Männlich, 27, zufrieden: Start-up-Gründer in Deutschland

Wer gründet in Deutschland ein Start-up? Und haben wirklich alle einen Kickertisch? Eine aktuelle Umfrage klärt nun alle Fragen rund um das Thema Start-up. 


Zum vierten Mal hat der Deutsche Startup Monitor (DSM) sich mit den aktuellen Trends rund um das Thema Start-ups in Deutschlandups befasst. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

Die meisten Start-ups in Deutschland entstehen in Berlin (17 Prozent). Weitere Hotspots sind die Metropolregion Rhein-Ruhr (14,1 Prozent), Stuttgart/Karlsruhe (8,9 Prozent), München (7,0 Prozent) und Hamburg (6,4 Prozent). Eine neue, für Gründer offenbar hippe Region ist hinzugekommen: Oldenburg/Hannover (6,9 Prozent).

Hauptsitz der Start-ups 

DSM

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Gründer und Teams

Das durchschnittliche Alter bei der ersten Gründung liegt bei 27,3 Jahren, wobei Männer mit 26,8 Jahren deutlich früher gründen als Frauen mit 31,0 Jahren. Die jüngsten Gründer kommen aus der Region Rhein-Ruhr (25,8 Jahre), die ältesten aus der Region Hannover/Oldenburg (30,3 Jahre).

Alter bei erstmaliger Gründung 

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Derzeit sind mehr Frauen als je zuvor unter den Gründern. Dennoch ist ihr Anteil mit 13,9 Prozent noch immer sehr gering, wobei er mit 23,3 Prozent in Hamburg am höchsten und mit 8,1 Prozent in München am niedrigsten ist. Nur unter den ausländischen Chefs gibt es mehr Frauen als Männer, wobei diese Gruppe nicht sehr groß ist: 92 Prozent der Gründer stammen aus Deutschland.

Die Belegschaft deutscher Start-ups wird hingegen internationaler: 30 Prozent der Mitarbeiter besitzen derzeit keine deutsche Staatsbürgerschaft – im vergangenen Jahr waren es noch 22 Prozent.

Typisch deutsches Start-up?

Um Start-ups ranken sich so einige Mythen und (positive) Vorurteile darum, was sie von anderen Unternehmen unterscheidet. Das Ergebnis des DSM: In fast allen Start-ups (94,6 Prozent) sind Sweater und Hoodies im Büro erlaubt. Knapp ein Viertel hat einen Kickertisch im Büro und in 10,8 Prozent der Start-ups gibt es eine Feel-Good/Start-up-Oma.

Typisch deutsches Start-up

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Ob es an dem lockeren Umfeld oder der jungen Unternehmenskultur liegt: Insgesamt sind die Start-up-Gründer (7,3 Prozent) laut Studie zufriedener in ihrem Leben als Angestellte.

Die wichtigsten Fakten aus dem DSM 2016

  • Der Anteil der Startup-Gründerinnen steigt weiter auf 13,9 Prozent und in immer mehr Regionen entwickeln sich aktive Startup-Szenen.
  • Über 80 Prozent der DSM-Startups planen eine (weitere) Internationalisierung. Die größten Hürden dabei sind Differenzen in Gesetzgebung und Regulierung sowie im Steuersystem.
  • Internationale Belegschaft: 30 Prozent der Mitarbeiter deutscher Startups stammen aus dem (EU-)Ausland. In Berlin sind es sogar 42 Prozent.
  • Die DSM-Startups 2016 schaffen im Durchschnitt 14,4 Arbeitsplätze (inkl. Gründer).
  • Flache Hierarchien dominieren: 33,9 Prozent der Startups verfügen über nur eine Hierarchieebene und 95,3 Prozent haben maximal drei Hierarchieebenen.
  • Die DSM-Startups sammelten bislang über 1,1, Mrd. Euro externes Kapital ein und ihr Kapitalbedarf in den kommenden zwölf Monaten beläuft sich auf ca. 1,3 Mrd. Euro.

Titelbildquelle: ESB Professional/Shutterstock