Lärm am Arbeitsplatz: Produktiv trotz Lautstärke

Eine mäßige Lärmbelästigung am Arbeitsplatz ist auch im Büro üblich. Einige Tipps können hilfreich sein, Verhaltensweisen zu entwickeln, mit denen sich störende Geräuschkulissen umgehen lassen.


Lautstarke Gespräche unter Kollegen, klingelnde Telefone, das Geräusch vom Drucker oder von Absätzen auf dem Fußboden können auf Dauer nicht nur stören, sondern auch die Konzentration am Arbeitsplatz beeinträchtigen. Selbst quietschende Schuhe auf glattem Untergrund können störend wirken. Viele der üblichen Geräusche im Büro müssen Arbeitnehmer jedoch einfach hinnehmen, denn sie gehören zum Tagesgeschäft dazu. Aber insbesondere in offen gestalteten Großraumbüros ist der Geräuschpegel häufig besonders hoch. Umso wichtiger ist es dann, sich selbst zu helfen, um mit dem Lärm am Arbeitsplatz besser umgehen zu können.

Tipps für weniger Stress durch Lärm im Büro

Lässt sich der Lärm nicht einfach abstellen, gibt es einige Möglichkeiten, diesen zu umgehen:

  • Hintergrundgeräusche
    Gegen Lärm können häufig Hintergrundgeräusche wie Musik aus dem Radio helfen. Mit der Musik lässt sich der Lärm zwar nicht überdecken, aber immerhin bietet die Musik einem die Möglichkeit, sich auf ein angenehmes Geräusch zu konzentrieren. Die Musik kann vom störenden Lärm ablenken.
  • Hilfsmittel wie Ohrstöpsel oder Kopfhörer
    Diese Hilfsmittel können die Lärmwahrnehmung teilweise oder vollständig abstellen. Lässt der Arbeitsplatz die Nutzung zu, dann bietet es sich an, zumindest zeitweise darauf zurückzugreifen. Insbesondere bei Arbeiten, welche eine hohe Konzentration erfordern, können Ohrstöpsel oder Kopfhörer zum Einsatz kommen.
  • Ruhige Pausen
    Bei andauerndem Krach können sich kurze aber ruhige Pausen als besonders erholsam erweisen.
  • Geräusche bewusst ausblenden
    Nicht immer ist es möglich, den Geräuschen aus dem Weg zu gehen. Dann kann es manchmal helfen, diese bewusst auszublenden. Das erfordert zwar Übung und lässt sich nicht sofort umsetzen, es kann jedoch langfristig Linderung verschaffen. Wichtig dabei ist, sich ganz bewusst auf die Arbeit oder auf angenehme Hintergrundgeräusche zu konzentrieren.
  • Kollegen oder Vorgesetzte informieren
    Bei zu starker Lärmbelästigung ist es nicht immer möglich, das Problem durch eigene Ideen zu umgehen. Dann ist es wichtig, den zu hohen Geräuschpegel am Arbeitsplatz anzusprechen. In manchen Fällen lässt sich die Ursache einfach beseitigen, wenn zum Beispiel die Kaffeemaschine einen anderen Standort erhält oder ein Teppich dafür sorgt, dass störende Geräusche durch Schuhabsätze ausbleiben.
  • Arbeitszeit anpassen
    Sie sind eh Frühaufsteher? Dann nutzen Sie das: Arbeiten Sie dann, wenn das Büro noch nicht so voll ist und Sie ungestört Ihre Aufgaben erledigen können.
  • Fragen Sie nach einem Einzelbüro
    Fragen kostet nichts – sprechen Sie Ihren Vorgesetzten an und klären Sie mit ihm ab, welche Rückzugsmöglichkeiten Ihre Arbeitsstelle bietet.

Geräusche wirken sich nicht immer kontraproduktiv aus

Geräusche am Arbeitsplatz müssen sich jedoch nicht immer negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Denn Menschen sind grundsätzlich an Geräusche gewöhnt, wodurch die vollständige Stille durchaus beunruhigend wirken kann. Einige Studien gehen sogar davon aus, dass sich Kreativität besonders gut bei einem mäßigen Geräuschpegel entwickeln kann. So ist es je nach Tätigkeit nicht immer angeraten, sich in ein stilles Bürozimmer zurückzuziehen. Wird der Geräuschpegel jedoch überschritten, leidet schnell die Konzentration und die Produktivität sinkt.


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