Unternehmensblog führen: Mit diesen Tipps meistern Sie die Herausforderung

Sie wurden damit beauftragt, einen Unternehmensblog zu führen und haben keine Ahnung, wie Sie an diese Aufgaben herangehen sollen? Dieser Beitrag hilft Ihnen dabei, die Herausforderung zu meisten.

Das haben gerade alle, also brauchen wir das auch. Müller, übernehmen Sie das mal mit diesem Blogging.“ So oder so ähnlich könnte es klingen, wenn der Chef entscheidet, dass das Unternehmen einen Corporate Blog braucht – und zwar am besten sofort! Wenn Sie der Mitarbeiter sind, der sich darum kümmern muss, sollten Sie eines gleich zu Beginn verinnerlichen: Keine Panik! Es gibt Schlimmeres. Dennoch ist es natürlich wichtig, zu wissen, worauf es (in groben Zügen) beim Corporate Blogging ankommt. Die wichtigsten Facts finden Sie hier.

Was ist Corporate Blogging und was ist das Ziel?

Sie haben gerade beim Lesen des Begriffs „Corporate Blogging“ gestutzt? Keine Sorge, hierbei handelt es sich lediglich um eine coolere Umschreibung von „einen Unternehmensblog führen“. Corporate Blogging zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass es kein persönlicher oder privater Blog ist, sondern eine Firma dahintersteckt. Ob nun Großkonzern oder Ein-Mann-Betrieb ist hierbei völlig nebensächlich.

Corporate Blogging ist eine Form der externen Unternehmenskommunikation und auch ein wichtiges Werkzeug im Content Marketing. Es geht darum, den Betrieb nach außen hin darzustellen und möglichst viele Menschen mit den Inhalten zu erreichen. Die wohl wichtigste Eigenschaft der Inhalte ist ihre Dynamik, die sich von der übrigen (starren) Webseite unterscheidet.

Bei den Inhalten (gern auch Content genannt) darf es sich auf gar keinen Fall um eine Dauerwerbesendung handeln. Corporate Blogs, die die ganze Zeit das Unternehmen in den Himmel loben, werden keine konstante Leserschaft aufbauen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Faktor Mehrwert.

Das heißt: Ihre Artikel müssen dem Leser eine bestimmte Information bieten (die er sucht), ihn weiterbilden oder auch schlichtweg unterhalten. Natürlich ist auch eine Mischung aus Information, Weiterbildung und/oder Unterhaltung möglich.

Das große Ziel von Corporate Blogs ist es, Leser auf die Seite der Firma zu locken und im Idealfall zu Kunden zu machen. Doch auch die bloße Wahrnehmung des Unternehmens beziehungsweise der Marke kann als Erfolg verbucht werden.

Unternehmensblog führen: Womit fängt man an?

Damit Sie einen Corporate Blog mit Leben füllen können, muss natürlich zunächst einmal die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden; sprich: Die Möglichkeit, Blogbeiträge auf der Webseite des Unternehmens einzubinden.

Wenden Sie sich diesbezüglich am besten an die IT-Abteilung und sagen Sie, was genau Sie alles benötigen. Im Regelfall ist das:

  • eine separate Seite, die von der Startseite aus erreicht werden kann und beispielsweise den Titel „Blog“ oder „Magazin“ trägt
  • mehrere Kategorien, in die die Beiträge eingeordnet werden
  • eventuell Plugins, beispielsweise für SEO, Sharing in sozialen Netzwerken usw.

Tipp: Wenn die Webseite Ihres Unternehmens mit WordPress aufgebaut ist, können Sie den Blog unter Umständen auch selbstständig anlegen.

Wurden die technischen Rahmenbedingungen schließlich geschaffen, können Sie sich an das Verfassen erster Beiträge machen. Es empfiehlt sich, schon vor dem Launch des Blogs mehrere Artikel zu schreiben und hochzuladen. Dadurch hat der Leser, der den Corporate Blog besucht, gleich eine Auswahl an Lesestoff.

Wie finde ich Themen für den Unternehmensblog?

Ein Aspekt, dass in Verbindung mit dem Corporate Blogging immer erwähnt wird, ist die Themenfindung. Während die Artikel zu Beginn meist noch leicht von der Hand gehen, stockt der Workflow früher oder später, weil einem schlichtweg die Themen ausgehen.

Es gibt verschiedene Methoden, um es mit diesem Problem aufzunehmen. Hier ein paar Vorschläge von uns:

  • Googlen Sie nach „Themen für Unternehmensblog“ und lassen Sie sich von den Ideen-Sammlungen inspirieren
  • Schauen Sie, worüber die Konkurrenz bloggt und wandeln Sie die Themen in Ihrem Sinne um
  • Greifen Sie bereits behandelte Themen auf und tauchen Sie noch tiefer in die Materie ein
  • Stellen Sie verschiedene Mitarbeiter und ihre Tätigkeiten im Unternehmen vor
  • Gehen Sie auf einen aktuellen Diskurs ein
  • Wagen Sie einen Blick in die Zukunft (Trendprognosen kommen immer gut an)
  • Splitten Sie ein Thema in mehrere Beiträge auf und konzipieren Sie eine Artikel-Serie

Sinnvoll ist es außerdem, wenn Sie ein Dokument (entweder analog oder digital) haben, in dem Sie spontane Einfälle und Artikel-Entwürfe notieren und speichern können. Oftmals kommen einem die richtig guten Ideen für den Unternehmensblog aus heiterem Himmel.

Was macht einen guten Corporate Blog aus?

  • Relevanz: Schreiben Sie nicht über Gott und die Welt, sondern greifen Sie (branchen-)relevante Themen auf.
  • Kontinuität: Ob nun einmal pro Woche oder einmal im Monat – die Hauptsache ist, dass der Blog regelmäßig mit neuen Inhalten bespielt wird.
  • Qualität: Rechtschreib- und Grammatikfehler haben auf Ihrem Unternehmensblog genauso wenig zu suchen wie inhaltliche Patzer.
  • Mehrwert: Bieten Sie dem Leser etwas an und sorgen Sie, dass sein Bedürfnis nach Wissen befriedigt wird.
  • Aktualität: Greifen Sie Diskurse auf und schreiben Sie über Themen, die die Menschen zur Zeit auch wirklich beschäftigen.
  • Bezug zum Unternehmen: Die Firma, die hinter dem Blog steckt, darf ruhig im Hintergrund bleiben. Bedenken Sie aber, dass Leser immer auch potentielle Kunden sein sollten.
  • SEO: Damit Ihre Inhalte auch wirklich gefunden und gelesen werden, darf nie die Suchmaschinenoptimierung außer Acht gelassen werden.

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