Mit diesen Fragen blamieren sich Bewerber im Vorstellungsgespräch

Es gibt Fragen, die sollten Sie im Bewerbungsgespräch keinesfalls stellen. Sie vernichten nämlich nicht nur Ihre Chancen auf den Job, sondern können auch noch zur echten Blamage werden.


Völlig unabhängig davon, wie gut Ihre Bewerbungsunterlagen waren – das Vorstellungsgespräch ist es, welches über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Hier hinterlassen Sie den ersten persönlichen Eindruck und dieser ist bekanntlich bleibend. Eine gute Vorbereitung ist deshalb das A und O, um den Traumjob zu ergattern. Viele Bewerber machen allerdings den Fehler, sich ausschließlich auf klassische Fragen wie die nach den Stärken und Schwächen oder individuellen Zukunftsplänen vorzubereiten. Was sie dabei gänzlich vergessen, ist, sich auch eine Liste jener Fragen anzulegen, welche sie selbst am Ende stellen möchten. Hier sollten Sie gewisse Fragen zudem mit einem fetten Rotstift markieren, denn diese sind ein absolutes No-Go in jedem Vorstellungsgespräch. Manchmal kommt es eben nicht nur darauf an, was Sie sagen, sondern auch darauf, was Sie nicht sagen. Bei folgenden Fragen ist Reden Silber und Schweigen Gold, denn sie disqualifizieren Sie für die Stelle und machen all Ihre Chancen auf den Job in Sekundenschnelle zunichte. Und als wäre das noch nicht genug, sorgen sie eventuell für eine gehörige Blamage. Welche sind sie also, diese Fragen auf der roten Liste, welche Sie keinesfalls im Bewerbungsgespräch stellen dürfen?

Fettnäpfchen-Alarm: Unsere Rangliste der Peinlichkeiten

Es gibt keine dummen Fragen? Von wegen! Im Bewerbungsgespräch können die falschen Fragen Sie als unprofessionell entlarven und für einen herzhaften Lacher bei den Personalern sorgen:

1. Um welche Stellenausschreibung handelt es sich nochmal?
Genauso wenig, wie Sie die zweite Wahl des Unternehmens sein möchten, will das Unternehmen Ihr Plan B sein. Natürlich haben Sie sich noch bei anderen Unternehmen beworben. Vielleicht waren es sogar unzählige. Dennoch sollten Sie dem Personaler im Bewerbungsgespräch glaubhaft vermitteln, dass dieser Arbeitgeber Ihre Nummer eins ist und Sie nirgendwo anders lieber arbeiten würden als genau hier. Sobald Sie also eine Einladung für ein Vorstellungsgespräch erhalten, nehmen Sie noch einmal die entsprechende Stellenausschreibung zur Hand und haben Sie unbedingt alle wichtigen Informationen im Kopf.

2. Wie viel werde ich verdienen?
Selbstverständlich ist das Gehalt kein unerheblicher Entscheidungsfaktor für oder gegen eine Stelle. Dennoch hinterlässt es einen sehr schlechten Eindruck, wenn Sie zu früh nach dem Verdienst fragen. Der Arbeitgeber möchte schließlich loyale Mitarbeiter und keine, die Tag für Tag nur wegen dem Gehaltsscheck am Ende des Monats erscheinen. In der Regel sollten Sie im Bewerbungsgespräch erst einmal abwarten, ob der Personaler das Thema nicht irgendwann von selbst anschneidet. Sollte dies nicht der Fall sein, fragen Sie erst ganz zum Schluss nach den finanziellen Aussichten.

3. Werden meine Kolleginnen und Kollegen nett sein?
Die Arbeitsatmosphäre an Ihrem Arbeitsplatz ist Ihnen sehr wichtig? Damit sind Sie gewiss kein Einzelfall. Doch danach zu fragen, ob denn auch alle „nett“ zu Ihnen sein werden, klingt eher nach Kindergarten als nach einem Bewerbungsgespräch. Ihr Arbeitgeber setzt schließlich auch ein Mindestmaß an Konfliktfähigkeit voraus, da sich Unstimmigkeiten in einem sozialen Umfeld wie dem Arbeitsplatz auf Dauer in der Regel nicht vermeiden lassen. Wirken Sie hingegen ängstlich und unsicher, schießen Sie sich dadurch schleunigst selbst ins Aus.

4. Seit wann gibt es dieses Unternehmen?
Fragen à la „Seit wann gibt es dieses Unternehmen?“ oder „Wie viele Mitarbeiter haben Sie?“ entblößen, dass Sie sich im Vorfeld nicht ausreichend vorbereitet haben. Das wiederum lässt auf eine mangelnde Motivation schließen, was schlussendlich Ihre Jobchancen zunichtemacht. Es ist unerlässlich, dass Sie sich vorab ausreichend über das Unternehmen informieren. Stöbern Sie auf der Homepage, sprechen Sie mit Bekannten, welche in dem Unternehmen arbeiten, oder durchforsten Sie das Internet, soziale Netzwerke, Zeitungen & Co, bis Sie gefühlt alles über das Unternehmen wissen, was es zu wissen gibt.

5. Wie viele Mitbewerber gibt es?
Unsicherheit sowie Unerfahrenheit strahlen Sie zudem mit der Frage nach den Mitbewerbern aus. Solange Ihnen der Personaler solche Informationen nicht von selbst gibt, haben Sie auch kein Recht auf eine Antwort auf diese Frage. Ebenso wie dem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber bewusst ist, dass Sie sich vermutlich noch bei anderen Unternehmen beworben haben, sollte Ihnen klar sein, dass es noch weitere Kandidaten für die Stelle gibt. Konzentrieren Sie sich also lieber darauf, im Vorstellungsgespräch zu überzeugen, sodass Sie die Mitbewerber ausstechen – völlig egal, ob es schlussendlich fünf, 50 oder 500 sind.

6. Habe ich den Job jetzt sicher?
Im Leben ist nichts sicher. Diese Frage können Sie sich deshalb sparen. Geduld ist bekanntlich eine Tugend, also bedanken Sie sich für das Gespräch, gehen Sie nach Hause und warten Sie brav auf eine Rückmeldung.

Welche weiteren „peinlichen“ Fragen von Bewerbern im Vorstellungsgespräch kennen Sie?


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