Neues Jahr, neues Glück? Wie sinnvoll sind Bewerbungen im Januar?

Das Jahr 2018 nutzen, um mit einem neuen Job durchzustarten? Keine schlechte Idee. Doch wie gut stehen die Erfolgschancen, wenn man sich gleich im Januar bewirbt?

Im neuen Jahr soll alles anderes, alles besser werden? Dieser Meinung sind viele Arbeitnehmer – und stürzen sich gleich in den ersten Januar-Tagen in die Jobsuche. Wenn das Jahr noch frisch ist – so die allgemeine Annahme – gibt es besonders viele Möglichkeiten, sich beruflich neu auszurichten und einen neuen Arbeitgeber zu finden. Doch ist das tatsächlich so? Wir verraten es Ihnen.

Das spricht für eine Bewerbung im Januar

Beginnen wir mit ein paar Aspekten, die deutlich für Bewerbungen im Januar sprechen. Immer wieder wird beispielsweise dieses Argument aufgeführt: Viele Unternehmen zahlen im Dezember ein großzügiges Weihnachtsgeld aus. Für einige ist das Grund genug, mit der Kündigung bis zum neuen Jahr zu warten. Für Sie als Jobsuchenden kann das natürlich einen großen Vorteil bedeuten. Denn wenn andere kündigen, könnte das Ihre große Chance auf den Job sein.

Ein weiterer Punkt, der für eine Bewerbung im Januar spricht, ist die Anwesenheit der Entscheider. Nach den Weihnachtsferien ist das Büro in der Regel wieder gut besetzt. Das wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Bewerbung sofort an der richtigen Stelle ankommt und auch bearbeitet wird.

Last but not least können Bewerbungen im Januar sinnvoll sein, da viele Abteilungen dann frisches Budget erhalten haben, das unter Umständen auch in neue Mitarbeiter investiert werden kann. Auch dieser Aspekt könnte Ihre Aussichten auf Erfolg steigern.

Das spricht gegen eine Bewerbung im Januar

Trotz der drei Argumente, die für eine Bewerbung im Januar sprechen, gibt es auch immer kritische Stimmen, die darauf beharren, dass die Jobsuche zum Jahresbeginn eher weniger erfolgversprechend ist. Als Gründe hierfür werden meist diese Punkte genannt:

„Im Beruf so richtig durchstarten“ ist ein überaus beliebter Vorsatz fürs neue Jahr. Oder mit anderen Worten: Sie werden nicht der oder die Einzige sein, der/die sich im Januar auf die Suche nach einem neuen Job begibt. Je mehr Bewerber es auf eine Stelle gibt, desto geringer sind logischerweise Ihre Chancen, am Ende als Mitarbeiter ausgewählt zu werden (Stichwort: Wahrscheinlichkeitsrechnung).

Hinzukommt, dass sich viele Unternehmen Anfang Januar erst einmal neu sortieren, Aufgaben verteilen und Projekte ins Rollen bringen müssen. In dieser Phase hat die Ausschreibung offener Stellen einfach nicht oberste Priorität. Ob und vor allem wann neue Mitarbeiter gebraucht werden, wird meist erst im Laufe des Monats erkennbar.

Was viele Jobsuchende nicht wahrhaben wollen: Nur weil ein neues Jahr beginnt, heißt das nicht automatisch, dass es mehr Jobs gibt. Tatsächlich ist die Auswahl ähnlich groß wie im Dezember. Da sich im letzten Monat des alten Jahres jedoch weitaus weniger Erwerbstätige bewerben, sind hier die Chancen auf einen Jobwechsel weitaus höher als im Januar.

Wann ist die beste Zeit für Bewerbungen?

Der Januar ist für viele DER Bewerbungsmonat schlechthin. Die extrem große Masse an Menschen, die einen neuen Job suchen, führt dazu, dass Ihre Chancen auf Erfolg automatisch und unabhängig von Ihren Bewerbungsunterlagen sinken. Wenn Sie den Arbeitgeber aber unbedingt wechseln wollen, sollten Sie es dennoch zum Jahresbeginn – also ab Mitte Januar und im Februar – versuchen.

Ein anderer Zeitraum, der als erfolgversprechend gilt, ist der frühe Herbst – also die Wochen nach dem Sommerloch. Dann werden nämlich traditionell viele neue Projekte gestartet und Unternehmen ziehen Bilanz nach dem ersten Halbjahr. Es kommt häufig vor, dass in diesem Zusammenhang auch neue Stellen geschaffen werden.

Es geht auch ganz ohne Bewerbung

Egal ob Jahresbeginn, Sommerloch oder zweites Halbjahr – Bewerbungen schreiben nervt Sie immer? Dann haben wir nun eine extrem gute Nachricht für Sie: Es geht auch ohne.

Die passive Jobsuche – zum Beispiel über unsere Karriereplattform Instaffo – verhilft Ihnen zu einem neuen Job, ohne eine einzige Bewerbung verfassen zu müssen. Wie Ihnen dieses Kunststück gelingt, erfahren Sie in diesem Beitrag auf unserem Blog.


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