Mentor gesucht! Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Vorbilder – oder auch Idole – verbinden die meisten von uns mit der eigenen Jugend. Doch haben Sie gewusst, dass es auch im Erwachsenenalter sinnvoll sein kann, jemandem nachzueifern?


Der Weg der persönlichen Karriere sieht für jeden Menschen anders aus. Während die einen private Kontakte als Sprungbrett nutzen, setzen andere auf einen längeren Auslandsaufenthalt, der den Lebenslauf aufpoliert. Wieder andere suchen sich einen persönlichen Mentor, der auch als berufliches Vorbild oder Karriere-Idol bezeichnet werden kann. Warum diese Herangehensweise so sinnvoll ist? Lesen Sie es im nachfolgenden Beitrag.

Inspiration, Motivation, Navigation

Das Ziel erscheint klar vor Ihren Augen, doch Sie wissen noch nicht genau, wie Sie es erreichen sollen? Dann könnte Ihnen unter Umständen ein berufliches Vorbild beziehungsweise ein Mentor helfen. Personen, zu denen Sie (im beruflichen Kontext) aufschauen, unterstützen Sie auf verschiedenen Ebenen und können durchaus dazu beitragen, dass Ihnen der nächste Karriere-Schritt gelingt.

Warum? Weil Vorbilder Ihnen nicht nur den Weg weisen, sondern auch eine starke inspirierende und motivierende Wirkung haben können. Sie sind in aller Regel ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Karriere in Ihrer Branche und zeigen, wie unterschiedlich der „Weg nach oben“ aussehen kann.

Wie finde ich ein berufliches Vorbild?

Wer ein berufliches Vorbild haben will, muss sich aktiv auf die Suche danach machen. In den wenigsten Fällen wird Ihr Idol an der Haustür klingeln und sich als Ihr Mentor anbieten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um ein Karriere-Vorbild zu finden:

  • Netzwerk- und andere Veranstaltungen: Offline-Events sind auch im Zeitalter der Digitalisierung nach wie vor eine hervorragende Option, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Nutzen Sie die persönlichen Begegnungen, um sich vorzustellen und im Gedächtnis Ihres Gegenübers zu bleiben.
  • Google und Co.: Die Nutzung einer Suchmaschine kann so einfach und doch so schwer sein. Wonach genau soll man suchen, wenn man ein berufliches Vorbild haben will? Und was tut man, wenn man einen potentiellen Kandidaten gefunden hat? Bei der Nutzung von Google und Co. können Sie sich auf spezielle Branchen, Berufe und auch Regionen fokussieren. Haben Sie eine interessante Person gefunden, können Sie entweder weitere Informationen sammeln oder direkt einen ersten Kontaktversuch wagen. Wir empfehlen hierfür eine unverfängliche E-Mail mit klarem Betreff.
  • Soziale Medien: Digitale Netzwerke wie Facebook, Xing, LinkedIn und Twitter sind hervorragende (virtuelle) Orte, um nach einem beruflichen Vorbild zu suchen. Nutzen Sie hierzu beispielsweise Gruppen und Diskussionsforen.
  • Mastermind-Gruppen: In Mastermind-Gruppen treffen sich völlig unterschiedliche Menschen, um sich zu einem bestimmten Thema auszutauschen. Wenn keines der Gruppenmitglieder als Karriere-Vorbild „taugt“, besteht noch die Möglichkeit einer Empfehlung aus den Netzwerken der anderen.
  • Filme, Bücher, Serien,…: Wo steht eigentlich geschrieben, dass ein Vorbild eine reale Person sein muss? Es ist durchaus legitim, das persönliche Idol in fiktiven Welten zu suchen. Wichtig ist hierbei der Faktor Realität. Fantasy-Filme und Science Fiction-Bücher sind keine guten Ausgangspunkte für die Suche nach einem beruflichen Vorbild.

So ziehen Sie einen Nutzen aus Ihrem Vorbild

Wenn Sie Ihr Vorbild schließlich gefunden haben, gilt es natürlich, auch einen Nutzen daraus zu ziehen. Dies gelingt beispielsweise, indem Sie den Werdegang der Person genau studieren. Welchen Weg ist er/sie gegangen? Welche Probleme und Konflikte musste er/sie meistern? An welchen Punkten ist er/sie gescheitert? Aus welchen Situationen ist er/sie gestärkt hervorgegangen? Welche Entscheidung von Ihm/ihr bewundern Sie besonders? Welche hätten Sie so nicht getroffen?

Indem Sie Fragen dieser Art beantworten, lernen Sie Stück für Stück die Karriere Ihres Vorbilds kennen und können die Erkenntnisse auch auf die eigene Laufbahn übertragen.

Übrigens: Es ist durchaus in Ordnung, mehrere Vorbilder zu haben, die sich gern auch stark voneinander unterscheiden dürfen. Je verschiedener die Karrieren, desto besser. Sie zeigen Ihnen nämlich, dass es immer mehrere Wege zum Ziel gibt.

Was unterscheidet ein Vorbild von einem Mentor?

Wer sein berufliches Vorbild nicht nur stillschweigend analysieren und aus der Ferne bewundern will, sollte darüber nachdenken, das Idol zum persönlichen Mentor zu machen. Der Unterschied? Sie treten aktiv miteinander in Kontakt und pflegen einen regelmäßigen Austausch auf beruflicher Ebene. Ein Mentor steht Ihnen zur Seite, wenn Sie eine Frage haben oder eine wichtige Entscheidung bevorsteht. Er (oder sie) gibt Ihnen Tipps, stellt Ihnen wichtige Personen vor und empfiehlt Sie bei Gelegenheit weiter. Ein Vorbild hingegen muss nicht einmal zwangsläufig etwas von Ihrer Existenz wissen (geschweige denn selbst existieren).


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