Wege raus aus der beruflichen Krise

Eine berufliche Karriere unterliegt nur selten einem stetigen Aufwärtstrend. Viel öfter gleicht sie einen turbulenten Berg- und Talfahrt, zu der auch die eine oder andere Krise gehört.


So perfekt ein Job am Anfang vielleicht erscheinen mag, früher oder später kommt jeder an einen Punkt, an dem es hakt. Manchmal ist es nur ein kurzer Augenblick und manchmal hält die Phase der Unzufriedenheit länger an. Wenn Sie merken, dass Sie geradewegs in eine berufliche Krise hineinrutschen, ist Aktionismus gefragt. Andernfalls wird die Karriereleiter nämlich schnell zur Sackgasse. Lesen Sie hier, auf welchen Wegen Sie raus aus der beruflichen Krise kommen.

Es muss nicht immer gleich die Kündigung sein

Eines gleich vorweg: Nicht jede berufliche Krise ist automatisch der Anlass dafür, Ihrem Chef die Kündigung auf den Schreibtisch zu legen. In vielen Fällen kann es schon hilfreich sein, erst einmal das Gespräch zum Vorgesetzten zu suchen und über mögliche Lösungsansätze zu sprechen. Wenn Sie beispielsweise chronisch unterfordert sind, ist es sinnvoll, über neue Aufgaben nachzudenken. Haben Sie das Gefühl, seit Monaten auf der Stelle zu treten, können Weiterbildungen oder eine verantwortungsvollere Position innerhalb des Unternehmens Wege raus aus der Krise sein.

Wichtig ist der weiter oben bereits angesprochene Aktionismus. Wer sich still verhält und hofft, dass sich die Probleme und Bedenken in Luft auflösen, wird die Krise nicht überwinden. Anstatt Däumchen zu drehen, sollten Sie den Auslöser der Krise definieren und systematisch überlegen, wie Sie dagegen vorgehen können.

Die berufliche Neuorientierung hat viele Gesichter

Ist das Problem zu tiefgreifend und nicht so einfach aus der Welt zu schaffen, sollten Sie unter Umständen vielleicht doch über eine Kündigung nachdenken. Betrachten Sie diese keinesfalls als Ende, sondern als Neuanfang. Grundsätzlich stehen Ihnen alle Tore offen und nichts spricht gegen eine berufliche Neuorientierung.

Vielleicht ist es an der Zeit, in eine neue Branche zu schnuppern oder einen Quereinstieg zu wagen. Falls nötig und erwünscht, können Sie auch darüber nachdenken, noch einmal die Schulbank zu drücken beziehungsweise ein Studium zu absolvieren. Alles ist möglich! Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen geboten werden, um raus aus der beruflichen Krise zu kommen.

So geht moderne Jobsuche

Dem Chef die Kündigung vorlegen bedeutet im Umkehrschluss, dass Sie sich im Regelfall nach einem neuen Job umsehen sollten. Jeder, der schon einmal auf Jobsuche war oder derzeit ist, weiß jedoch: Bewerbungen schreiben nervt! Wie gut, dass es mittlerweile eine ganze Reihe anderer Möglichkeiten gibt, eine neue Stelle zu bekommen.

  • Headhunter: Headhunter sind spezialisierte Personaler, die ständig auf der Suche nach hochqualifizierten Mitarbeitern sind. Ihre Auftraggeber sind Unternehmen, die Probleme haben, spezielle Stellen zu besetzen und dafür nur die Besten der Besten wollen. Wer auf dem Radar eines Headhunters landet, hat gute Chancen auf einen attraktiven neuen Job.
  • Instaffo: Unsere Job-Plattform Instaffo bringt Experten und Unternehmen zusammen – und zwar völlig automatisch. Wenn Sie einmal ein Profil bei uns angelegt haben, können Sie sich entspannt zurücklehnen und auf die ersten Jobangebote warten.
  • Job-Speed-Dating: Diese Form der Jobsuche funktioniert wie das klassische Speed-Dating. Alle Bewerber haben wenige Minuten Zeit, sich verschiedenen potentiellen Arbeitgebern vorzustellen. Springt der Funke von beiden Seiten über, kann direkt über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen werden.

Von einer Krise in die nächste?

Wer sagt eigentlich, dass nach der Krise gleich die nächste Herausforderung auf Sie warten muss? Wenn Sie merken, dass Sie Ihre aktuelle berufliche Situation nicht (mehr) glücklich macht, ist es durchaus auch legitim, über eine (längere) Auszeit vom Job nachzudenken. Sabbatical, Gap Year – auch hier gibt es unzählige Möglichkeiten, die zumindest einmal in Betracht gezogen werden wollen. Es kann extrem befreiend sein, bei Null anzufangen und sich selbst die Zeit zu geben, die man vielleicht braucht, um sich neu zu sortieren.

Auf die eigenen Bedürfnisse achten

Weiterbildung, neue Aufgaben, Quereinstieg, Studium, Jobwechsel, Auszeit – Egal, für welchen Weg raus aus der beruflichen Krise Sie sich entscheiden, eines sollten Sie nie aus den Augen verlieren: Ihre eigenen Bedürfnisse. Selbstverwirklichung ist zu einem wichtigen Aspekt bei der Karriereplanung vieler Menschen geworden und sollte keinesfalls ignoriert werden. Um raus aus der Krise zu kommen, ist es unverzichtbar, den persönlichen Wünschen Beachtung zu schenken und sie in berufliche Entscheidungen einfließen zu lassen.


Bildquelle: Nong Mars/Shutterstock