Niederlagen sind was für Versager! Wie Sie richtig mit einer Pleite umgehen

Scheitern im Beruf ist für viele Karriere-Menschen ein rotes Tuch. Dabei gehören Pleiten genauso dazu wie Erfolge. Man muss nur lernen, richtig mit ihnen umzugehen.


Jeder Mensch lernt früher oder später, was es bedeutet, zu scheitern. Manche Misserfolge sind privater Natur, andere können im beruflichen Kontext angesiedelt werden. Fakt ist: Niemand gibt gern zu, gescheitert zu sein. Und doch muss jeder von uns lernen, damit umzugehen. Denn selbst, wenn die Pleite eine Niederlage für Sie darstellt, können Sie doch mit der richtigen Haltung noch etwas Positives daraus mitnehmen.

Niederlage oder zweite Chance?

Pleiten haben viele Gesichter – und eines ist hässlicher als das andere. Egal ob die langersehnte Beförderung, die mal wieder geplatzt ist, das Projekt, das an den konkurrierenden Kollegen vergeben wurde oder die Absage, die den Traumjob in unerreichbare Ferne rücken lässt – berufliche Pleiten werden schnell als Niederlage gewertet und fühlen sich auch definitiv danach an.

Fakt ist jedoch: All die beispielhaften Szenarien sind nicht das Ende der Welt und erst recht keine Niederlagen. Sie bieten Ihnen eine zweite Chance – auf einen noch besseren Posten, ein noch spannenderes Projekt und einen noch tolleren Job! Beim Umgang mit Pleiten kommt es stark auf die eigene Sichtweise an. In diesem Zusammenhang wird gern das sinnbildhafte Glas Wasser genannt, das für den Pessimisten kategorisch halbleer, für den Optimisten hingegen immer halbvoll ist.

Tipp #1: Werten Sie berufliche Pleiten nicht als Niederlagen, sondern als zweite Chance.

Was ist Ihr Plan B?

Damit Tipp #1 auch wirklich in die Tat umgesetzt werden kann und funktioniert, empfiehlt es sich stets, einen Plan B in petto zu haben. Die wenigsten Menschen, die Karriere gemacht haben, haben schließlich einfach nur darauf gewartet, dass der Erfolg zu ihnen kommt. Grundsätzlich bietet ein Notfall-Plan immer ein gewisses Gefühl von Sicherheit. Er ist eine Art doppelter Boden, der Sie auffängt, wenn ein Schritt auf dem beruflichen Drahtseil daneben ging.

Tipp #2: Haben Sie immer einen Plan B in der Rückhand, falls Plan A (aus welchen Gründen auch immer) nicht funktioniert. Das gibt Ihnen Sicherheit und hilft dabei, souveräner und professioneller mit einer Pleite umzugehen.

Neues ist nicht immer schlecht

Es ist keine Seltenheit, dass eine berufliche Pleite mit einem Neuanfang verbunden ist. Viele fürchten sich davor, weil dieser immer auch eine unbekannte Komponente mit sich bringt. Hier gilt das Gleiche wie beim ersten Tipp: Sehen Sie nicht nur das Negative, sondern unbedingt auch die Chancen, die sich daraus ergeben. Ein Neuanfang ist eine großartige Möglichkeit, um alles auf Null zu setzen und ganz von vorn zu beginnen. Ihnen stehen alle Türen offen und Sie können sich in jede erdenkliche Richtung entwickeln. Denken Sie hierbei immer daran: Neue, bisher unbekannte Erfahrungen sind nicht automatisch schlecht.

Tipp #3: Betrachten Sie die Pleite als Neuanfang und denken Sie daran, dass es nicht nur eine Richtung gibt, in die Sie sich entwickeln können.

„Aus Fehlern lernt man“

Kaum ein Spruch ist gleichzeitig so abgedroschen und so wahr wie dieser: Aus Fehlern lernt man. Es stimmt: Wer scheitert, kann hieraus immer etwas lernen – vorausgesetzt, er ist dazu bereit. Wenn Sie in Pleiten grundsätzlich nur das Negative sehen, werden Sie kaum etwas lernen können. Die Kunst besteht darin, das Positive zu finden – und sei es auch noch so versteckt. In diesem Zusammenhang spielen auch Selbstkritik und die die Fähigkeit, seine eigenen Handlungen und Entscheidungen zu reflektieren, eine große Rolle. Wer immer nur die Fehler bei den anderen sucht, hat den richtigen Umgang mit Pleiten noch immer nicht verstanden. Es geht nicht darum, anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Es geht darum, sich selbst stetig zu verbessern und an den vermeintlichen Niederlagen Stück für Stück zu wachsen.

Tipp #4: Seien Sie bereit zur Selbstreflexion und beherzigen Sie den Spruch „Aus Fehlern lernt man“.

Der richtige Umgang mit Emotionen

Pleiten sind eine hochemotionale Angelegenheit. Wenn Ihnen der Gedanke, vor Ihrem Chef in Tränen auszubrechen, so gar nicht gefällt, sollten Sie darauf achten, negativen Informationen beziehungsweise Situationen möglichst neutral zu begegnen. Es ist durchaus legitim, um etwas Abstand oder auch Bedenkzeit zu bitten, um die Neuigkeiten zu verarbeiten. Wenn Sie allein oder unten engen Vertrauten sind, können Sie Ihren Gefühlen dann auch freien Lauf lassen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Gefühle stets unter Kontrolle haben.


Tipp #5: Reagieren Sie professionell auf Pleiten, indem Sie lernen, Ihre Emotionen zu kontrollieren.