Resilienz: Was steckt hinter dem Soft Skill und wie wichtig ist er für Führungskräfte?

Die Resilienz gilt mittlerweile als einer der wichtigsten Soft Skills für Erfolg im Berufsleben. Aber was steckt eigentlich dahinter? Und was hat das mit Führungskräften zu tun?

Alle Welt spricht aktuell von der Resilienz. Doch viele Deutsche wissen nicht einmal, was es mit dem Begriff auf sich hat. Und wenn doch, so assoziieren sie ihn eher mit dem Privatleben oder einer Floskel aus dem Bereich der Psychotherapie. Mehr und mehr steigt nun aber auch das Bewusstsein, dass Resilienz eng mit dem beruflichen Erfolg einer Person zusammenhängt. Schlussendlich können Sie von der Resilienz nur profitieren. Es lohnt sich also, wenn Sie sich besser früher als später mit diesem Begriff auseinandersetzen. Wir möchten Ihnen dabei helfen:

Definition: Resilienz – was ist das eigentlich?

Bei der Resilienz handelt es sich um einen Begriff aus der Psychologie. Übersetzt wird er als die psychische Widerstandkraft einer Person, sprich deren Fähigkeit, Krisen privater oder beruflicher Art zu bewältigen. Grundlage einer stark ausgeprägten Resilienz ist der Rückgriff auf persönliche Ressourcen sowie Bewältigungsstrategien, welche zu einer persönlichen Weiterentwicklung aus einer Krise hinaus führen. Umgangssprachlich ausgedrückt kommen resiliente Menschen also besser mit Krisen klar und können diese für eine persönliche Weiterentwicklung nutzen. Sie suhlen sich nach dem Ende einer Liebesbeziehung zum Beispiel nicht oder kürzer im Selbstmitleid als weniger resiliente Menschen und ziehen stattdessen wichtige Rückschlüsse für sich selbst, wie „Was habe ich falsch gemacht?“ oder „Worauf muss ich bei der Wahl meines zukünftigen Partners achten?“ – bevor sie sich dann auf die Zukunft fokussieren. Sie überwinden Krisen dadurch schneller und können diese eher als Chance betrachten. Klingt praktisch? Ist es auch!

Angeboren oder erworben – Wer verfügt über eine hohe Resilienz?

Jeder Mensch würde wohl gerne über ein hohes Maß an Resilienz verfügen, schließlich würde sie Ihnen die fiesen Phasen von Traurigkeit, Wut, Scham, Verzweiflung, Angst & Co nehmen, die das Leben leider für die meisten Personen in regelmäßigen Abständen bereithält, sei es durch Krankheiten, Kündigungen, Trennungen, Todesfälle oder andere Rückschläge im beruflichen sowie privaten Leben. Doch hier kommt die gute Nachricht: Zwar ist Resilienz zu großen Teilen angeboren beziehungsweise in der Kindheit durch die Erziehung geprägt, doch kann sich auch von Erwachsenen noch im späteren Leben erworben beziehungsweise trainiert werden. Bei einem „normalen“ Lauf der Dinge handelt es sich sogar um einen natürlichen Prozess, dass Menschen im Zuge des Älterwerdens und ihrer Persönlichkeitsentwicklung immer resilienter werden. Um bei dem vorherigen Beispiel zu bleiben: Eine Trennung wirft eine 50-jährige Person meist weniger aus der Bahn als eine 30-jährige und diese wiederum weniger als eine 16-jährige. Wieso? Weil Sie mit der Zeit lernen, mit solchen Situationen umzugehen und dass jedes Ende auch einen neuen Anfang bedeutet. Zwar können solche Aussagen nicht pauschalisiert werden, doch treffen sie eben auf einen Großteil der Bevölkerung zu.

Wie lässt sich Resilienz trainieren?

Sie können nun also Däumchen drehen und darauf warten, dass die schweren Zeiten Ihres Lebens Ihre Resilienz automatisch trainieren – oder Sie stärken diese aktiv. Hierbei kann Ihnen eine Psychotherapie ebenso helfen wie die regelmäßige Selbstreflexion. Schreiben Sie zum Beispiel Tagebuch oder üben Sie sich in Meditation. Finden Sie den für Sie am besten geeigneten Weg, sich selbst (neu) kennenzulernen und individuelle Bewältigungsstrategien für schwierige Lebenssituationen zu entwickeln. Spüren Sie in sich hinein, welche Situationen Ihnen guttun, Ihnen Trost schenken oder Ihre Energieressourcen aufladen. Anschließend können Sie diese in schwierigen Phasen nutzen, um sich selbst aus dem Tief zu hieven. Gehen Sie zum Beispiel auf eine Reise oder treffen Sie sich mit Ihren besten Freunden. Schreiben Sie nieder, weshalb Sie in diese Situation geraten sind und was Sie daraus für die Zukunft lernen können. Richten Sie anschließend Ihren Blick wieder nach vorne. So funktioniert Resilienz in Kürze. Doch wofür das alles?

Was hat Resilienz mit der Karriere und einer Führungsposition zu tun?

Ganz einfach: Resilienz erleichtert Ihnen nicht nur das Privatleben, sondern sie fördert auch Ihren beruflichen Erfolg. Rückschläge lassen sich schließlich in keiner Karriere vermeiden. Lernen Sie stattdessen, sich schnell wieder aufzurappeln und die notwendigen Schlüsse aus dem Scheitern zu ziehen. Blicken Sie nach vorne und starten Sie mit frischer Energie neu durch. Diese Fähigkeit macht die Resilienz zum wohl wichtigsten Soft Skill für beruflichen Erfolg und dadurch auch für Führungskräfte. Je resilienter Sie als Persönlichkeit in einer Führungsposition sind, umso stabiler werden auch Ihre Mitarbeiter sein. Sie gehen quasi als gutes Beispiel voran, entwickeln sich stetig weiter und bleiben dadurch flexibel sowie innovativ. An Ihrer Resilienz zu arbeiten, macht also auf allen Ebenen Sinn und Ihr Leben nicht nur leichter, sondern in erster Linie erfolgreicher. Probieren Sie es aus!

Welche weiteren Anregungen möchten Sie unseren Lesern zum Thema Resilienz mitgeben? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar!


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