Unzufrieden im Job? So sagen Sie es Ihrem Chef

Unzufriedenheit im Job lässt sich häufig durch ein Gespräch mit dem Chef beseitigen. Um Fehler zu vermeiden, sollte das Gespräch gut vorbereitet werden.


Über die eigene Unzufriedenheit im Job zu sprechen und Probleme ganz offen anzusprechen, fällt vielen Menschen nicht leicht. Doch nur, wer die Probleme ganz klar benennen kann, hat eine Möglichkeit, diese zu beseitigen. Bevor das Gespräch mit dem Chef ansteht, kommt es jedoch auf eine gute Vorbereitung an, denn Kritik zu üben, will gelernt sein.

Gespräch gut vorbereiten und proben

Wer Kritik üben und mit der Äußerung auch noch etwas erreichen möchte, muss klar benennen können, was falsch läuft. Bevor das Gespräch ansteht, sollten deshalb alle Fakten und deren Wirkungsweise bekannt sein und kommuniziert werden können. Folgende Fragen können bei der Vorbereitung helfen:

  • Was genau ist für die Unzufriedenheit im Job verantwortlich?
  • Warum trägt dieser Umstand zur Unzufriedenheit bei?
  • Welche Lösungsvorschläge gibt es?
  • Gibt es konkrete Beispiele?

Anhand dieser Fragen lässt sich das Gespräch Stück für Stück vorbereiten. Eine Probe des Gespräches kann nicht schaden, denn dadurch lässt sich nicht nur der Gesprächsfluss verbessern und Unsicherheit vermeiden, sondern es können auch Probleme bei der Argumentation aufgedeckt werden. Neben der Kommunikation sollte dabei ebenso auf Mimik und Gestik geachtet werden. Ein freundlicher und offener Gesichtsausdruck sowie ein sicherer Blickkontakt zum Chef stellen sicher, dass das Anliegen ernst genommen wird.

Fehler in der Gesprächsführung vermeiden

Viele Dinge können Arbeitnehmer mit dem Chef bereden und so gemeinsam dafür sorgen, dass die Unzufriedenheit im Job weicht, denn dies ist auch im Interesse des Arbeitgebers. Wer aktiv das Gespräch sucht, kann allerdings auch viel falsch machen. Folgende Fehler sind typisch und lassen sich einfach umgehen:

  • Pauschalisierungen: Pauschale Aussagen sind nicht belegbar und wirken nicht glaubwürdig. Durch Fakten und konkrete Beispiele kann der Chef die Situation besser einschätzen und nachvollziehen.
  • Emotional reagieren: Wer unzufrieden ist, sollte seine Emotionen in einem klärenden Gespräch zurückstellen. Wut und Enttäuschung können dazu führen, dass die Gesamtsituation als unzufrieden dargestellt wird. In diesem Fall wäre ein anderer Job die richtige Wahl. Nur bei einzelnen Aspekten können Lösungen gefunden werden.
  • Schuldzuweisungen: Schuldzuweisungen können genau das Gegenteil vom gewünschten Effekt bewirken. Der Gesprächspartner wird bei Schuldzuweisungen schnell abwehrend reagieren. Vorwürfe haben in klärenden Gesprächen nichts zu suchen.
  • Kein Termin vereinbart: Über Unzufriedenheit im Job sollte in aller Ruhe gesprochen werden können. Nur so kann der Chef den Argumenten folgen. Deshalb ist es wichtig, vorab einen Termin zu vereinbaren. Zeiten erhöhter Arbeitsbelastung sollten dabei nach Möglichkeit umgangen werden.

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