Mit diesen Tipps handeln Bewerber ein höheres Einstiegsgehalt aus

Ein gutes Einstiegsgehalt ist die Grundlage für Ihren späteren Verdienst. Auf ihm basieren schließlich alle weiteren Gehaltserhöhungen. Wie also handeln Sie dieses in die Höhe?

Egal, ob es sich um Ihren ersten Job als Berufseinsteiger handelt oder um einen Jobwechsel: Eine neue Anstellung ist stets die optimale Möglichkeit, um etwas mehr Geld auszuhandeln. Bei Jobwechseln sind Gehaltserhöhungen von bis zu 20 Prozent möglich – je nach Position, Erfahrung, Qualifikation & Co. Bei einer Gehaltserhöhung in fester Anstellung sind hingegen nur rund drei bis fünf Prozent üblich. Sie sollten die Gelegenheit eines Jobwechsels deshalb unbedingt zur Gehaltsverhandlung nutzen. Je höher nämlich Ihr Einstiegsgehalt im neuen Unternehmen ist, umso höher werden folglich auch alle weiteren Gehaltserhöhungen sein. Wenn Sie diese Chance verpassen, lassen Sie sich unter Umständen eine Menge Geld durch die Lappen gehen. Doch gerade in der Ausnahmesituation eines Bewerbungsgespräches trauen sich viele Jobwechsler schlichtweg nicht, harte Forderungen zu stellen. Sie befürchten, dadurch einen schlechten Eindruck zu hinterlassen und sich die Chancen auf den Job zu verspielen. Wie also können Sie ein hohes Einstiegsgehalt aushandeln, ohne den Personaler zu verschrecken?

1. Warten Sie auf den richtigen Moment!
Die Gehaltsverhandlung ist fester Bestandteil vieler Vorstellungsgespräche. Unter Umständen haben Sie sogar bereits in Ihrem Bewerbungsanschreiben einen groben Richtwert genannt. Dass Sie daraufhin zum persönlichen Kennenlernen eingeladen wurden, ist bereits ein gutes Zeichen. Ihre Forderungen waren wohl nicht deutlich über dem Budget. So oder so sollten Sie also warten, bis der Personaler das Thema Gehalt von selbst anspricht. Tut er das nicht, können Sie das Thema gegen Ende vorsichtig anschneiden.

2. Ihr neues Gehalt sollte eine Verbesserung darstellen!
Sollten Sie also vor Ihrer Bewerbung bereits in einem anderen Unternehmen tätig gewesen sein, fordern Sie mindestens dasselbe Gehalt. Üblich ist es sogar, stets ein wenig mehr auszuhandeln. Schließlich haben Sie seitdem wichtige Berufserfahrung gesammelt und sich persönlich sowie fachlich weiterentwickelt. Es gibt zwar auch Fälle, in welchen Sie ein geringeres Gehalt akzeptieren können, doch handelt es sich dabei eher um Ausnahmen – im Rahmen einer Umschulung beispielsweise.

3. Fordern Sie stets mehr als Ihr Ziel!
Nehmen Sie als Richtwert also grob fünf bis 20 Prozent mehr Gehalt als in Ihrer vorherigen Anstellung. Wechseln Sie zum Beispiel vom Sachbearbeiterposten in eine Führungsposition, sind 15 bis 20 Prozent mehr Geld durchaus üblich. Unterscheiden sich Ihre bisherigen hingegen kaum von den neuen Aufgaben, sollten Sie die Forderung entsprechend herunterschrauben. So oder so gilt aber: Nennen Sie als Ausgangspunkt für Ihre Verhandlung stets mehr als Ihr eigentliches Ziel. Wenn Sie also zehn Prozent mehr Gehalt wünschen, so fordern Sie erst einmal 15 Prozent. Dies lässt Ihnen Spielraum, um dem Personaler im Zuge der Verhandlung entgegenzukommen. Und vielleicht enden Sie mit etwas Glück ja sogar über dem veranschlagten Wert – in diesem Beispiel über den gewünschten zehn Prozent.

4. Legen Sie sich Argumente zurecht!
Dass Sie mehr Gehalt wünschen als bisher, dürfte für den Personaler keine Überraschung darstellen. Dennoch wird er Sie nach einer Begründung für diese Forderung fragen. Ihre Argumente können wie bereits erwähnt sein, dass Sie fortan mehr Verantwortung tragen, dass Sie im vergangenen Jahr Weiterbildungen belegt, Erfahrungen gesammelt oder sich anderweitig entwickelt haben. Prüfen Sie Ihren individuellen Fall und legen Sie sich vorab Argumente für die Gehaltsverhandlung bereit. Diese sollten logisch, nachvollziehbar sowie ehrlich sein. Je überzeugter Sie diese vortragen, umso eher wird auch der Personaler einknicken.

5. Seien Sie mutig!
Dass Bewerber über das Gehalt verhandeln, ist alles andere als unüblich. Der Personaler wird gewiss damit rechnen und Ihnen Ihre Verhandlungsversuche nicht übelnehmen – zumindest, solange Sie nicht unrealistisch, arrogant oder zu unnachgiebig wirken. Sie müssen also das richtige Mittelmaß aus Selbstvertrauen und Standhaftigkeit auf der einen sowie Kompromissbereitschaft und Bescheidenheit auf der anderen Seite finden. Trauen Sie sich, eine Gehaltserhöhung zu fordern. Mit einer guten Vorbereitung und dem Willen, auch ein bisschen auf den zukünftigen Arbeitgeber zuzugehen, können Sie schlussendlich nur gewinnen.

Welche weiteren Tipps haben Sie für die Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch? Worauf sollten Bewerber Ihrer Meinung nach beim Einstiegsgehalt achten?


Bildquelle: Montri Thipsorn/Shutterstock