und Schweigen Gold.

Welche weiteren Grundregeln sollten Arbeitnehmer bei einem Jobwechsel beachten?


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