Onboarding nach dem Jobwechsel: Endlich ankommen im neuen Unternehmen

Ein neuer Job ist immer wahnsinnig aufregend und auch eine Herausforderung – schließlich weiß man nie, was einen erwartet und mit welchen Leuten man es zukünftig zu tun hat. Onboarding ist eine Methode, um Sie als neuen Mitarbeiter schneller ins Team zu integrieren.


Jobwechsel sind wichtige Meilensteine einer Karriere. Trotzdem scheuen sich viele vor den Neuanfängen und den unbekannten Situationen, die damit verbunden sind. Eine der größten Sorgen vieler Arbeitnehmer: Was, wenn ich nicht in das Team passe und nicht mit den Kollegen klarkomme? Um dieses Risiko zu minimieren, gibt es das Onboarding, das sich aus vielen verschiedenen Methoden und Herangehensweisen zusammensetzt. Welchen Einfluss es auf Ihren Jobwechsel hat, verrät Ihnen dieser Beitrag.

Was ist Onboarding?

Mitarbeiter-Onboarding kommt mittlerweile in immer mehr Unternehmen an. Vor allem in großen Konzernen ist es wichtig, neue Mitarbeiter systematisch in das Team einzuführen und sie nicht sich selbst zu überlassen. Beim Onboarding geht es im wahrsten Sinne des Wortes darum, Sie „on board“ – also an Bord – zu holen und in das Unternehmen zu integrieren.

Onboarding setzt sich, ganz grob formuliert, aus zwei Bereichen zusammen:

  • Die direkte Vorstellung bei den Kollegen
  • Die Vermittlung von Unternehmenswerten, Arbeitsinhalten und Zielen

Mitarbeiter-Onboarding ist demzufolge als ganzheitlicher Prozess zu betrachten, der sich mit unterschiedlichen Teilaspekten auseinandersetzt und sie zu einem großen Ganzen zusammenführt.

Wie funktioniert Onboarding konkret?

Jedes Unternehmen hat andere Onboarding-Strategien, die sich im Laufe der Zeit bewährt haben. Während die einen ein gemeinsames Frühstück inklusive Vorstellungsrunde initiieren, stellen andere einen Mentor bereit, der den neuen Mitarbeiter umfassend in die Strukturen des Unternehmens einführt und auf verschiedenen Besonderheiten und Fallstricke aufmerksam macht.

Es gibt unzählige verschiedene Maßnahmen, die dabei behilflich sind, ein neues Teammitglied zu integrieren und ihn zu einem Teil der Firma werden zu lassen. Egal, wie das Onboarding letztlich gestaltet ist, es kommt immer in erster Linie auf das Zwischenmenschliche an. Kollegen müssen nicht zwangsläufig Freunde werden. Doch es kann nie schaden, eine gute Beziehung zu ihnen aufzubauen.

Warum ist Onboarding so wichtig?

Sie fragen sich, wozu das alles gut sein soll? Warum spezielle Maßnahmen notwendig sind, um Sie in ein Team zu integrieren? Onboarding ist aus zwei verschiedenen Gründen wichtig:

  • Grund 1: Onboarding minimiert das Risiko, dass ein neuer Mitarbeiter das Unternehmen schon nach kurzer Zeit wieder verlässt, weil er sich unwohl oder nicht zugehörig fühlt. Dadurch werden automatisch Kosten (für den Recruiting-Prozess) gesenkt.
  • Grund 2: Onboarding sorgt dafür, dass sich der neue Mitarbeiter in kürzester Zeit im Unternehmen zurechtfindet und sofort in die Arbeit einsteigen kann. Das wiederum steigert den Umsatz der Firma. Gleichzeitig wird die Fehlerquote des neuen Mitarbeiters minimiert.

Ein paar Sorgen weniger

Für Sie als neuer Mitarbeiter ist das Onboarding natürlich in erster Linie wichtig, weil es Ihnen hilft, endlich im neuen Job anzukommen. Jobwechsel sind für viele Menschen ein wahrer Alptraum – und dass, obwohl sie eigentlich grundlegend positiv zu bewerten sind. Der Grund: Auf sie warten nicht nur teils völlig neue Aufgaben, sondern auch ein neues Umfeld, neue Regeln, neue Gewohnheiten, neue Wege und (am „schlimmsten“) neue Menschen.

Onboarding sorgt dafür, dass Sie eine Sorge weniger haben – nämlich die Sorge, nicht im neuen Team aufgenommen zu werden. Anstatt sich zu fragen, wie Sie am besten und schnellsten mit den Kollegen warm werden, können Sie sich gleich voll und ganz auf Ihre neuen Aufgaben konzentrieren und die ersten Herausforderungen annehmen. So wird der Start in den neuen Job garantiert ein Erfolg.

Ein weiterer Vorteil für Sie: Durch die umfassende Einführung in das Unternehmen, die Erklärung verschiedenster Abläufe und Strukturen sowie das Kennenlernen unterschiedlicher Mitarbeiter in unterschiedlichen Abteilungen, lernen Sie viel schneller, „wo der Hase langläuft“. Das Risiko, Fehler zu machen, wird dadurch stark minimiert und Sie können vom ersten Moment an beweisen, dass Sie die richtige Wahl für die Stelle waren.

Onboarding bringt sowohl für das Unternehmer als auch den neuen Mitarbeiter verschiedene Vorteile mit sich. Während das Unternehmen von der raschen Bindung, der Zufriedenheit und der minimierten Fehlerquote profitiert, können Sie sich als neuer Mitarbeiter auf eine schnelle Integration und eine umfassende Einführung in die Strukturen der Firma freuen. So machen Jobwechsel Spaß.


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