Müde, gereizte Augen vom PC: Was dagegen tun?

Wer täglich acht Stunden (und manchmal auch mehr) auf den Computer-Bildschirm starrt, kennt mit großer Wahrscheinlichkeit das Problem müder, gereizter und trockener Augen. Wir verraten Ihnen, was Sie dagegen tun können.

Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Schwindel, Doppelsehen – das alles und noch mehr sind mögliche Folgen von zu langer Bildschirmarbeit. Jeder, der vorrangig am PC oder Laptop tätig ist und obendrauf auch noch ständig auf das Smartphone schaut, kennt das Problem müder, gereizter Augen, das sich auf das komplette körperliche (Wohl-)Befinden auswirken kann. Darum heißt es stets: Achten Sie darauf, Ihre Augen nicht zu stark zu belasten und gönnen Sie ihnen regelmäßige Entspannungsphasen. Die nachfolgenden Tipps helfen Ihnen dabei.

Monitor richtig einstellen und positionieren

Sowohl Helligkeit und eventuelle Spiegelungen als auch Höhe, Entfernung und Neigungsgrad von Ihrem Computerbildschirm können einen großen Einfluss auf Ihre Augen haben. Wenn Sie merken, dass diese gereizt sind, hilft es unter Umständen sofort, die Helligkeit etwas herunterzuschrauben. Außerdem sollten Sie den Monitor stets so ausrichten, dass sich möglichst nichts darin spiegelt. Vor allem Sonnenlicht kann die Augen auf Dauer ziemlich anstrengen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Zusätzliche Tipps für die richtige Positionierung und Einstellung des Monitors:

  • Je größer der Monitor, desto größer sollte der Abstand sein
  • Die Bildschirmoberkante sollte wenige Zentimeter unter Ihrer Augenhöhe sein
  • Der Bildschirm darf etwa 5 Grad vom Körper weg geneigt sein

Hin und wieder Augentropfen verwenden

Wenn die Augen besonders stark gereizt und vielleicht auch sehr trocken sind, sind Augentropfen die schnellste und zuverlässigste Lösung. Verschiedene Flüssigkeiten sind frei in der Apotheke erhältlich und können immer im Schreibtischschubfach griffbereit liegen.

Hinweis: Augentropfen sollten nie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden – erst recht nicht, wenn sie Konservierungsmittel enthalten. Dann können sie den Augen nämlich mehr schaden als helfen.

In die Ferne schauen

Wenn Sie nicht gerade vor einer Wand sitzen, sollten Sie Ihren Blick immer mal wieder in die Ferne schweifen lassen – bestenfalls aus dem Fenster heraus und idealerweise ins Grüne. Wenn die Augen permanent nur auf „Nah“ eingestellt sind und noch dazu vom künstlichen Computerlicht angestrahlt werden, ist es kein Wunder, dass sie nach einer Weile ermüden. Natürliches Licht und „Weitsicht“ sorgen für Entspannung – und oftmals auch für frische Ideen.

Tipp: Fixieren Sie einen bestimmten Punkt in der Ferne und konzentrieren Sie sich nur auf diesen. Diese Übung können Sie mehrmals am Tag mit unterschiedlichen Punkten wiederholen.

Achten mit den Augen zeichnen

Diese Übung eignet sich perfekt für eine kurze Verschnaufpause zwischendurch. Sie lockert den Augenmuskel (das klingt merkwürdiger als es in Wirklichkeit ist) und fördert zusätzlich Ihre Konzentration. Um Achten mit den Augen zu zeichnen gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Richten Sie den Blick nach unten links
  • Wandern Sie mit den Augen nun nach oben rechts
  • Weiter geht es nach unten rechts
  • Abschließend schauen Sie nach oben links

Führen Sie die Bewegungen der Augen sauber aus und konzentrieren Sie sich ausschließlich auf das Zeichnen der Acht. Nach etwa sieben bis zehn Wiederholungen können Sie die Richtung wechseln.

Augen hin und wieder schließen

In Momenten, in denen Sie kurz in sich gehen und/oder intensiv über etwas nachdenken müssen, ist es eine gute Idee, die Augen zu schließen und ihnen eine kurze Pause zu gönnen. Wenn jegliche Reize entfallen, können sich unsere Sehorgane optimal entspannen. Nutzen Sie daher jede Gelegenheit, um die Lider für ein paar Sekunden nach unten gleiten zu lassen.

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Regelmäßig lüften

Gerade im Winter sorgt trockene Heizungsluft im Büro dafür, dass die Augen noch schneller gereizt sind und für Müdigkeit sorgen. Um im wahrsten Sinne des Wortes frischen Wind in den Raum zu bringen, ist es wichtig, regelmäßig zu lüften. Frischer Sauerstoff, der bestenfalls stündlich ins Büro gelassen wird, sorgt für eine ideale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent.

Hinweis: Auch im Sommer kann die Luft im Büro „dank“ Klimaanlage zu trocken sein.

Hände anwärmen und auf die Augen legen

Bei akuter Überforderung der Augen kann es helfen, die eigenen angewärmten Hände daraufzulegen und so ein bisschen Linderung zu schaffen. Hierfür einfach die Kaffee- beziehungsweise Teetasse für einen Augenblick mit den Händen umschließen oder diese aneinander warm reiben. Wenn die Hände wieder ihre normale Temperatur haben und Sie noch keine Besserung verspüren, darf der Vorgang ruhig mehrere Male wiederholt werden.


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