So wichtig ist der Vorname wirklich für Ihre Karriere

Ob Sie Peter oder Justin heißen, Charlotte oder Peggy, hat eine größere Auswirkung auf Ihre Karriere als Sie vielleicht denken. Welche Vornamen sind im Job förderlich und welche nicht?


Wenn Sie an einer Sache in Ihrem Leben absolut unschuldig sind, dann ist es Ihr Vorname. Bei der Geburt waren Sie schließlich noch zu klein und unbeholfen, um mit Ihren Eltern die richtige Wahl auszudiskutieren. In manchen Fällen ist das sehr schade, denn eine Fehlentscheidung bezüglich des Vornamens durch die Eltern kann die Karriere des Kindes im späteren Leben negativ beeinflussen. Tatsächlich fand eine Studie an der UCLA jetzt heraus, dass die Wahl des Vornamens auf die Erfolgschancen des Kindes einen ebenso großen Einfluss hat wie die finanzielle und familiäre Ausgangssituation. Das bedeutet also: Kinder mit stabiler Familie, gehobener sozialer Schicht sowie einem erfolgversprechenden Vornamen haben im Berufsleben deutlich bessere Chancen auf eine steile Karriere.

Soziale Schichten können über Erfolg oder Misserfolg entscheiden

Das Stichwort ist bereits gefallen: soziale Schicht. Zwar wird immer wieder plädiert, in Deutschland könne jeder studieren und sich ähnlich der amerikanischen Mentalität vom Tellerwäscher zum Millionär hocharbeiten, doch bleiben die meisten Menschen trotzdem ihr Leben lang in der gleichen oder ähnlichen sozialen Schicht „gefangen“. Wenn die Eltern selbst nicht allzu gebildet sind, vielleicht nahe an der Armutsgrenze leben oder soziale Probleme haben, können sie ihre Kinder meist auch nur wenig fördern und ihnen beispielsweise nicht bei den Hausaufgaben helfen. Spielt Bildung in der Familie keine große Rolle, tendieren die Kinder eher zur Ausbildung als zum Studium oder sogar zum Schulabbruch. Und auch sie werden das später ihren Kindern so weitergeben.

Andersherum fördern Familien aus besserer sozialer Schicht ihre Kinder meist auch intensiver. Sie verfügen über die finanziellen Ressourcen und legen viel Wert darauf, dass der Sohn oder die Tochter auf eine gute Schule geht, ein Studium absolviert und in die Fußstapfen der erfolgreichen Eltern tritt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Fakt ist aber: Die meisten Deutschen verbleiben ihr Leben lang in ein und derselben sozialen Schicht.

Vornamen können Aufschluss über die soziale Schicht geben

Was die sozialen Schichten mit dem Vornamen zu tun haben, fragen Sie sich jetzt? Ganz einfach: Studien beweisen, dass einige Vornamen mit hoher Wahrscheinlichkeit Rückschlüsse auf die „Herkunftsschicht“ eines Menschen zulassen. Als Paradebeispiel dienen die Vornamen Kevin und Chantal. Jeder Personaler, Arbeitgeber, Mitarbeiter und gewiss auch Sie denken dabei gleich klischeehaft an schlechtere soziale Schichten. Und in den meisten Fällen werden Sie damit richtig liegen. Klingt nach Diskriminierung? Ist es wohl auch! Das Problem an der Sache ist nur, dass dieses Schubladendenken im menschlichen Gehirn völlig automatisch und in den meisten Fällen unbewusst stattfindet. Auch, wenn Sie als Personaler Kevin oder Chantal dennoch zum Vorstellungsgespräch einladen würden und ihnen dieselben Chancen wie einem Alexander oder einer Elisabeth geben möchten, werden Sie nicht vorurteilsfrei in das Gespräch gehen. Sie werden die Ohren spitzen, kritischere Fragen stellen oder gezielter versuchen, Informationen über die soziale Schicht und Bildung des Bewerbers beziehungsweise der Bewerberin herauszufinden – garantiert!

Welche Vornamen versprechen Erfolg – und welche nicht?

Wenn Sie Ihrem Kind beste Erfolgschancen mit auf den Weg geben möchten, sollten Sie also auf klassische Vornamen setzen. Hoch im Kurs liegen zum Beispiel Anna, Elisabeth, Viktoria oder Marie. Bei den Herren sind Alexander, Tim oder Maximilian aus karrieretechnischer Sicht besonders wohlklingend. Schwieriger werden es hingegen Mandy, Ronny, Justin, Peggy oder besonders exotische Vornamen à la Sarafina haben. Prinzipiell gilt also:

  • Klassische deutsche Vornamen können den Erfolg im Job fördern.
  • Ausländische Namen können leider ebenso wie exotische Namen zum Karrierehindernis werden.
  • Bei Frauen werden längere Namen mit Erfolg assoziiert, bei Männern hingegen kürzere Namen.
  • Der Vorname muss zudem zum Nachnamen passen.

Wenn Sie also Müller mit Nachnamen heißen, geben Sie Ihrem Kind bitte auch einen deutschen Vornamen. Ashley Müller wird es im Berufsleben jedenfalls schwieriger haben als Ashley Smith oder Kathrin Müller. Auch Doppelnamen wie Henry-Tom oder Lena-Sherry (vor allem in diesem wunderlichen Sprachenmix) sind ein anhaltender Trend in niederen sozialen Schichten und unbedingt zu vermeiden. Schön und gut, denken Sie sich jetzt, aber was, wenn meine Eltern trotz aller Ratschläge einen Fehlgriff gemacht haben? Dann können wir Ihnen nur den Rat mitgeben, einmal über eine Namensänderung nachzudenken – für Ihre Karriere, aber vor allem für Sie selbst.

Haben auch Sie Probleme mit Ihrem Vornamen? Oder hatten Sie eventuell sogar eine Namensänderung? Wie würden Sie Ihre Kinder nennen und wie auf keinen Fall? Wir freuen uns auf Ihre Beiträge zum Thema in den Kommentaren!


Bildquelle: Brian A Jackson/Shuttertsock

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Schlagwörter: Job, Karriere, Vorname, Name