Stehkonferenzen: Mach’s kurz!

Stehplätze für alle! Mit dieser Methode soll Endlos-Debatten entgegengewirkt werden. Doch sind Besprechungen im Stehen wirklich produktiver und mit welchen Tipps werden Standup-Meetings noch erfolgreicher und effizienter? 


Viele Konferenzen ziehen sich unnötig in die Länge und sind wenig produktiv — zu diesem Ergebnis kommt auch der Software-Hersteller Atlassian, der mehrere Umfragen zum Thema Zeitmanagement zusammengefasst hat. Dabei nimmt ein Arbeitnehmer durchschnittlich an 62 Meetings im Monat teil, die Hälfte davon werden als überflüssig bewertet. Maßnahmen wie eine klare Agenda, ein Zeitlimit, sowie Handy- und Notebook-Verbot sollen zu langen und unproduktiven Besprechungen entgegenwirken, wirken in der Praxis aber nur bedingt. Die Lösung gegen Endlos-Debatten: die Stehkonferenz oder Neudeutsch: Standup Meeting.

Bei guter Vorbereitung kann eine Stehkonferenz deutlich kürzer sein, als ein Meeting im Sitzen. Da den Teilnehmern das Stehen gewöhnlich nach einer halben Stunde unbequem wird, kann sehr fokussiert und diskutiert werden. Außerdem: Wer steht ist wacher und weniger abgelenkt.

Tipps für erfolgreiche und effiziente Standup-Meetings

  • Feste Timebox
    Das Standup-Meeting ist eine kurze Stehkonferenz von etwa 15 Minuten. Abhängig von der Teamgröße kann die Dauer der Besprechung variieren.
  • Fester Termin
    Neben einem straffen Zeitplan gehört auch ein fester Termin (Wochentag und Uhrzeit) für das Treffen und das pünktliche Erscheinen aller Teilnehmer. Denn nichts ist nervenraubender , als das Warten auf Kollegen.
  • Tagespunktordnung
    Eine klare Beschreibung des Inhalts sorgt für einen strukturierten Ablauf des Meetings. So bekommen die wichtigen Dinge den Raum, den sie verdienen. Weniger wichtige Dinge können so kurz abgehandelt werden, wie nötig.
  • Moderator
    Der Moderator sorgt für die Sicherstellung eines effektiven Ablaufs und die korrekte Durchführung. Besonders zu Beginn sorgt das dafür, dass das Team sich während der Besprechung auf die wesentlichen Dinge fokussiert. Sofern das Team eingespielt ist, nimmt die Notwendigkeit der Teilnahme eines Moderators ab. In der Regel ist das Team dann selbstständig in der Lage, für einen effektiven Ablauf zu sorgen.

Also, stehen Sie auf! Ihre Meetings werden spürbar kürzer und bei gleich guten Ergebnissen zu einem Markenzeichen Ihres Teams.


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